20. Mai 2021 / 17:01 Uhr

In neuem Bus: Turbine Potsdam will drei Punkte aus Bremen mitbringen

In neuem Bus: Turbine Potsdam will drei Punkte aus Bremen mitbringen

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Turbine-Kapitänin Merle Barth (r.) und ihr Team freuen sich über einen neuen Mannschaftsbus.
Turbine-Kapitänin Merle Barth (r.) und ihr Team freuen sich über einen neuen Mannschaftsbus. © Mirko Jablonowski
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Frauen-Bundesliga: Im vorletzten Spiel der Saison 2020/21 gastiert der 1. FFC Turbine Potsdam am Sonntag beim SV Werder Bremen und tritt die Reise an die Weser in einem neuen Mannschaftsbus an.

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"Der Kofferraum bietet auf jeden Fall genug Platz für drei Punkte im Gepäck", war sich Merle Barth am Donnerstagvormittag sicher. Auf dem Vorplatz des Potsdamer Kongresshotels bekam die Kapitänin des Frauen-Fußball-Bundesligisten 1. FFC Turbine Potsdam zusammen mit ihren Mannschaftskolleginnen und dem Trainerteam vom langjährigen Turbine-Partner regiobus Potsdam Mittelmark GmbH einen neuen Mannschaftsbus übergeben.

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Der fahrbare Untersatz überzeugt durch ein schickes Design: So sind auf der Rückseite die zahlreichen Erfolge des Vereins nach der politischen Wende verewigt. Dass die DDR-Titel fehlen, fiel dem Ehrenpräsidenten und langjährigen Erfolgscoach, Bernd Schröder, aber natürlich sofort auf. Auf den Tag genau vor elf Jahren gewann Turbine unter seiner Regie im spanischen Getafe in einem packenden Champions-League-Finale gegen Olympique Lyon den Pokal.

In Bildern: Am 20. Mai 2010 gewinnt Turbine Potsdam die Champions-League.

Der 1. FFC Turbine Potsdam bezwang am 20. Mai 2010 in Getafe im Champions-League-Finale den französischen Club Olympique Lyon mit 7:6 nach Elfmeterschießen. Anschließend gab es eine Party und vier Tage später einen großen Empfang auf dem Luisenplatz. Zur Galerie
Der 1. FFC Turbine Potsdam bezwang am 20. Mai 2010 in Getafe im Champions-League-Finale den französischen Club Olympique Lyon mit 7:6 nach Elfmeterschießen. Anschließend gab es eine Party und vier Tage später einen großen Empfang auf dem Luisenplatz. © Jan Kuppert und Detlev Scheerbarth/MAZ

Von solch großen Erfolgen ist die aktuelle Mannschaft um Chefcoach Sofian Chahed noch ein gutes Stück entfernt - trotz des jüngsten 2:1-Erfolgs im Prestigeduell mit Eintracht Frankfurt. "Diesen Schwung wollen wir mitnehmen und aus den letzten beiden Saisonspielen sechs Punkte holen", sagt Chahed vor dem Saisonfinale. Bevor es in diesem am 6. Juni (14 Uhr, Karl-Liebknecht-Stadion) gegen die SGS Essen zur Sache geht, gastieren die Potsdamerinnen am Sonntag (13.30 Uhr) beim SV Werder Bremen.



Gegen den Aufsteiger von der Weser tat sich der 1. FFC Turbine bereits im Hinspiel, welches nach zwei Spielabsagen erst Anfang März in Potsdam stattfand, beim 0:0 sehr schwer. "Vom Kopf her war das Spiel gegen Frankfurt im Endspurt das leichteste", weiß Chahed. "In solchen Duellen ist jede Spielerin voll motiviert. Wenn wir die Leistung gegen Frankfurt aber auch am Sonntag in Bremen abrufen, bin ich optimistisch, dass wir da drei Punkte holen."

Auf diese Reise Richtung Weser machen sich Chahed und sein Team bereits am Samstag - natürlich im nagelneuen Bus. "Das ist für uns eine super Sachen und wir sind sehr dankbar, dass wir solch ein Schmuckstück zur Verfügung gestellt bekommen - das ist nicht selbstverständlich", weiß der ehemalige Bundesliga-Profi. Früher, als er als Spieler selbst für Hertha BSC und Hannover 96 auflief, habe er bei längeren Auswärtsfahrten im Bus vor allem Karten gespielt oder Filme geschaut. "Als Trainer ist das natürlich etwas anderes."

So führe er auf den Reisen, auf denen ihm bislang aber weder als Aktiver noch als Coach mal eine Panne widerfahren ist ("Toi toi toi, dass das auch so bleibt.") durchaus das ein oder andere Einzelgespräch oder gehe nochmal Stärken und Schwächen des kommenden Gegners durch. "Die Vorbereitung an sich ist aber natürlich vor der Abfahrt abgeschlossen, das wäre sonst schlecht." Aufgrund der guten technischen Ausstattung des neuen Gefährts könne man zukünftig auf der Rückfahrt zum Beispiel schon die gerade absolvierte Partie für alle abspielen: "Da geht es noch nicht um die tiefe Analyse, aber schon darum, ein Gefühl für das Spiel zu bekommen. Wir sind jedenfalls sehr froh, diese Möglichkeiten zu haben und werden sehen, wie wir sie in Zukunft nutzen werden."