24. Januar 2021 / 19:09 Uhr

Im Alter von 32 Jahren: Weltmeister Kevin Großkreutz beendet Profi-Karriere

Im Alter von 32 Jahren: Weltmeister Kevin Großkreutz beendet Profi-Karriere

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kevin Großkreutz beendet seine Profi-Karriere.
Kevin Großkreutz beendet seine Profi-Karriere. © imago images/Revierfoto
Anzeige

Kevin Großkreutz hat mit sofortiger Wirkung seine Karriere als Fußball-Profi für beendet erklärt. Der Weltmeister von 2014 spielte zuletzt für den KFC Uerdingen in der 3. Liga, wo sein Vertrag im vergangenen Oktober aufgelöst wurde.

Anzeige

Der nächste Weltmeister hört auf: Kevin Großkreutz hat via Instagram-Video sein sofortiges Karriere-Ende als Fußball-Profi verkündet. "Mir war klar, dass irgendwann der Tag kommt. Und heute ist es soweit: Nach 15 Jahren ist es für mich an der Zeit, dem Profi-Fußball tschüss zu sagen", sagte der ehemalige BVB-Profi zu Beginn des knapp dreiminütigen Videos. Zuletzt spielte Großkreutz in der dritten Liga für den KFC Uerdingen. "Fußball ist der Mittelpunkt in meinem Leben. In meiner 15-jährigen Reise habe ich so viel erlebt", sagte der Ex-Profi. "Ich bin einfach unheimlich stolz darauf, diese Momente mit euch erlebt zu haben."

Anzeige

Großkreutz kündigte gleichzeitig einen Wechsel in den Amateurfußball an, wo er "die nächste Geschichte schreiben" wolle. Vor wenigen Tagen berichtete Reviersport, dass der Weltmeister vor einem Wechsel zum Sechstligisten TuS Bövinghausen aus der Westfalenliga stehe. "Jetzt möchte ich dorthin zurückkehren, wo ich herkomme. In den Amateursport mit Freunden."

Mehr vom SPORTBUZZER

Großkreutz: "War vielleicht keine Bilderbuchkarriere"

Großkreutz ist nach Roman Weidenfeller, Benedikt Höwedes, Philipp Lahm, Per Mertesacker, Bastian Schweinsteiger, André Schürrle und Miroslav Klose der achte Weltmeister von 2014, der seine Karriere beendet. Der sechsmalige Nationalspieler hatte war 2009 von RW Ahlen zu Borussia Dortmund gekommen und erlebte unter Trainer Jürgen Klopp seine erfolgreichste Zeit mit zwei deutschen Meistertiteln und einem Triumph um DFB-Pokal. 2015 wechselte er zu Galatasaray Istanbul, war wegen eines Formfehlers in den Transferunterlagen zunächst aber nicht spielberechtigt und kam am Ende zu keinem Einsatz für den türkischen Traditionsklub.

2016 ging es für Großkreutz dann beim VfB Stuttgart weiter, wo er Zweitliga-Meister wurde, nach einer Schlägerei bei einem nächtlichen Ausflug jedoch gehen musste. Nach rund viermonatiger Vereinslosigkeit schloss er sich im Juli 2017 Darmstadt 98 an, von wo er ein Jahr später nach Uerdingen wechselte. Sein Vertrag beim KFC wurde schließlich im vergangenen Oktober aufgelöst. "Es war vielleicht keine Bilderbuchkarriere, wenn ich zum Beispiel an den Dönerwurf denke - oder der Abgang in Stuttgart, der nicht schön war. Fehler macht glaube ich jeder. Das Wichtigste ist, dass man dazu steht."