14. Februar 2021 / 13:53 Uhr

In Wolfsburg geht's los: Bis Saisonende mehr Frauenfußball live im TV und im Stream zu sehen!

In Wolfsburg geht's los: Bis Saisonende mehr Frauenfußball live im TV und im Stream zu sehen!

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Die Ränge bleiben leer, damit gibt es jetzt mehr Frauenfußball auf dem TV-Schirm.
Die Ränge bleiben leer, damit gibt es jetzt mehr Frauenfußball auf dem TV-Schirm. © Roland Hermstein
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Alle Spiele der Frauenfußball-Bundesliga sollen bis Saisonende live zu sehen sein - im TV oder in Internetstreams. Eine Vereinbarung mit dem Rechteinhaber macht es möglich. Als erstes profitieren die Fans des VfL Wolfsburg davon, die Partie gegen Hoffenheim gibt es live auf Youtube.

Spiele am Freitag bei Eurosport, ab und zu mal ein Livespiel in der ARD oder in den Dritten, dazu einige Spiele im kostenpflichtigen Stream bei MagentaTV – so sieht das Live-Fernseh-Programm der Frauenfußball-Bundesliga aus. Seit Zuschauer die Spiele wegen der Corona-Anordnungen nicht mehr im Stadion verfolgen können, bemühen sich die Klubs darum, alle Spiele auf die Mattscheibe zu bringen. Jetzt gab es in den Verhandlungen mit den Rechteinhabern einen Durchbruch, als einer der ersten Klubs profitiert der VfL Wolfsburg davon und zeigt die Partie gegen Hoffenheim am Sonntag (14 Uhr) auf seinem Youtube-Kanal „Wölfe-TV“.

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Kommentator des Spiels wird Marcel Pramschüfer, als Co-Kommentatorin steht ihm die verletzte VfL-Nationalspielern Pauline Bremer zur Seite. Möglich wird die Übertragung durch die MagentaTV-Mutter Telekom – denn die hat zugestimmt, dass nicht im TV verwertete Spiele ab sofort und bis Ende der Saison von den Vereinen gestreamt werden dürfen. Sollte ein Heimverein nicht die Möglichkeit dazu haben, dürfte auch der Auswärtsklub einspringen.

Nach der Hoffenheim-Partie ist Länderspiel-Pause, danach tritt der VfL in Meppen an – hier ist die TV- oder Internetübertragung noch offen. Danach geht’s für Wolfsburg in Leverkusen weiter, dort ist eine Telekom-Übertragung geplant, allerdings nicht im MagentaTV-Stream, sondern auf dem frei empfangbaren Sender „#Dabei“.

„Ein wichtiger und längst überfälliger Schritt“, freut sich Ralf Kellermann, Sportlicher Leiter der VfL-Frauen, über die erhöhte Live-Präsenz der Liga. „Und es ist positiv, dass man das sogar mitten inder Saison hinbekommen.“ Die Übertragungen seien „ein Mehrwert für die Fans, die Vereine und ihre Partner“

Die Marktwerte der VfL-Fußballerinnen.

Analog zu den Marktwerten auf transfermarkt.de veröffentlicht soccerdonna.de seit Januar 2021 Marktwerte für den Frauenfußball. Zur Galerie
Analog zu den Marktwerten auf transfermarkt.de veröffentlicht soccerdonna.de seit Januar 2021 Marktwerte für den Frauenfußball. ©

Rolfös Abschied vom VfL steht bereits fest, die Angreiferin wird ihren Vertrag in Wolfsburg nicht verlängern. Dass die Schwedin, die von 2017 bis 2019 für Bayern München spielte, noch einmal innerhalb der Bundesliga wechselt, ist allerdings unwahrscheinlich. Die 27-Jährige wird bereits mit Klubs in England, Spanien und Frankreich in Verbindung und soll einen Wechsel ins Ausland anstreben.

Ein Goeßling-Wechsel nach Frankfurt scheint dagegen realistischer. Der Vertrag der Ex-Nationalspielerin in Wolfsburg läuft am Saisonende aus, eine Entscheidung über eine mögliche Zukunft der 34-Jährigen wollen der VfL und die Spielerin in der anstehenden Länderspielpause verkünden, voraussichtlich bereits in der kommenden Woche. Goeßling war nach der WM 2011 aus Bad Neuenahr zum VfL gekommen, holte 2013 das Triple und war danach an allen weiteren Titelgewinnen des VfL beteiligt. Nach der WM 2019 hatte die gebürtige Bielefelderin ihre erfolgreiche Karriere in der Nationalmannschaft (EM-Titel 2013, Olympia-Gold 2016) nach 106 Länderspielen beendet.


Für die kommende Saison haben die Frankfurterinnen bereits die isländische Mittelfeldspielerin Alexandra Johannsdottir verpflichtet – und auch diese Personalie hatte ein bisschen was mit Wolfsburg zu tun. Denn Ex-VfLerin Sara Gunnarsdottir (jetzt bei Olympique Lyon in Frankreich) riet ihrer Landsfrau zum Wechsel vom isländischen Meister Breiðablik Kópavogur in die Bundesliga. „Ich habe mich vorher über den Verein und die Liga mit Sara ausgetauscht“, so die 20-Jährige, „sie hatte nur Positives zu berichten.“

In der aktuellen Saison liegen die Frankfurterinnen auf Platz sechs und haben keine Chance, sich für einen internationalen Wettbewerb zu qualifizieren. Das Team von Trainer Niko Arnautis wartet noch auf die erste Partie des Jahres. Sowohl die Begegnung mit dem MSV Duisburg vor einer Woche als auch das für Freitag angesetzte Spiel gegen die SGS Essen fielen wegen der Unbespielbarkeit des Platzes am Brentano-Bad aus