09. Juli 2019 / 13:51 Uhr

In der Familie von Grizzlys-Goalie Chet Pickard gibt es gleich zwei Torhüter

In der Familie von Grizzlys-Goalie Chet Pickard gibt es gleich zwei Torhüter

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Verschiedene Wege gegangen: Während Torhüter Chet Pickard (l.) in der neuen Saison bei den Grizzlys Wolfsburg spielt, ist Bruder Calvin in der NHL ein Ass. Dort steht er ab kommender Saison bei den Detroit Red Wings unter Vertrag.
Verschiedene Wege gegangen: Während Torhüter Chet Pickard (l.) in der neuen Saison bei den Grizzlys Wolfsburg spielt, ist Bruder Calvin in der NHL ein Ass. Dort steht er ab kommender Saison bei den Detroit Red Wings unter Vertrag.
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Ungewöhnlich: In der Familie von Chet Pickard, dem neuen Goalie der Grizzlys Wolfsburg, gibt es gleich zwei Torhüter. Neben ihm steht auch sein Bruder Calvin zwischen den Pfosten - und das in der NHL.

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Die Grizzlys Wolfsburg hoffen in der neuen Saison wieder auf einen echten Torwart-Zweikampf. Felix Brückmann, dessen Ausfall vergangene Saison ein Loch gerissen hatte, ist wieder fit. Und er wird sich mit einem Meister-Keeper um den Platz im Tor streiten: Chet Pickard. Und der kennt sich mit Torhütern bestens aus. Denn auch sein Bruder Calvin ist ein Ass, ein NHL-Torwart. Zwei Keeper in der Familie. Ungewöhnlich.

Im Feld spielende Brüder sind weitaus häufiger – oder, dass ein Bruder im Tor spielt und der andere im Feld. „Ja, das ist schon selten“, sagt Pickard über die Konstellation in seiner Familie, „aber wir haben uns eigentlich nie Gedanken darüber gemacht.“ Erblich vorbelastet waren sie auch nicht. Chet Pickard: „Unser Vater war kein Spieler.“ Die Söhne aber gingen aufs Eis. „Wir waren erst einmal beide Feldspieler“, erinnert er sich.

In der ersten Runde gedraftet

Aufgrund des Altersunterschiedes von zwei Jahren spielten sie in Ligen nie gegeneinander und entschieden sich übrigens in ganz unterschiedlichem Alter dafür, ins Tor zu gehen – und da entwickelten sie ein Riesentalent. Chet Pickard war für die Tri-City-Americans in der WHL ein Starspieler. Er wurde ein Erstrunden-Draft für die Nashville Predators, schaffte den Durchbruch nicht. Er kann damit umgehen. „Natürlich kommen Nachfragen, warum es nicht gereicht hat, ist doch klar.“ Er sagt: „Das Fenster, in dem man den Durchbruch schaffen muss, ist klein. Vielleicht waren auch falsche Entscheidungen dabei.“ Als Profi schaut er nach vorn. Und freut sich, „dass es der Bruder gepackt hat: „Das ist großartig“.

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Der Einbau der neuen Schutzverglasung in der Eis-Arena läuft auf vollen Touren. © Jürgen Braun
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Dank deutscher Vorfahren hat Chet Pickard einen deutschen Pass. Die vergangenen zwei Jahre verbrachte Pickard in Mannheim, war ein Baustein beim Titelgewinn der Adler: sein Gegentorschnitt – mit 1,96 in 24 Partien – besser als der von Nummer 1 Dennis Endras, der in den Play-Offs spielte.

Logisch, dass sich Pickard die Chance auf mehr Spiele in Wolfsburg ausrechnet, jedoch sagt er auch ganz klar: „Wir sind Wettkämpfer, jeder will spielen, aber wenn man im Team etwas erreichen will, braucht man zwei gute Torhüter.“ Wie Mannheim sie hatte.

Bekannte Gesichter für Chet Pickard

Pickard, der als absoluter Teamplayer gilt, war mit Kanada Junioren-Weltmeister, aber „in Mannheim war es meine erste Meisterschaft in einer Liga. Und das“, so sagt er, „das ist etwas ganz anderes, die Erinnerungen aus Mannheim sind für immer. Und: Das weckt Hunger, das will ich wieder erreichen.“ Über Wolfsburg informierte er sich beim Ex-Grizzlys-Trainer Gespann Pavel Gross/Mike Pellegrims. Er freut sich auf die neue Aufgabe. Und er kennt einige Mitspieler gut. Garrett Festerling, der ebenfalls aus Mannheim kam. Und den früheren Iserlohner Ryan Button, der über München zu den Grizzlys stößt. Pickard: „Dass er kommt, hat mich sehr gefreut, denn seine und meine Frau sind sehr gut befreundet.“ Gut befreundet ist er auch mit seinem Bruder, mit dem er im Moment daheim Trainingseinheiten absolviert. Aber obwohl beide Torhüter sind, reden sie nicht so viel über Eishockey – und wenn, dann weniger „über das technische, mehr über mentale Dinge.“

Und demnächst reden sie wahrscheinlich über Deutschlands Shooting-Star Moritz Seider. Denn der Verteidiger war mit Chet Pickard in Mannheim Meister geworden. Er wurde im Draft von den Detroit Red Wings gezogen, könnte bald für sie zum Einsatz kommen. Und ebenfalls nach Detroit (von den Arizona Coyotes) gewechselt: Calvin Pickard. „Dass er so hoch gedraftet wurde, großartig. Er ist ein guter Junge. Ich habe mit Seids noch nicht wieder gesprochen“, so Chet, „Ich bin sehr gespannt, was die beiden mir so von den Wings berichten werden.“

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