02. Oktober 2019 / 15:39 Uhr

Imke Onnen und ihre Pläne: Nach der WM ist vor dem Arche-Hof vor Olympia 2020

Imke Onnen und ihre Pläne: Nach der WM ist vor dem Arche-Hof vor Olympia 2020

Stefan Döring
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Imke Onnen ist zufrieden damit, dass sie es bei der Weltmeisterschaft in Doha ins Finale geschafft hat.
Imke Onnen ist zufrieden damit, dass sie es bei der Weltmeisterschaft in Doha ins Finale geschafft hat. © Oliver Weiken/dpa
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Ihren Bruder Eike (Platz sieben/2007) konnte Imke Onnen bei ihrer ersten Teilnahme an einem WM-Finale zwar nicht toppen. Dennoch zeigte die 25-Jährige aus Hannover bei der Weltmeisterschaft in Doha starke Sprünge. Im Interview spricht sie unter anderem darüber, was im Finale (1,89 Meter/Platz neun) noch fehlte.

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Imke Onnen, Ihr Wettkampf war nach sechs Sprüngen beendet. Was hat für die 1,93 Meter gefehlt?

Tempo! Ich hätte mehr Gas geben müssen. Ich kann aber nicht sagen, dass ich traurig bin. Ich bin happy, dass ich ins Finale gekommen bin, und ich nehme das gute Gefühl mit in die Olympiasaison. Ich werde jetzt noch härter trainieren, um auch die Höhen zu realisieren, die die beiden Mädels an der Spitze (2,04 Meter, d. Red.) gesprungen sind. Eine bessere Motivation gibt es nicht.

Sie wirkten vor dem Wettkampf nervös.

Aufgeregt war ich auf jeden Fall. So eine Situation hatte ich noch nie. Ich war aber auch fokussiert und wusste, was ich machen sollte. Als ich den ersten Versuch gerissen hatte, habe ich mir schon Gedanken gemacht. Das war aber auch gemein, weil der Startschuss (der 200-Meter-Läufer, d. Red.) genau in meinem Anlauf fiel und ich mich erschreckt habe. Darauf schiebe ich es jetzt (lacht).

Imke Onnen: Impressionen

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Imke Onnen: Impressionen ©
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Was nehmen Sie von Ihrer ersten WM-Teilnahme mit nach Hause?

Super viele neue Erfahrungen. Allein die Hitze – das kann mich nicht mehr erschüttern, wenn es mal wieder auf mich zukommen sollte. Klimaanlagen werden mich auch nicht mehr so schnell kleinkriegen. Ich weiß, dass ich selbstbewusst sein kann, auch wenn sich eine neue Situation ergibt. Die Qualifikation hat gezeigt, dass Motivation und Spaß so viel ausmacht. Ich weiß jetzt, dass ich neue Höhen realisieren kann. Es ist alles gut gelaufen.

War es schwierig, diese lange Saison zu planen?

Ja! Das war ein trainingswissenschaftliches Meisterwerk meiner Mutter, dass ich am Anfang meiner Saison gut drauf war, mir dann eine Basis erarbeitet habe und zum Höhepunkt noch mal meine persönliche Bestleistung abrufen konnte. Wir waren noch einmal im Trainingslager und haben noch einmal einen kleinen Aufbau gemacht. Wir hatten beide Sorge, dass es nicht funktioniert.

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Wie geht es nun für Sie weiter?

Meine Off-Season hat direkt im Innenraum begonnen. Ich habe direkt etwas mehr gegessen (lacht). Ich werde es jetzt in vollen Zügen auskosten, dass ich jetzt drei Wochen Pause habe und bleibe noch bis zum 7. Oktober hier. Man unterschätzt immer die Extrabelastung, die wir hatten, dadurch, dass die WM eineinhalb Monate später war als sonst. Jetzt mache ich mental Pause, der letzte Tag war aber wichtig, weil ich mit vielen positiven Gedanken in die Saison starten kann.

Verbringen Sie die Zeit in Hannover?

Ich werde zu meinem Freund Falk (Wendrich, ebenfalls Hochspringer, d. Red.) fahren. Außerdem werde ich wahrscheinlich auf einen Nutztiere-Arche-Hof fahren. Da werden Nutztiere, die nicht mehr „gebraucht“ werden, gehalten. Ich bin totaler Tierfan und freue mich darauf, ein paar Tiere zu streicheln.

Und dann geht es schon in die Olympiasaison ...

Ich bin gespannt, wer bei uns überhaupt in der Hallensaison starten wird. Ich glaube, es werden nicht so viele. Ich will mir eine neue Grundbasis erarbeiten. Wenn ich die Supernorm für die Olympischen Spiele von 1,96 Meter abhaken könnte, wäre das natürlich schön. Ich habe jetzt die Basis um die 1,90 Meter, nächstes Jahr will ich stabil um die 1,93 Meter springen. Dann schaffe ich auch einen Scoop in der Olympiaquali (lacht).

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