11. April 2022 / 17:21 Uhr

In der Nachspielzeit: Comebacker Bose schießt den PSV Rostock zum Sieg

In der Nachspielzeit: Comebacker Bose schießt den PSV Rostock zum Sieg

Ben Brümmer
Ostsee-Zeitung
Oliver Dolch entwischt in dieser Situation dem Wöpkendorfer Rainer Müller (r.).
Oliver Dolch entwischt in dieser Situation dem Wöpkendorfer Rainer Müller (r.). © Johannes Weber
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Landesklasse I: Der PSV feiert in letzter Sekunde einen 2:1-Erfolg gegen die SG Wöpkendorf. Coach Damerau lobt Moral seines Teams.

Dramatik pur! In der Fußball-Landesklasse I gelang es dem PSV Rostock am Sonntag beim 2:1-Heimerfolg gegen die SG Wöpkendorf kurz vor dem Ende für den Lucky Punch zu sorgen. PSV-Comebacker Martin Bose, der zur Winterpause eigentlich sein Karriereende bekanntgegeben hatte, bei den Rostockern aber aufgrund ihrer angespannten Personalsituation aushalf, netzte in der Nachspielzeit zum vielumjubelten Siegtreffer ein.

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"Der Sieg und die drei Punkte sind das A und O", meinte Dennis Damerau. Der PSV-Coach resümierte die Partie wie folgt: "Leistungstechnisch war es für uns ein Schritt nach vorne. Ergebnistechnisch war es aufgrund der zahlreichen liegengelassenen Chancen zu wenig, sodass es bis zum Schluss spannend blieb."

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Dabei begann die Begegnung für die Rostocker so vielversprechend. Lucca Brüning spitzelte das Spielgerät in der 2. Minute, nach einem langen Ball über die Kette, am SGW-Keeper vorbei zur 1:0-Führung für die Hausherren. Auch anschließend spielten die Gastgeber auf Angriff. Ein weiterer Treffer bis zur Pause sollte jedoch nicht mehr fallen.

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Nach dem Seitenwechsel bekamen die Wöpkendörfer dann einen Foulelfmeter von Schiedsrichter Frank Hübner zugesprochen. Maximilian Becker verwandelte diesen zum 1:1 (62.). Der Ausgleich sorgte für Aufregung bei Damerau: "Für mich war der Elfer unberechtigt. In meinen Augen gab es zuvor ein nicht geahndetes Stürmerfoul." Der PSV-Coach räumt ein, dass dabei aber "sicherlich jeder eine andere Ansicht" hat.

Unbeeindruckt vom Ausgleich spielten die Kicker vom Damerower Weg anschließend weiter munter auf Angriff. Bis zur Nachspielzeit dauerte es, ehe Bose den Ball nach einem Steckpass zwischen Außen- und Innenverteidiger in die kurze Ecke zum 2:1-Siegtreffer einschob. "Die Willensleistung des Teams war löblich", freute sich Damerau und ergänzte: "Wir haben nach dem 1:1 gut reagiert, zusammengestanden und das Siegtor schließlich mit guter Moral erzwungen."

Weiter geht es für den PSV Rostock schon am Donnerstag. Dann sind sie ab 19 Uhr bei der SG Warnow Papendorf zu Gast. Die SG Wöpkendorf empfängt am Sonnabend ab 14 Uhr die LSG Elmenhorst.

PSV Rostock: Eggert - Walter, Anke, Kühl, Krüger (75. Kirchenberg/90. +2 Graf), Brüning, Gliniors (65. Bose), Stegmann, Dolch, Kappis, Murselaj (75. Machatsch).
SG Wöpkendorf: Kracht (77. Corth) - Becker, Barthels, Höhn (89. L. Korth), Fürstner (77. Schröder), Töllner, Slomski, Müller, Nacke, Lehwald (46. Penndorf), Meier.
Tore: 1:0 Brüning (2.), 1:1 Becker (62./FE), 2:1 Bose (90. +1).
Schiedsrichter: Frank Hübner.
Zuschauer: 50.