31. Oktober 2021 / 21:37 Uhr

Halloween in der Oberliga: Indians bändigen Drachen, Scorpions kriegen Saures

Halloween in der Oberliga: Indians bändigen Drachen, Scorpions kriegen Saures

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Drunter und drüber: Die Indians behalten gegen Herford aber die Oberhand.
Drunter und drüber: Die Indians behalten gegen Herford aber die Oberhand. © Florian Petrow
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Nach 0:1-Rückstand haben die Hannover Indians in der Eishockey-Oberliga souverän mit 4:1 gegen Herford gewonnen. Für die Scorpions war es bei den Trappers ein gruseliger Nachmittag, sie verloren mit 1:7.

Süßes oder Saures? Mit Blick auf die Anfangsphase des Spiels der Hannover Indians gegen die Herforder Ice Dragons trafen beide der typischen Halloween-Varianten zu. Nach 33 Sekunden dürften die Indians-Fans unter den 2079 Zuschauern am Pferdeturm eher sauer auf ihre Mannschaft und deren Anfangsphase gewesen sein – es stand 0:1 durch Philipp Brinkmann. Doch es war für die Indians einer der wenigen Schreckensmomente in diesem Heimspiel der Eishockey-Oberliga. Der ECH gab der Partie blitzschnell eine Wende und versüßte seinen Anhängern mit einem 4:1 (3:1, 1:0, 0:0)-Erfolg den Abend.

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Das 0:1 – es war im Grunde der Türöffner für die Gastgeber. Denn nur zwei Minuten später führten sie nach Toren von Parker Bowles (2.), der noch mehrfach an diesem Abend für Grusel in der Herforder Defensive sorgen sollte und zusammen mit Philipp Hertel bester Feldspieler war, sowie Jan Palka (3.) mit 2:1. Noch im ersten Drittel legte Bowles (17.) das 3:1 nach.

Im Mittelabschnitt hätte Christoph Koziol (27.) noch einmal für Spannung sorgen können, als er nach überstandener Unterzahl allein von der Strafbank aus auf David Miserotti-Böttcher zulief. Doch der ohnehin starke ECH-Keeper blieb Sieger.

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Wenige Minuten später erhielten die Indians erneut ein Powerplay – und das sogar mit doppelter Überzahl. Das bedeutet zwar mehr Platz auf dem Eis – die Herforder bauten aber vor ihrem Tor geschickt eine Box auf. Insofern ist das zuckersüße Zuspiel von Bowles, der die Scheibe millimetergenau durch Herfords Verteidigung und auf den Schläger von Mike Mieszkowski passte, umso höher zu bewerten. Mieszkowski schob zum 4:1 ein (33.).

Es war bereits der Endstand. Im Schlussdrittel geriet der ECH nicht mehr in Gefahr – sodass in den finalen Minuten die Halloween-Party beginnen konnte, mit Wechselgang zwischen der Nordkurve und den weiteren Tribünenabschnitten.

Tore: 1:0 (0:32) Brinkmann, 1:1 (1:59) Bowles, 2:1 (2:24) Palka , 3:1 (16:05) Bowles, 4:1 (32:02) Mieszkowski bei 5-3


Die Hannover Scorpions erlebten derweil bei den Tilburg Trappers einen Nachmittag, der vor allem im zweiten Drittel einem Horrorfilm schon bei Tageslicht glich. Die Mellendorfer verloren mit 1:7 (0:1, 0:5, 1:1). Nach dem 1:0 von Jordy van Oorschot (4.) drehten die Trappers im zweiten Abschnitt richtig auf. Diego Hofland (28.), Jonne de Bonth (29.), Brett Bulmer (31.), Reno de Hondt (32.) und Tijn Jacobs (37.) erzielten fünf Tore binnen neun Minuten. Robin Just (51.) verkürzte auf 6:1, Giovanni Vogelaar (59.) gelang der 7:1-Endstand. hg