23. November 2018 / 15:05 Uhr

Im Sieger-Rhythmus bleiben: RB Leipzig will in Wolfsburg nachlegen

Im Sieger-Rhythmus bleiben: RB Leipzig will in Wolfsburg nachlegen

dpa
RB Leipzigs Trainer Ralf Rangnick hofft, nach der Länderspielpause wieder schnell in den erfolgreichen Spielrhythmus zurückzufinden. 
RB Leipzigs Trainer Ralf Rangnick hofft, nach der Länderspielpause wieder schnell in den erfolgreichen Spielrhythmus zurückzufinden.  © imago/opokupix
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Trainer Ralf Rangnick warnt vor der hohen fußballerischen Qualität der Wolfsburger. Personell können die Roten Bullen nicht aus dem Vollen schöpfen: Upamecano, Kampl und Sabitzer sind angeschlagen.  

Leipzig. Die Unterbrechung durch die Länderspielpause dürfte Ralf Rangnick nur bedingt gepasst haben. War RB Leipzig doch so gut im Rhythmus. Ob Fußball-Bundesliga, DFB-Pokal oder Europa League: Die Sachsen haben sich in allen drei Wettbewerben eine gute Ausgangsposition verschafft. „Und das wollen wir bis Weihnachten fortsetzen. Deshalb muss man nach der Pause schauen, wie man schnell wieder in den Rhythmus kommt“, sagte der RB-Coach mit Blick auf das schwere Auswärtsspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim VfL Wolfsburg.

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Zur richtigen Vorbereitung hatte RB laut Rangnick nur eine Einheit am Donnerstag. Und vor der inspirierten Rangnick und seine Assistenten ihre Spieler mit einer Video-Session. Wir haben den Jungs gezeigt, was uns bisher ausgezeichnet hat. Die Dinge sind in Fleisch und Blut übergegangen, aber durch so eine Unterbrechung muss man schauen, dass die Dinge sehr schnell wieder ineinandergreifen“, sagte Rangnick. Die Videosequenzen sollen dabei helfen.

RB Leipzig plagen Personalsorgen

Doch vor dem 12. Spieltag plagen den Tabellen-Dritten Personalsorgen. Neben den beiden Mittelfeldspielern Kevin Kampl (Sprunggelenk) und Marcel Sabitzer (Wade) ist auch der Einsatz von Innenverteidiger Dayot Upamecano (Knie) fraglich. „Wir müssen abwarten, inwieweit sie belastbar sind. Ich hoffe, dass nicht alle drei ausfallen, das wäre der schlechteste Fall. Wir setzen aber nur absolut fitte Spieler ein“, sagte Rangnick am Freitag. Der Trainer erwägt deshalb, einen Spieler mehr mitzunehmen. In Hektik verfällt er aber nicht. Es gebe genug Möglichkeiten, „um unsere Stärken auf den Platz zu bringen.“

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Und die sind neben dem schnellen Umschaltspiel und dem hohen Pressing eine kompromisslose Abwehr. RB, das abgesehen von der Auftaktpleite in Dortmund noch ungeschlagen ist und in der Liga die letzten fünf Spiele zu Null agierte, hat die wenigsten Gegentore kassiert. Ist bei diesem Wert als einziges Team der Liga noch einstellig. Zudem haben die Sachsen ligaweit die wenigsten Torschüsse und Versuche auf das eigene Tor zugelassen. „Ich sehe keinen Grund, warum wir in den restlichen Spielen bis Weihnachten anders spielen sollten als bisher. Und wenn wir das tun, wird es weiter nicht einfach, gegen uns zu Chancen und Abschlüssen zu kommen“, erklärte der Fußball-Lehrer.

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Emil Forsbergs Rückkehr bleibt ungewiss

Dafür könnte Rangnick auch einen fitten Emil Forsberg gebrauchen. Doch ein Comeback des schwedischen Nationalspielers in diesem Jahr wird immer fraglicher. Der Mittelfeldspieler, der seit gut sechs Wochen wegen erneuter Leistenprobleme ausfällt, kann immer noch nicht mit dem Team trainieren. Laut Rangnick sei eine Prognose im Moment schwierig. „Wir versuchen, ihn Schritt für Schritt ans Teamtraining ranzuführen, wir schauen von Tag zu Tag“, erklärte Rangnick. Damit Forsberg vor Weihnachten noch mal eine Rolle spielen kann, „müsste er in den nächsten ein, zwei Wochen alles mitmachen können.

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In Wolfsburg hofft Rangnick derweil wieder auf so ein unterhaltsames Spiel wie das letzte Duell. Im Mai hatte RB zu Hause gegen die Niedersachsen mit 4:1 gewonnen. Zudem zeigten sich die Roten Bullen in den letzten drei Ligaspielen torhungrig: drei Treffer gegen Leverkusen und Berlin sowie zwei gegen Hoffenheim. „Ich habe nichts dagegen, wenn es ein attraktives Spiel wird. Wir wenig zulassen, wenig Tore kassieren und selber welche schießen“, sagte Rangnick.

Leicht werde es gegen die auf Platz zwölf rangierenden Wolfsburger aber nicht. Die hohe fußballerische Qualität der „Wölfe“ stehe außer Frage. „Gerade im Mittelfeld und in der Offensive verfügt der VfL über starke Spieler. Generell setzt Bruno Labbadia auf eine attraktive, offensive Spielweise“, sagte Rangnick. Sein Rezept für den Erfolg: Nur wenig zulassen und nach schnellem Umschaltspiel mit einer ähnlichen Effizienz wie in den letzten beiden Partien ans Werk gehen. Da hieß es jeweils 3:0 für Leipzig.

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