22. März 2021 / 15:23 Uhr

In Sachen Vogel: Popp wünscht sich klare Ansagen vom DFB-Boss!

In Sachen Vogel: Popp wünscht sich klare Ansagen vom DFB-Boss!

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Der Chef ist gefordert: Alexandra Popp wünscht sich klare Ansagen von DFB-Präsident Fritz Keller.
Der Chef ist gefordert: Alexandra Popp wünscht sich klare Ansagen von DFB-Präsident Fritz Keller. © Roland Hermstein
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"Jetzt reicht es halt einfach mal!" Alexandra Popp, Kapitänin des VfL Wolfsburg und der deutschen Nationalmannschaft, hat in Sachen Heiko Vogel klare Worte von DFB-Präsident Fritz Keller gefordert.

Im Sexismus-Skandal um Heiko Vogel hat Alexandra Popp, Kapitänin des VfL Wolfsburg und der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, noch einmal nachgelegt - und klare Worte von DFB-Präsident Fritz Keller gefordert. "Da erwarten wir vom Chef, dass der Haltung zeigt und das Ganze dementsprechend auch angeht", sagte Popp im Deutschlandfunk.

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Vogel, Trainer der U23 bei Borussia Mönchengladbach, wurde nach beleidigenden Worten gegenüber zwei Schiedsrichter-Assistentinnen mit einer Geldstrafe und einer Sperre belegt, bekam dazu vom Westdeutschen Fußball-Verband die Auflage, Trainingseinheiten von Frauen-Teams zu leiten. Gegen diese sexistische Form der "Strafe" regt sich mittlerweile bundesweiter Protest, unter anderem haben die Spielerinnen der 1. und 2. Liga in einem offenen Brief scharfe Kritik geübt.

Dass die Einheiten mit Fußballerinnen laut Gladbach-Manager Max Eberl eher ein Angebot Vogels als eine Strafe waren, mache das Ganze nicht besser, so Popp. Die 29-Jährige weiter: "Ich persönlich hätte keine Lust auf ein Training mit Heiko Vogel, um ehrlich zu sein." Denn die Spielerinnen würden bei so einem Trainer sozusagen "auf der niedrigeren Stufe stehen" . Es könnte sein, dass das Training "jetzt nicht mit böser Absicht angeboten wurde". Diskriminierend bleibe der Vorgang dennoch - und mit dem offenen Brief setzten sich die Fußballerinnen darum zur Wehr: "Wir sind mittlerweile an einem Punkt angekommen, wo wir Spielerinnen das einfach nicht mehr mit uns machen lassen wollen. Jetzt reicht es halt einfach mal."

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Nun sei eine klare Stellungnahme des DFB gefordert. Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg habe zwar bereits Verständnis für den Prostet geäußert, aber das sei "jetzt nicht die Haltung gewesen, die wir uns versprechen", erklärte Popp. Mit einer klaren Ansage des Präsidenten Keller könne nun den Spielerinnen der Rücken gestärkt werden, denn das passiere "bisher noch nicht so wirklich". Und Popp fügte hinzu: "Was ich – und ich glaube auch alle anderen Spielerinnen – gut finden würden: Wenn sich Herr Vogel auch mal in der Öffentlichkeit entschuldigen würde."