09. Mai 2019 / 12:59 Uhr

Doll erwartet Trotzreaktion gegen Freiburg: "Allen zeigen, die uns abgeschrieben haben"

Doll erwartet Trotzreaktion gegen Freiburg: "Allen zeigen, die uns abgeschrieben haben"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
96-Coach Thomas Doll ärgert sich über die negative Stimmung im Umfeld.
96-Coach Thomas Doll ärgert sich über die negative Stimmung im Umfeld. © action press
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Greift Hannover 96 nach dem allerletzten Strohhalm? Trainer Thomas Doll erhofft sich vor dem Abstiegs-Endspiel gegen den SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr) eine Trotzreaktion seiner Mannschaft. Der fehlende Glauben im direkten Umfeld des Vereins stört ihn - auch Profichef Martin Kind kritisiert er.

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Dass Hannover 96 noch immer eine Mini-Chance auf den Klassenerhalt hat, gleicht angesichts der mageren Ausbeute von 18 Punkten nach 32 Spieltagen einer Sensation. Damit die Hoffnung auf den Relegationsplatz weiter leben kann, muss 96 sein Heimspiel gegen den SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr) gewinnen.

Das weiß auch Trainer Thomas Doll, der betonte: "Die Hoffnung auf den Klassenerhalt ist da. Das ist keine Floskel." Um gleich zu ergänzen: "Natürlich liegt das nicht in unserer Hand."

Nerd-Wissen zu Hannover 96 gegen den SC Freiburg

Nerd-Wissen zum Duell von Hannover 96 beim SC Freiburg. Zur Galerie
Nerd-Wissen zum Duell von Hannover 96 beim SC Freiburg. ©
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Doll lobt Charakter seiner Spieler

Holt 96 gegen den SCF keine drei Punkte, ist der Abstieg so oder so besiegelt. Bei einem Heimdreier müssen die Roten überdies auf Schützenhilfe von Niedersachsen-Nachbar VfL Wolfsburg hoffen, der zeitgleich gegen den Tabellen-16. VfB Stuttgart ebenfalls gewinnen muss. Und auch der 1. FC Nürnberg steht noch einen Punkt vor 96.

Doll setzt vor allem auf die Charakterstärke seiner Mannschaft, die sich Zweiflern entgegengestellt habe. "Wir haben in den letzten Wochen gesehen, dass sich hier ein Gebilde herauskristallisiert hat. Es gibt ein paar Jungs, die vorweggehen, auch wenn sie eine ungewisse Zukunft haben. Das war eine ganz normale Trotzreaktion", meinte er und fügte an: "Es wäre schön es all denen zu zeigen, die uns schon lange abgeschrieben haben. Da wäre schon eine gewisse Genugtuung dabei."

Diese Spieler spielten für Hannover 96 und den SC Freiburg

<b>Sebastian Kehl</b>: Der ehemaliger deutsche Nationalspieler nutzte die Stationen in Hannover (1998-2000) und Freiburg (2000-2002) als Sprungbrett. Denn 2002 verpflichtete Borussia Dortmund Kehl. Mit den Dortmundern wurde er dreimal Meister, einmal Pokalsieger und erreichte 2013 das Champions-League-Finale. Zur Galerie
Sebastian Kehl: Der ehemaliger deutsche Nationalspieler nutzte die Stationen in Hannover (1998-2000) und Freiburg (2000-2002) als Sprungbrett. Denn 2002 verpflichtete Borussia Dortmund Kehl. Mit den Dortmundern wurde er dreimal Meister, einmal Pokalsieger und erreichte 2013 das Champions-League-Finale. ©

Stimmung im Umfeld zu negativ? Dolls Vergleich mit Liverpool

Mit Kritik am Umfeld und der Berichterstattung über 96 sparte er nicht - und schoss indirekt auch gegen Profichef Martin Kind, der das Team schon vor Wochen öffentlich als "kaputt und gescheitert" bezeichnet hatte. "Der Zeitpunkt war falsch", kritisierte Doll. "Zum Vergleich: Ich glaube, bei Tottenham und Liverpool haben alle im Umfeld daran geglaubt, dass es klappt. Das ist so unglaublich wichtig. Und das hatten wir hier nicht", bemängelte er, "aber wenn wir es gemeinsam mit den Fans schaffen, das Unmögliche möglich zu machen, dann ist mir völllig egal, was in den Wochen davor erzählt und geschrieben wurde."

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Hoffnung auf Bebou und Füllkrug

Als Hoffnungsträger könnten Ihlas Bebou und Niclas Füllkrug mitwirken, die beide am Donnerstag voll mittrainiert haben. Beiden stellte Doll einen Kaderplatz in Aussicht: "Ihlas hatte nach den ersten Einheiten noch ein bisschen Probleme. Jetzt ist er aber ein Kandidat."

Mittelstürmer Füllkrug absolvierte nach seinem Knorpelschaden zwar erst zwei Einheiten mit der Mannschaft, spielt in Dolls Planungen dennoch schon eine Rolle. "Fülle hat auch voll mitgezogen, sein Knie hat gut reagiert. Er ist ein Spieler, den man auch mal in den letzten Minuten reinwerfen kann. Ein Kopfballmonster und einer, der das Team pushen kann", hält der 96-Coach einen Einsatz des 25-Jährigen schon für möglich. "Wir warten das Abschlusstraining am Freitag ab."

tk

Hier könnt ihr die Pressekonferenz im Re-Live anschauen:

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