17. Oktober 2020 / 10:43 Uhr

"Immer eine Extramotivation": TuS Vinnhorst empfängt Handball Hannover-Burgwedel zum Derby

"Immer eine Extramotivation": TuS Vinnhorst empfängt Handball Hannover-Burgwedel zum Derby

Uwe Serreck und Christoph Hage
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Vinnhorst-Trainer Davor Dominikovic (links) tauscht sich mit Spieler Tim Otto aus.
Vinnhorst-Trainer Davor Dominikovic (links) tauscht sich mit Spieler Tim Otto aus. © Debbie Jayne Kinsey
Anzeige

Die Vorfreude auf die Partie ist groß: Am Samstag (17.30 Uhr) erwartet der TuS Vinnhorst Hannover Burgwedel zum Derby. Auf dem Papier ist die Favoritenrolle klar verteilt. Olympiasieger Dominikovic soll den TuS zum Aufstieg in die 2. Bundesliga führen, doch HHB-Spielertrainer Marius Kastening sieht trotzdem eine Chance.

Anzeige

Bereits am dritten Spieltag der 3. Liga Nord-West steigt das erste Derby. Der TuS Vinnhorst erwartet am Samstag (17.30 Uhr) Handball Hannover-Burgwedel. Leider nur vor 52 Zuschauern. „Mehr lässt die Stadt nicht zu“, sagt Spartenleiter Clife Beyer-Pohl. Eine Tageskasse wird es nicht geben. Die Mannschaft ist dennoch heiß auf das Spiel. „Ein Derby ist immer eine Extramotivation“, sagt Trainer Davor Dominikovic.

Personell haben die Vinnhorster wenig Sorgen

Mit dem Saisonstart und der Trainingsleistung ist der Kroate hochzufrieden. Personell hat Dominikovic wenig Sorgen. Spielmacher Florian Freitag ist wieder fit, nur der Einsatz von Hendrik Pollex ist fraglich. Auf dem Papier ist die Favoritenrolle klar verteilt. Olympiasieger Dominikovic soll die Vinnhorster zum Aufstieg in die 2. Bundesliga führen, auf der anderen Seite sind die Burgwedeler bereits auf dem von vielen auch am Ende der Saison erwarteten letzten Platz angekommen.

Mehr Handball aus der Region Hannover

"Das könnte uns ganz gut liegen"

Burgwedels Spielertrainer Marius Kastening sieht trotzdem eine Chance. „Vinnhorst ist körperlich nicht so stark wie zuletzt Spenge. Die könnten uns ganz gut liegen.“

Viele Probleme bei HHB

Auf das Spiel konnten sich Kastening und Co. erst ab Mittwoch so richtig vorbereiten. Zu viele Baustellen gab es vorher zu beackern. Friedrich Kastening war am vergangenen Samstag als Sportlicher Leiter zurückgetreten. Sein Sohn musste daraufhin etliche Anfragen zur Situation im Verein beantworten. Obendrein galt es, die Frage des Trainingsortes zu lösen. Die Halle Auf der Ramhorst ist während der Ferien geschlossen, weil die Brandschutzanlage saniert wird. Folglich musste das Team umziehen. Das typische Prickeln im Vorfeld eines Nachbarschaftsduells stellte sich insofern erst spät ein.

Dräger und Wendland jetzt auf der anderen Seite

In der vergangenen Saison gab es jeweils Heimsiege, wobei HHB den Gegner beim 34:26 im Rückspiel völlig beherrschte. Maurice Dräger, damals mit zehn Toren bester Schütze seiner Mannschaft, hat aber ebenso wie Torhüter Mustafa Wendland die Seiten gewechselt.

"Wir haben absolut keinen Druck"

Zwei Abgänge, die wehtun, doch Marius Kastening macht das Beste daraus: „Wir haben absolut keinen Druck und wollen das Spiel genießen.“ Auch er weiß: Der TuS darf sich im Duell mit dem großen Favoriten Eintracht Hagen keinen Ausrutscher erlauben. Hoffnung macht zudem, dass auch die Hannoveraner einen turbulenten Sommer hinter sich haben und in den ersten beiden Spielen nicht überzeugten. „Wir müssen unsere schlechten Phase kurz halten“, verrät Marius Kastening seine Erfolgsformel.

HSV Hannover zu Gast bei den SGSH Dragons

Der HSV Hannover muss am Samstag (19.30 Uhr) bei den SGSH Dragons antreten. „Neben Hagen und Vinnhorst einer der drei Topfavoriten“, sagt Trainer Robin John. Die tolle zweite Halbzeit gegen Hamm sei für die Mannschaft eine Befreiung gewesen. „Wenn wir da anknüpfen, können wir punkten“, sagt John.

Burgdorfer Reserve reist mit Selbstvertrauen nach Berlin

Die ersten beiden Spiele hätten für die TSV Burgdorf II kaum unglücklicher verlaufen können. In Leipzig und gegen die HG Hamburg-Barmbek hatten die Jungrecken den Gegner jeweils bis zur 55. Minute im Griff – und stehen doch mit leeren Händen da. „Wir treten dennoch mit viel Selbstvertrauen an“, sagt Trainer Heidmar Felixson vor dem Kellerduell der Staffel Nordost am Samstag bei den Füchsen Berlin II (19.15 Uhr).

Mehr Sport aus der Region Hannover

Sein Optimismus wird auch nicht davon gebremst, dass der Kader wegen des taggleichen Spiels der ­A-Jugend etwas dünner besetzt ist. In der vergangenen Saison gab es eine ähnlich brenzlige Situation. „Und da haben wir in Berlin unsere Serie gestartet“, erinnert sich der Isländer. Im Vergleich zum Saisonstart gilt es nur Nuancen zu ändern. „Wir müssen cleverer sein“, fordert Felixson, der gegen die Barmbeker am Ende zu viele Ballverluste ohne Torwurf beobachtet hatte.