17. Februar 2019 / 20:09 Uhr

Im Überblick: So lief das Pokalwochenende im Havelland (mit Galerie)

Im Überblick: So lief das Pokalwochenende im Havelland (mit Galerie)

Hartmut Domagala
SPORTBUZZER-Nutzer
Yassine Mankai (l. Foretuna), Alexander Gentz (r. Fohrde), Fortuna Babelsberg III - Alemania Fohrde, Kreispokal Viertelfinale, Saison 18/19, Potsdam, 17.02.2019, Foto: Benjamin Feller USER-BEITRAG
Fortunas Yassine Mankai (l.) traf zum zwischenzeitlichen 2:0 für sein Team. © Benjamin Feller
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Kreispokal Havelland: Kreisoberligist Alemania Fohrde kämpft sich in der Verlängerung ins Halbfinale, Michendorf-Kapitän Thorsten Haubner wird zum Matchwinner beim Landesklasse-Team.

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Mit Alemania Fohrde, der SG Michendorf und Empor Schenekneberg stehen drei der vier Halbfinalisten des diesjährigen Pokalwettbewerbs fest. Gesucht wird der Nachfolger von der Fortuna Babelsberg, die den Titel nicht verteidigen kann durch den Aufstieg in die Landesliga. Der letzte Pokalfinalist aus Glindow hat noch die Möglichkeit, das Halbfinale zu komplettieren, sie sind eine Runde im Rückstand und holen ihr Spiel gegen Dallgow noch nach. Spieler der Runde ist der Michendorfer Thorsten Haubner, der mit seinem Hattrick innerhalb von zehn Minuten zum Michendorfer Matchwinner wurde und aus einem 0:2-Rückstand ein 3:2 machte und maßgeblich am Weiterkommen beteiligt war.

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Die nächste Runde ist für Ostern 2019 geplant, der Termin der Auslosung wird allen Beteiligten rechtzeitig bekannt gegeben.

VfL Nauen – Eintracht Glindow 1:3 (1:0). Tore: 1:0 Martin Berndt (33.), 1:1 Laszlo Kovacs (48.), 1:2 Patrick Plöhn (66.), 1:3 Kovacs (79.). Schiedsrichter: Lutz Gericke (Groß Kreutz), Zuschauer: 160.

Bestes Fußballwetter und das im Februar, dazu eine tolle Ansetzung zweier Landesklassenteams im letzten Spiel des Achtelfinales lockte 160 Zuschauer auf den Nauener Platz und zeigt die Gier nach Fußball nach der Winterpause. Den besseren Start erwischten die Gastgeber und hätten schnell in Führung gehen können, nach einer guten halben Stunde war es dann Martin Berndt vorbehalten, die Nauener in Führung zu bringen.

Mit dieser Führung wurden die Seiten gewechselt, in der Kabine appellierte Glindow-Coach Edgar Hecht einmal mehr an die Pokalqualitäten der Glindower Eintracht. Sie waren 2016 Pokalsieger, standen 2018 Im Finale und scheiterten 2017 erst im Halbfinale. Diese auf dem Platz gezeigte Kompaktheit brachte nach dem Wiederanpfiff schnell den Ausgleich durch Laszlo Kovacs, der zehn Minuten vor dem Ende mit seinem zweiten Treffer zum 1:3 dann auch die packende Partie entschied. Mitte der zweiten Hälfte erzielte Routinier Patrick Plöhn die Gindower Führung und stellte so die Weichen auf das Weiterkommen. Im Viertelfinale geht es nun für die Eintracht nach Dallgow.

Empor Schenkenberg – SG Saarmund 4:0 (2:0). Tore: 1:0 Rico Schilling (27.), 2:0 Max-Bennet Säger (37.), 3:0 Schilling (47.), 4:0 Florian Linke (81.). Schiedsrichter: Pascale Kuhle (Brandenburg), Zuschauer: 80

Im Sommer 2018 fand das Pokalfinale in Schenkenberg statt, die zuschauenden Spieler müssen Spaß daran gefunden haben und wollen nun 2019 als Aktive selbst daran teilnehmen. Sie sind nach dem klaren Erfolg nur noch einen Sieg davon entfernt. Nach einem ersten Abtasten, beide wussten im ersten Spiel nach der Winterpause nicht, wo sie stehen, übernahmen die Gastgeber das Kommando und näherten sich immer mehr dem Saarmunder Kasten. Rico Schilling brachte seine Farben nach 27 Minuten dann auch verdient in Führung, die Max Bennet Häger noch vor der Pause auf 2:0 ausbauen konnte.

