07. November 2021 / 19:53 Uhr

In Unterzahl gelingt dem VfB Peine der Ausgleich nicht mehr

In Unterzahl gelingt dem VfB Peine der Ausgleich nicht mehr

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
VfBer Murat Kar (am Ball) ist auf dem Weg zum gegnerischen Tor, Constantin Schlote (rechts) schaltet sich in den Angriff ein.
VfBer Murat Kar (am Ball) ist auf dem Weg zum gegnerischen Tor, Constantin Schlote (rechts) schaltet sich in den Angriff ein. © Ralf Büchler
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Zum Auftakt der Abstiegsrunde der Bezirksliga 2 haben alle drei Peiner Mannschaften verloren. Knapp war es beim VfB Peine, der 1:2 gegen Kralenriede verlor, und beim SV Arminia Vechelde, der eine 2:1-Führung aus der Hand gab. 

Am ersten Spieltag der Abstiegsrunde gab es für die Peiner Fußball-Bezirksligisten nichts zu holen. So musste sich der VfB Peine dem SV Kralenriede trotz einer ansprechenden Leistung 1:2 geschlagen geben. Ein 2:1-Pausenführung verspielten die Vechelder, die dem FC Wenden 2:3 unterlagen. Viktoria Woltwiesche verlor gegen die Zweite der Freien Turner mit 0:2.

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VfB Peine – SV Kralenriede 1:2 (1:1). VfB-Trainer Bünyamin Tosun hatte nach dem Schlusspfiff an den Seinen kaum etwas zu kritisieren. „Einsatz und Engagement haben voll gestimmt. Das einzige was bei uns fehlte, war die Kaltschnäuzigkeit im gegnerischen Strafraum.“

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Während der Anfangsphase der ersten Hälfte tasteten sich beide Gegner ab, ehe die Braunschweiger Oberwasser bekamen und einen Fehler der VfB-Deckung zur 1:0-Führung (26.) nutzten. Anschließend befreiten sich die Gastgeber vom Druck und verpassten den Ausgleich nach einem Lattenkopfball von Timo Otte nur knapp. Kurz vor der Pause zielte Emin Caliskan besser, er traf zum 1:1.


Nach dem Wechsel brachte eine Rote Karte gegen Robert Solomun (56.) die Peiner etwas aus dem Konzept. „Das war eine harte Entscheidung, denn Robert hat seinen Gegenspieler nur gerempelt“, meinte Tosun, dessen Mannschaft es acht Minuten später nicht vermochte, Kralenriedes Joshua Haase zu stoppen, der nach einem Alleingang über 40 Meter zum 2:1 traf.

„Doch wir gaben nicht auf. Und das in Unterzahl“, lobte Tosun. Und tatsächlich: Seine Mannschaft zeigte Biss in den Zweikämpfen und kombinierte sich mehrfach gekonnt in den Gäste-Strafraum. „Doch leider kam im Sechzehner der letzte Pass nicht an“, bedauerte Tosun, der die Niederlage als nicht tragisch ansieht. „Denn Kralenriede zählt für mich zu den stärksten Gegnern der Gruppe.“

Tore: 0:1 Thormeyer (26.), 1:1 Kar (44.), 1:2 Haase (64.).

VfB Peine: Richter – Yaman (88. Lenz), Otte, Solomun, Schreiber (88. Said), Saliba (46. Sassi), Belaiech (68. Adam), Bytyci, Caliskan (82. Förster), Schlote, Kar.

Viktoria Woltwiesche – Freie Turner Braunschweig II 0:2 (0:2). „Über 90 Minuten gesehen geht der Sieg der Braunschweiger in Ordnung, Sie ließen den Ball gut laufen, waren die zwei Tore besser“, räumte Viktoria-Trainer Frank Langemann ein.

Sein Plan, so lange wie möglich ein 0:0 zu halten, war bereits nach vier Minuten gescheitert. Braunschweigs Julian-Lukas Pohlai traf nach einer Ecke per Kopf. „Dabei sind unsere Spieler nicht hochgegangen, einer verließ sich auf den anderen“, tadelte Langemann. Vermeidbar gewesen sei auch das zweite Gegentor, das nach einem Abstimmungsfehler zwischen Woltwiesches Torwart Christoph Klein und seinen Innenverteidigern fiel.

„Nach dem 0:2 wurden wir besser, gestalteten das Spiel offen. Kurz vor der Pause vergaben wir eine Riesenchance zum Anschlusstreffer“, verwies der Viktoria-Trainer darauf, dass sich Marvin Mühl nach einer gelungenen Kombination aus freier Position einen Fehlschuss leistete.

Im zweiten Abschnitt blieben die Woltwiescher gegen die feldüberlegenen Gäste dran. „Bei Balleroberung spielten wir immer mutig nach vorn. Doch im Strafraum fehlte uns das letzte Quäntchen Glück“, bilanzierte Langemann, der zuversichtlich ist, dass sich seine Mannschaft in den kommenden Partien steigern wird.

Tore: 0:1 Pohlai (4.), 0:2 Algin (28.)

Viktoria Woltwiesche: Klein - Herberg (65. Forth), Stark, Ben Langemann (65. Vilonin), Baron, Bremer (79. Loock), Mühl, Dustin Peschelt, Müller, Bünger, Kudlek (46. Daniel Peschelt).

Arminia Vechelde – FC Wenden 2:3 (2:1). Bis zur Pause lief es gut für die Arminia. Zwar hatte das Team in der 9. Minute das 0:1 kassiert, dann aber das Zepter in die Hand genommen und war 2:1 in Führung gegangen. Beim Ausgleich hatte Jannis Bock aufs Tor geköpft und im folgenen Getümmel reagierte Marius Giesemann am schnellsten. Die Führung erzielte nur drei Minuten später Fisnik Kajolli, der den Ball nach einem Freistoß in den Winkel köpfte.

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„Leider kamen wir schläfrig aus der Kabine“, sagte Giesemann. Vor dem 2:2 verloren die Arminen den Ball in der Vorwärtsbewegung. „Das Gegentor führte zu einem Bruch im Spiel bei uns“, sagte Giesemann. „Wir erarbeiteten uns danach kaum noch eine Chance.“

Wenden dagegen „wurde griffiger“ – und hatte Glück. Vor dem Führungstreffer setzte sich ein Wendener gegen drei Arminen außen durch, spielte den Ball vor das Tor, wo ihn Phil Conor Mey unglücklich ins eigene Tor lenkte.

Tore: 0:1 Deka (9.), 1:1 Giesemann (21.), 2:1 Fisnik Kajolli (24.), 2:2 Deka (64.), 2:3 Mey (67., ET).

Arminia Vechelde: Knigge – Bock, Scharenberg, Schell (84. Klein), Krenz, Kunz, Giesemann, Heyne (64. Mey), Bacaksiz, Fisnik Kajolli(64. Matejasik), Fidan Kajolli (64. Omelan).

Von Jürgen Hansen und Matthias Press