06. Februar 2022 / 12:01 Uhr

Individuelle Fehler entscheiden: RB Leipzig schöpft aus Bayern-Niederlage Hoffnung

Individuelle Fehler entscheiden: RB Leipzig schöpft aus Bayern-Niederlage Hoffnung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
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Die Spieler von RB Leipzig, hier Angelino, konnten den Bayern um Serge Gnabry oft Paroli bieten, zu einem Sieg oder Punktgewinn reichte es abermals nicht. © Getty Images
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RB Leipzig hat wieder gegen den FC Bayern München verloren. Doch die Sachsen hatten weitgehend das gleiche Niveau wie der Rekordmeister. Der einzige, aber entscheidende Unterschied: Bayern nutzte die kleinen Abwehrfehler des Gegners.

Leipzig. Es soll einfach nicht sein. Wieder einmal war RB Leipzig gegen den FC Bayern München nah dran an einem Punktgewinn, vielleicht sogar am Sieg. Wieder einmal verhinderten individuelle Fehler das Erfolgserlebnis gegen den Rekordmeister. Beim 2:3 (1:2) am Samstag dürfte aber allen im RB-Lager klar geworden sein, dass man sich nach der katastrophalen Hinrunde nun wieder in den Bahnen bewegt, die der Club für sich festgelegt hat. „Wir fahren jetzt nicht nach Hause und begraben unsere Ziele“, sagte Vorstandschef Oliver Mintzlaff und betonte: „Klar wollen wir immer noch in die Champions League. Wir werden das Positive mitnehmen für die nächsten Spiele.“ Drei Punkte Rückstand haben die Sachsen auf den die Champions League-Qualifikation bedeutenden vierten Rang.

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„In Summe schade“

Was sie in München falsch gemacht haben, wissen die Protagonisten. Es waren falsche Entscheidungen, die in Bruchteilen von Sekunden getroffen wurden und die Weltklasse-Konkurrenten wie die Bayern gnadenlos nutzten. Sowohl beim 0:1 durch Thomas Müller als auch beim 2:3 durch das Eigentor von Josko Gvardiol unterliefen den Leipzigern in Person der sonst so zuverlässigen Willi Orban und Peter Gulacsi folgenschwere Abspielfehler. „Wir hatten den Plan, dass wir viel Ballbesitz haben wollen und dafür müssen wir natürlich viel Risiko eingehen. Wir haben versucht, hinten raus zu spielen und aktiv zu sein“, erklärte Gulacsi die Spielidee von Trainer Domenico Tedesco. Bei beiden Gegentoren aber spielte man unmittelbar vor dem eigenen Strafraum die Bälle in des Gegners Füße. Eine Spielverlagerung beziehungsweise ein langer Ball nach vorn wären dabei die bessere Lösung gewesen. „Es ist bitter, durch solche Szenen zu verlieren“, kommentierte Gulacsi.

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Packender Schlagabtausch: RB Leipzig unterlag nach einem mutigen Auftritt beim FC Bayern München mit 2:3. Zur Galerie
Packender Schlagabtausch: RB Leipzig unterlag nach einem mutigen Auftritt beim FC Bayern München mit 2:3. ©

Auch Tedesco ärgerten diese zwei Treffer. „In Summe schade, dass wir nahezu zwei Eigentore schießen aus meiner Sicht. Normalerweise braucht Bayern diese Unterstützung nicht“, sagte Tedesco. Seit Wochen predige man, dass man mutig sein wolle und deshalb sei es auch in Ordnung, dass solch ein Fehler mal unterläuft. „Schade, dass es zweimal im gleichen Spiel und ausgerechnet hier passiert“, sagte der RB-Coach.

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Nkunku und Silva treffen erneut

Statt des möglichen Sprungs auf Rang vier fiel RB durch die erste Niederlage im Jahr 2022 nun auf Rang sieben zurück, einen Zähler hinter dem nächsten Gegner 1. FC Köln. Der dürfte vor der Begegnung am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) gewarnt ein. Denn was RB in München im Angriff anbot, war sehenswert und hätte Zählbares verdient.

Dass erneut das Leipziger Sturmduo Christopher Nkunku und André Silva traf, war dabei nur eine Randnotiz. Vielmehr war die Rückkehr von Dani Olmo in die Startelf, auch die Einwechslungen der zuletzt verletzten oder beim Afrika-Cup weilenden Emil Forsberg, Dominik Szoboszlai und Amadou Haidara ein Fingerzeig darauf, was in den nächsten Wochen in Sachen Offensivpower bei RB noch möglich sein wird.