28. Februar 2021 / 21:57 Uhr

In Landshut: Dresdner Eislöwen verlieren ein „vogelwildes Spiel“

In Landshut: Dresdner Eislöwen verlieren ein „vogelwildes Spiel“

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Landshuts Marcus Power erzielt den 4:4-Ausgleich. Dresdens Torwart Riku Helenius muss den Puck passieren lassen.
Landshuts Marcus Power erzielt den 4:4-Ausgleich. Dresdens Torwart Riku Helenius muss den Puck passieren lassen. © Georg Gerleigner
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Die Mannschaft von Trainer Andreas Brockmann verspielt in Landshut eine 4:2-Führung und kehrt mit leeren Händen nach Dresden zurück. Ab dem Mitteldrittel kommt Landshut immer mehr ins Spiel und bestraft die Fehler der Eislöwen.

Landshut/Dresden. Für die Dresdner Eislöwen hat es wieder nicht zu einem Sechs-Punkte-Wochenende gereicht. Nach dem Sieg in Bad Tölz verspielten die Elbestädter beim EV Landshut nach einem guten ersten Drittel eine 4:2-Führung und gingen am Ende mit 5:8 (4:2, 0:2, 1:4) baden. „Es war ein vogelwildes Spiel von der ersten bis zur 60. Minute mit vielen Fehlern auf beiden Seiten. Nach dem 3:4 haben wir nur noch vogelwild gespielt – und es ging gar nichts mehr zusammen. Es tut weh, denn wenn man auswärts fünf Tore schießt, sollte das eigentlich zum Sieg reichen. Doch es war eine katastrophale defensive Leistung und da kann man auch nicht gewinnen“, schätzte Trainer Andreas Brockmann ein.

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Rupprich glückt früh das 1:0

Dabei hätten sich die Dresdner keinen besseren Start wünschen können. Kaum war der Puck im Spiel, erkämpfte sich Steven Rupprich die Scheibe und netzte nach 57 Sekunden zum 1:0 ein. Drei Minuten später schlugen die Gastgeber zurück. Der Ex-Dresdner Arturs Kruminsch passte auf den freien Nicolas Sauer, der über die Fanghand von Riku Helenius den Puck zum 1:1 (4.) in die Maschen beförderte.

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Aber das muntere Scheibenschießen ging weiter. Gerade einmal 30 Sekunden danach scheiterte zunächst Toni Ritter an Dimitri Pätzold, doch Tom Knobloch nutzte den Abpraller zur 2:1-Führung (4.). EVL-Trainer Leif Carlsson wollte ein Zeichen setzten und tauschte schon in der 6. Minute seine Keeper – für Pätzold kam Jaroslav Hübl ins Gehäuse. Wenig später gelang den Hausherren der 2:2-Ausgleich durch Drew Melanson (8.). Die Eislöwen ließen sich jedoch nicht beeindrucken, schlugen erneut zurück. Louis Trattner setzte sich erst gegen einen Gegenspieler durch und nutzte seine Chance perfekt, sorgte mit dem 3:2 (9.) wieder für die Dresdner Führung. Das Tor beflügelte den 23-Jährigen offensichtlich, denn in der 15. Minute war er erneut zur Stelle und ließ auch diesmal Hübl keine Chance. Mit der 4:2-Führung ging es in die Pause.

Dresdner lassen Überzahlspiel ungenutzt

Das Mitteldrittel startete mit einem Powerplay der Blau-Weißen. Aber Zählbares sprang dabei nicht heraus. Obwohl sich die Gastgeber nun weitere Strafzeiten leisteten und die Brockmann-Schützlinge über sieben Minuten in Überzahl spielen konnten, vermochten sie kein Kapital daraus zu schlagen. „Das war alles viel zu harmlos“, monierte Andi Brockmann später und sah zu Recht darin den „Wendepunkt im Spiel“.

Dass die Dresdner die Möglichkeit, die Partie vielleicht frühzeitig zu entscheiden, verstreichen ließen, sollte sich dann bitter rächen. Nun starteten die Werdenfelser ihre Aufholjagd. Einen Fehler der Eislöwen im Spiel vier gegen vier bestraften die Hausherren postwendend. Zach O´Brien fing die Scheibe ab und Robin Weihager besorgte den 3:4-Anschluss (29.). Erneut über Zach O´Brien wurde zwei Minuten später der nächste Treffer eingeleitet. Marcus Power vollendete zum 4:4-Ausgleich (31.). Vor der Pause verpasste Alexander Dotzler in einem weiteren Powerplay mit einem Pfostenschuss den Führungstreffer für die Gäste. Dennoch war noch alles offen.

Doch ausgerechnet Arturs Kruminsch leitete nach einem Puckverlust der Dresdner mit dem 5:4 (43.) das blau-weiße Debakel ein. O´Brien baute drei Minuten später den Vorsprung auf 6:4 (46.) aus, und Maximilian Brandl brachte den EVL mit dem 7:4 (50.) endgültig auf die Siegerstraße. Zwar brachte der von Louis Trattner eingeleitete Treffer zum 5:7 (51.), der Nick Huard gutgeschrieben wurde, noch einmal einen Funken Hoffnung, aber die machten sich die Blau-Weißen mit einer Strafzeit nach der anderen selbst zunichte. Kruminsch setzte mit dem 8:5 (59.) in doppelter Überzahl endgültig den Schlusspunkt. Weiterer Wermutstropfen: Bei Elvijs Biezais brach eine alte Unterkörperverletzung auf und so musste der Lette schon Mitte des zweiten Drittels raus.