16. Dezember 2020 / 23:38 Uhr

Immer wieder Lewandowski: Bayern-Star ist Wolfsburgs Endgegner

Immer wieder Lewandowski: Bayern-Star ist Wolfsburgs Endgegner

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wieder Matchwinner gegen Wolfsburg: Robert Lewandowski.
Wieder Matchwinner gegen Wolfsburg: Robert Lewandowski. © Peter Schatz / Pool
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Er hat es schon wieder getan: Mit einem Doppelpack bescherte Bayern-Star Robert Lewandowski dem VfL Wolfsburg die erste Bundesliga-Pleite in dieser Saison - und ist damit der Endgegner der VfL-Serie.

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Was Voldemort für Harry Potter ist und Ernst Blofeld für James Bond - das ist Robert Lewandowski für den VfL. Doch im Gegensatz zu den Filmhelden blieb dem Wolfsburger Fußball-Bundesligisten mal wieder ein Happy End verwehrt. Im 28. Pflichtspielversuch bei den Bayern kassierte der VfL seine 26. Niederlage, und nicht zum ersten Mal war Torjäger Lewandowski dabei die entscheidende Figur. Beim 2:1-(1:1)-Sieg des FCB erzielte er beide Tore, nachdem Maximilian Philipp die Gäste in Führung gebracht hatte. Für Wolfsburgs Serie aus zuvor elf Liga-Partien ohne Niederlage war der Pole damit im wahrsten Sinne des Wortes der Endgegner.

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Nach einer Anfangsphase, in der der VfL auch höher als 1:0 hätte führen, war Lewandowski zweimal da. Erst per Kopf, dann nach der Pause mit einem kurzen Wackler gegen Maxence Lacroix und einem satten Abschluss ins kurze Eck. Von seinen jetzt 251 Bundesliga-Treffern erzielte der 32-Jährige 23 in 20 Spielen gegen Wolfsburg, darunter der legendäre Fünferpack beim 5:1-Sieg vor gut fünf Jahren. In der Geschichte der Liga traf mit Bayern-Bomber Gerd Müller nur ein Spieler häufiger gegen einen Gegner – 27 Mal gegen den HSV.

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Koen Casteels: In der ersten Halbzeit nicht oft gefordert, dann aber zur Stelle. Bei beiden Gegentoren machtlos. - Note: 3 ©

Die VfLer mussten nach der Partie einsehen, dass es mal wieder vor allem Lewandowski war, der sie scheitern ließ. „Was soll ich groß sagen, er ist halt der Beste“, meinte Xaver Schlager achselzuckend, für Wolfsburgs Torschützen Philipp ist der Münchner Kollege schlicht „der beste Spieler der Welt“. Und das bekommt er heute womöglich schriftlich – bei der Wahl zum Weltfußballer des Jahres.

Lewandowski erzielte zudem bereits zum siebten Mal in einem Spiel gegen Wolfsburg mehr als ein Tor – dabei hatte es vor allem in der Anfangsphase durchaus so ausgesehen, als wäre für den VfL viel mehr drin als nur Lob für einen couragierten Auftritt. „Es war ein guter Auftritt, wir wollten ja mutig nach vorn spielen“, so VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer, „wir haben auch nach dem Tor noch die eine oder andere Chance gehabt, umso bitterer, dass wir mit dem Halbzeitpfiff noch den Ausgleich kassiert haben.“ Und noch bitterer der zweite Gegentreffer, bei dem Maximilian Arnold im Mittelfeld wegrutschte – und ein Pass von Jerome Boateng übers halbe Feld bei Lewandowski landen konnte.


Der VfL hat nun zum ersten Mal in dieser Saison ein Liga-Spiel verloren, muss in der Tabelle wieder Borussia Dortmund vorbeiziehen lassen und ist Fünfter. Das wäre er auch geblieben, wenn es für ein Remis in München gereicht hätte und die Serie mit Spielen ohne Niederlage weitergegangen wäre. Ausgerechnet Lewandowski-Landsmann Bartosz Bialek hätte dafür sorgen können, als ihn Wout Weghorst fünf Minuten vor Spielende freispielte. Doch der VfL-Joker scheiterte aus kurzer Distanz an einem überragend parierenden Manuel Neuer – der damit auf seine Art an diesem Abend auch eine Art Endgegner für die Wolfsburger war.