10. Oktober 2019 / 20:28 Uhr

Immer mehr Sachsen spielen Darts

Immer mehr Sachsen spielen Darts

LVZ-Sportbuzzer
Leipziger Volkszeitung
In Sachsen wird Darts immer beliebter. Der Sächsische Dartverband bietet eine Plattform für die Spieler.
In Sachsen wird Darts immer beliebter. Der Sächsische Dartverband bietet eine Plattform für die Spieler.
Anzeige

Mittlerweile haben sich auch in Mitteldeutschland feste Liga- und Vereinsstrukturen gebildet.

Anzeige
Anzeige

Leipzig. Der Dartsport bekommt auch in Mitteldeutschland immer mehr Zulauf. Mit der Mitteldeutschen Steeldartliga (MDSL) und dem Sächsischen Dartverband (SDV) wurden jetzt professionelle Strukturen geschaffen. Besonders im Januar haben Dartvereine viele neue Anmeldungen zu verzeichnen. Neujahrsvorsatz oder gibt es einen anderen Grund? „Im Dezember finden ja immer die PDC Weltmeisterschaften, die auch ziemlich prominent im Fernsehen laufen, statt. Im Anschluss daran haben viele Lust, sich selber auszuprobieren”, erklärt sich Norman Kiebler, der für die Ligaleitung der Mitteldeutschen Steeldartliga zuständig ist, das Phänomen.

Das Konzept der MDSL wurde in diesem Jahr neu ausgerichtet. Mittlerweile sind es 40 Teams mit 450 Spielern, die in sieben Ligen gegeneinander antreten. Begonnen hatte vor neun Jahren alles viel kleiner: „2010 wurde der Leipziger Bezirksfachausschuss gegründet und eine Liga mit vier Teams geschaffen”, erinnert sich Kiebler. Über die Jahre sei man immer weiter gewachsen, sodass auch Mannschaften aus Sachsen-Anhalt und Thüringen hinzukamen. „In letzter Zeit konnten so viele neue Spieler gewonnen werden, dass wir beschlossen haben, professionellere Strukturen zu schaffen.” Aus dem Leipziger Bezirksfachausschuss wurde die Mitteldeutsche Steeldartliga.

„So viele Mannschaften, wie wir Mitglieder”

Der einstige Kneipensport aus England hat schon lange dieses Image ablegen können. Vor tausenden von Zuschauern treten die besten Spieler der Welt gegeneinander an, es geht um viel Geld. Mit Max Hopp, der in Sachsen wohnt, und Martin Schindler hat Deutschland zwei Vertreter, die auf internationaler Ebene schon für Aufsehen sorgen konnten. So langsam kommt diese Entwicklung auch in Mitteldeutschland an. Der Sächsische Dartverband hat es sich zur Aufgabe gemacht, Dartspielern aus ganz Sachsen und Sachsen-Anhalt, die zur Zeit keinen eigenen Landesverband haben, eine Plattform zu bieten.

Mehr zum Sport in Leipzig

Mit anderen Verbänden, die schon länger bestehen, könne man aber noch nicht mithalten. „Ich vergleiche das immer gerne mit Bayern: Deren Verband hat ungefähr so viele Mannschaften, wie wir Mitglieder”, sagt Vizepräsident Stefan Glathe. Für die kurze Zeit, in der der Verband jetzt aber bestehe, sei der Zulauf enorm. In Zukunft will sich der SDV stärker auf die Nachwuchsarbeit konzentrieren. Glathe erklärt, dass „es viele Turniere im Jugendbereich gibt, bei denen wir eine größere Rolle spielen wollen.”

64 Starter bei der Dart-Fabrik Open

Kiebler und Glathe sind zudem Mitglied bei der Dart-Fabrik in Leipzig, entstanden ebenfalls erst in diesem Jahr mit dem Ziel der Professionalisierung. Teamkapitän Christoph Klämt erklärt, wie es zur Gründung kam: “Noch im letzten Jahr haben wir bei einem anderen Verein gespielt, dann fiel aber die Entscheidung, den Dartsport auf ein neues Level zu heben und die Dart-Fabrik zu gründen. So wurde auch eine neue Location gefunden, in der zwei mal die Woche trainiert wird.” In der MDSL spiele man vorne mit, Fernziel sei die Bundesliga.

Zuvor werden aber am 3. Oktober die ersten Dart-Fabrik Open ausgetragen. Nach der Ankündigung am Montag waren binnen 72 Stunden 57 der insgesamt 64 Plätze belegt. Ein weiteres Indiz für die steigende Popularität des Dartsports. Hendrik Schirner

ANZEIGE: 50% auf dein Winter-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Leipzig
Sport aus aller Welt