Die Saarmunder hatten sich nach der Pause noch etwas vorgenommen, aber nach nur zwei gespielten Minuten war das Pokalspiel endgültig entschieden mit dem zweiten Treffer von Rico Schilling. Danach spielten die Gastgeber das Spiel sicher runter, Florian Linke konnte zehn Minuten vor dem Ende in diesem sehr fairen Spiel noch einen drauf setzen.

Blau Gelb Falkensee – SG Michendorf 2:3 (2:0). Tore: 1:0, 2:0 Yavuz Cakmak (1., 27.), 2:1, 2:2, 2:3 Thorsten Josef Haubner (65., 73., 75.). Schiedsrichter: Sven Lange (Brandenburg), Zuschauer: 100.

Das Spiel begann schon vor einer Woche mit verschieden geplanten Anstoßzeiten, letztendlich konnte die Partie um 14 Uhr planmäßig beginnen und es folgte sofort der erste Paukenschlag mit der schnellen Führung im ersten Angriff durch Yavuz Cakmak. Die Lunte in dem Spiel war gelegt und als Cakmak in der 27. Minute noch einen drauf setzte, war die Richtung des Spiels vorgegeben. Mehrere gute Möglichkeiten zur Vorentscheidung wurden liegen gelassen, der 2:0-Vorsprung zur Pause war aber auch schon eine Basis für ein mögliches Weiterkommen. In der zweiten Hälfte konnten die Blau-Gelben die ersten 20 Minuten unbeschadet überstehen und man war nur noch 25 Minuten vom Einzug in das Halbfinale entfernt. Dann kam der große Auftritt von Thorsten Haubner, der in der vergangenen Woche seinen 27.Geburtstag feierte. Der Michendorfer Kapitän drehte mit einem lupenreinen Hattrick innerhalb von zehn Minuten das Spiel und brachte die Gäste nach vorn. Die wütende Schlussoffensive der Gastgeber überstand man unbeschadet und feierte so einen überraschenden Auswärtserfolg.

In Bildern: Alemania Fohrde siegt nach Verlängerung bei Fortuna Babelsberg III

Erst in der Verlängerung konnte sich der SV Alemania Fohrde (schwarze Trikots) gegen Fortuna Babelsberg III (orange Trikots) mit 5:3 durchsetzen. Zur Galerie
Erst in der Verlängerung konnte sich der SV Alemania Fohrde (schwarze Trikots) gegen Fortuna Babelsberg III (orange Trikots) mit 5:3 durchsetzen. © Benjamin Feller

Fortuna Babelsberg III - Alemania Fohrde 3:5 n.V. (2:0, 2:2). Tore: 1:0 Paul Lubner (9.). 2:0 Yassine Mankai (40.) , 2:1, 2:2 Robert Schütze (54., 85.), 2:3, 2:4 Sascha Weser (96. FE, 101. FE), 3:4 Tony Zimmermann (111.), 3:5 Rico Gammrath (113.). Gelb-Rot: Philipp Mangelsdorf (62., Fohrde), Justus Kautz (80., Fortuna), Rot: Max Höldtke (106., Fortuna). Schiedsrichter: Ronny Straach (Brieselang), Zuschauer: 110.

Vor dem Spiel stand ein Drei-Klassenunterschied zu Buche, den der Gastgeber regelgerecht mit einigen einsatzbereiten Spielern verringern wollte sowie einem enormen Kampfgeist, solange die Kraft reicht. Da passte das schnelle Führungstor durch Paul Lubner nach neun Minuten genau ins Konzept. Durch das schnelle Überbrücken des Mittelfelds wurde die Fohrder Abwehr immer wieder vor Probleme gestellt, der schnelle Yassine Mankai sorgte permanent für Unruhe und auch für das 2:0 nach vierzig Minuten, was auch den Halbzeitstand bedeutete. Das in der ersten Hälfte sehr faire Spiel wurde nach Wiederanpfiff zu einem typischen Pokalspiel mit vielen Ecken und Kanten und einigen Knackpunkten im Spiel. In der 54. Minute hatte Yassine Mankai das 3:0 auf dem Fuss, im direkten Gegenzug brachte Robert Schütze seine Farben wieder ins Spiel zurück. Einige Minuten später dezimierten sich die Gäste. Dies gab den entscheidenden Ruck und fünf Minuten vor dem Ende konnte erneut Robert Schütze einen Abstauber zum Ausgleich und der Verlängerung nutzen. Diese wurde dann erneut torreich, auch weil die Kräfte und Konzentration nachgelassen hatten, zwei gegebene Foulelfmeter nutzte Sascha Weser eiskalt zur Vorentscheidung.