13. Februar 2020 / 21:08 Uhr

In Norderstedt gegen FC St. Pauli II: VfB Lübeck startet Aufholjagd auf die U23-Wölfe

In Norderstedt gegen FC St. Pauli II: VfB Lübeck startet Aufholjagd auf die U23-Wölfe

Jürgen Rönnau
Lübecker Nachrichten
Angriffslustig: Yannick Deichmann und der VfB wollen gegen den FC St. Pauli II einen ersten wichtigen Schritt in Richtung Spitzenreiter VfL Wolfsburg II machen.
Angriffslustig: Yannick Deichmann und der VfB wollen gegen den FC St. Pauli II einen ersten wichtigen Schritt in Richtung Spitzenreiter VfL Wolfsburg II machen. © 54°/Koenig
Anzeige

Trotz Sturmtief Sabine: Grünes Licht für den Anpfiff - Trainer Landerl hält den Kader bis zuletzt geheim

Anzeige

Der VfB Lübeck hat sich konzentriert auf den Punkt genau vorbereitet, hat sich personell nochmal verstärkt, ist bereit, den Tabellenführer der Regionalliga VfL Wolfsburg II zu attackieren. An diesem Freitag um 18.30 Uhr startet im Edmund-Plambeck-Stadion in Norderstedt mit der Nachholpartie gegen den FC St. Pauli II die Jagd auf die U23- „Wölfe“. 90 Spielminuten später soll der Abstand in der Tabelle auf nur noch einen Zähler reduziert sein.

Spiel steigt trotz Sturmtief "Sabine"

Die Austragung der Partie stand aber lange auf der Kippe. „Sabine“ hatte nicht nur Sturm, sondern auch sehr viel Regen über das Land gebracht – zuviel zum Beispiel für die Lohmühle. „In unserem Stadion hätte auf gar keinen Fall gespielt werden können“, sagte VfB-Goalgetter Ahmet Arslan, „da ist uns das Wasser vom Platz fast in die Kabinen gelaufen.“ Auf einem Facebookfoto dokumentierte der VfB die Sintflut auf der Lohmühle – und fragte immer wieder in Norderstedt die Wasserstandsmeldungen ab. Erst am Donnerstag um 17.20 Uhr kam dann die erlösende Botschaft: Es sieht gut aus, es kann gespielt werden – wenn alles bleibt, wie es ist.

Abschlusstraining "in vertrauter Umgebung"

Der VfB hatte das Abschlusstraining vom Ausweichgelände am Torfmoor, wo Eintracht Groß Grönau wegen der besseren Platzbedingungen wiederholt Asyl gewährt hatte, zurück nach Hause auf dem Lohmühlen-Nebenplatz verlegt. Trainer Rolf Landerl begründete: „Wir wollten unsere normalen Abläufe in unserer vertrauten Umgebung haben. Der Boden war zwar tief, aber für unsere Übungen war das okay.“

Vier Spieler werden am Freitag noch gestrichen

Wer nun die kurze Auswärtstour nach Norderstedt mitmachen darf, das ließ der Coach noch offen – die Spannung wird so für jeden Einzelnen hoch gehalten. Erst nach dem „Anschwitzen“, das um 10 Uhr angesetzt ist, wir der Fußballlehrer einem seiner drei Torleute und drei Feldspielern eröffnen müssen, dass sie nicht zum 19er-Kader gehören, mit dem die Grün-Weißen in die Restrückrunde gehen.

VfB Lübeck: Zeigt her eure Füße...

Elegante Ballführung - das sind die Füße von... Zur Galerie
Elegante Ballführung - das sind die Füße von... ©

Berücksichtigen muss Landerl allerdings stets ein paar Regularien, die in der Regionalliga gelten: maximal drei Spieler im Kader dürfen „Nicht-EU-Ausländer“ sein (diese Positionen besetzen US-Boy Ryan Malone, der Südkoreaner Dongsu Kim und der Albaner Elsamed Ramaj) – zudem müssen mindestens vier Spieler auf dem Kaderbogen stehen, die jünger als 23 Jahre alt sind und die für eine DFB-Mannschaft spielberechtigt wären (beim VfB sind das Malte Schuchardt, Tim Weißmann, Sören Lippert, Hendrik Bombek und Miguel Fernandes).

VfB-Startelf in 2020? "Jeder hat's selbst in der Hand"

Wie die erste VfB-Startelf 2020 aussehen könnte, dazu möchte Landerl nichts sagen – aber er verweist immer gern auf sein „bewährtes Team“. Und so gibt es eigentlich nur eine vakante Position: wer darf über links angreifen? Darf ein Neuzugang seine Debüt geben? Heimkehrer Morten Rüdiger vielleicht? Oder der schnelle Elsamed Ramaj? Landerl: „Wir haben keine Versprechungen bei den Verpflichtungen gemacht. Es kommt allein auf die Leistung an – jeder hat’s selbst in der Hand.“

Mehr vom VfB Lübeck

Zweitliga-Quintett "pusht" Pauli-Kader

Gegen Paulis Zweite spielt der VfB eigentlich ganz gern, verlor von 21 Duellen bisher nur zwei. Aber Landerl warnt: „Das ist eine andere St. Pauli-U23 als noch im Herbst letzten Jahres, da hat sich einiges geändert.“ Er meint damit das Quintett Ersin Zehir, Marc Hornschuh, Yi-Young Park, Jakub Bednarczyk und Florian Carstens, die aus dem Zweitligakader nach unten verbannt worden sind und die Qualität der Mannschaft von Trainer Joachim Philipkowski verbessert haben dürfte. Nochmal Landerl: „Das darf uns aber nicht interessieren. Wir machen unser Ding. Es soll der erste Stepp sein, unser großes Ziel zu erreichen.“ Damit meint er natürlich den Aufstieg in die 3. Liga – ohne, dass der Trainer dies ausspricht.

Vor dem Spiel

VfB-Kader: Raeder, Schuchardt, Gommert – Riedel, Halke, Kim, Malone, Grupe, Weißmann, Lippert, Bombek, Thiel, Matovina, Mende, Deichmann, Rüdiger, Arslan, Erkilinc, Ramaj, Fernandes, Hebisch, Hobsch, Parduhn (ein Torwart und drei Feldspieler werden Freitag nach dem „Anschwitzen“/10 Uhr noch gestrichen

*Schiedsrichter: *Eric Müller (29/aus Bremen, pfiff bisher sieben Spiele mit VfB-Beteiligung, davon vier Siege und schon 33 mal 3. Liga). Assistenten sind Sebastian Berger und Christopher De Vries

Anstoß: Freitag, 14.2., 18.30 Uhr, Edmund-Plambeck-Stadion (Ochsenzoller, Norderstedt)