07. Dezember 2020 / 17:39 Uhr

"Im Moment keine Veranlassung": Löw erteilt möglicher Rückkehr von Müller & Co. vorerst Absage

"Im Moment keine Veranlassung": Löw erteilt möglicher Rückkehr von Müller & Co. vorerst Absage

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundestrainer Joachim Löw hat eine Rückholaktion von Mats Hummels, Thomas Müller oder Jerome Boateng ins DFB-Team weiterhin vorerst ausgeschlossen. 
Bundestrainer Joachim Löw hat eine Rückholaktion von Mats Hummels, Thomas Müller oder Jerome Boateng ins DFB-Team weiterhin vorerst ausgeschlossen.  © imago images / Sven Simon
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Nach dem 0:6-Fiasko in Spanien wurden die Rufe nach einer Rückkehr der drei Weltmeister Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng immer lauter. Bundestrainer Joachim Löw erteilte einem Comeback des Trios nun eine Absage - ohne die Tür mit Blick auf die EM jedoch völlig zuzuschlagen.

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Für die Weltmeister Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng ist vorerst keine Comeback in Sicht. Auf seiner Pressekonferenz zum Zustand des DFB-Teams hat Bundestrainer Joachim Löw einer Rückkehr der drei Ex-Nationalspieler für 2021 allerdings auch keine klare Absage erteilt. "Im Moment sehe ich keine Veranlassung, auch wenn wir mal ein Spiel verloren haben", begründete der 60-Jährige seine Haltung, bis auf weiteres auf das erfahrene Trio zu verzichten, das er im März 2019 ausgebootet hatte.

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Löw wies erneut darauf hin, dass man sich nach dem verkorksten Jahr 2018 zu einem Umbruch mit neuen Gesichtern bekannt habe. "Es war unsere Vorgabe, diesen jungen Spielern Raum zu geben", sagte er weiter und zog Parallelen zur Zeit vor der WM 2010. In Südafrika hatte sich eine neue Spielergeneration in die Herzen der deutschen Fans gespielt und das erfahrene Personal nach und nach verdrängt. Trotz des 0:6-Debakels in Spanien hätten sich die jungen Spieler zuletzt "gut entfaltet", meinte der Bundestrainer.

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Allerdings verzichtete Löw demonstrativ darauf, die drei Spieler für immer aus der Nationalmannschaft zu verbannen - übrigens, ohne sie auch nur einmal namentlich zu erwähnen. Er sei als Trainer "der Erste, der für den Erfolg in Verantwortung gezogen wird", sagte der Bundestrainer und fügte mit Blick auf die anstehende Vorbereitung zur EM etwas kryptisch hinzu: "Nächstes Jahr müssen wir uns entscheiden und da bin ich der Erste, der das tut." Dabei seien nicht nur sportliche Gründe entscheidend, sondern auch die Stimmung im Team. Löw: "Wenn ich das Gefühl habe, dann werde ich im Sinne des Erfolgs alles Erdenkliche tun, was möglich ist."

Löw verspricht: "Drehen jeden Stein um"

Besonders Müller, der eine überragende Saison spielt, war zuletzt immer wieder mit einem Comeback in Verbindung gebracht worden und hatte sich selbst durchaus offen gezeigt. "Ich bleibe dran und dann schauen wir mal", sagte der 31-Jährige zuletzt nach dem 3:3 gegen RB Leipzig, betonte aber auch, dass das Thema "in der aktuellen Phase ganz weit weg" sei. Schließlich sind die nächsten Länderspiele erst im März.

Entscheidend dürfte auch sein, welches Personal dem Bundestrainer im Frühjahr zur Verfügung steht. "Ich habe heute keine Ahnung, wie sich die Situation im März darstellt. Ich wünsche mir, dass alle Spieler gut durch den Winter kommen und gesund bleiben. Das ist mein dringlichster Wunsch", sagte Löw. Man werde in der Vorbereitung auf die EM nochmal in Klausur gehen. "Der letzte Zeitpunkt ist die Nominierung", stellte der Bundestrainer klar. "Vorher machen wir uns noch einmal über alles Gedanken und drehen jeden Stein um. Wir entscheiden dann, was das Beste für den Erfolg ist."