15. September 2019 / 13:10 Uhr

Individuelle Fehler kosten Optik den möglichen Punktgewinn

Individuelle Fehler kosten Optik den möglichen Punktgewinn

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
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Yavuz Aydogdu traf in Auerbach zum zwischenzeitlichen 2:4-Anschlusstreffer. © Christoph Laak
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Regionalliga Nordost: Optik Rathenow unterliegt beim VfB Auerbach mit 2:5 zeigte dabei aber spielerisch gute Ansätze und eine tolle Moral.

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Ingo Kahlisch, Trainer des Fußball-Regionalligisten FSV Optik Rathenow, wusste auch einen Tag nach der 2:5-Niederlage seiner Mannschaft beim VfB Auerbach nicht, wie er das Spiel einschätzen soll. Einerseits zeigten die Rathenower gerade offensiv richtig gute Ansätze, belohnten sich aber nicht. Andererseits halfen die Spieler des FSV dem Gastgeber beim Toreschießen und standen Auerbach mit eklatanten Fehlern bei gleich vier Treffern Pate.

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„Wenn man bei vier Gegentoren so mithilft, kann man auswärts einfach keinen Punkt einfahren“, schätzte Rathenows Trainer dann auch nach dem Spiel ein. Dabei hatte es für den FSV Optik gar nicht schlecht angefangen. Jerome Leroy und Glodi Zingu sorgten mit ihren Abschlüssen für erste Gefahr. Allerdings half Optik beim 1:0 für die Hausherren dann erstmals nach. Einen zu kurzen Rückpass von Youssef Sakran erlief Marc-Philipp Zimmermann und der Torjäger der Gastgeber ließ sich nicht zweimal bitten (12.). Und nur wenig später lag Optik sogar mit 0:2 hinten. Nach einer Flanke stand Zimmermann frei und köpfte ein (15.). „Da haben wir den Ball schon, verlieren ihn durch einen schwachen Pass und können die Flanke nicht verhindern“, haderte Kahlisch mit dem Defensivverhalten seines Teams.

Optik bleibt trotz der beiden Gegentore weiterhin mutig

Dieses ließ sich durch die beiden Gegentore aber nicht beirren, suchte weiterhin den Weg nach vorne und kam auch zu Chancen. Caner Özcin traf nur das Außennetz und ein Kopfball von Benjamin Wilcke streifte nur knapp am Pfosten vorbei. „Spielerisch sah das von uns eigentlich ganz gut aus“, schätzte Rathenows Trainer ein. Doch der nächste Aussetzer sorgte dann noch vor der Pause für das 3:0 und die Vorentscheidung. Eine harmlose Flanke ließ Optik-Keeper Lucas Hiemann durch die Hände rutschen, Zimmermann bedankte sich und schob unbedrängt aus Nahdistanz ein. Und es hätte noch schlimmer kommen können, traf Auerbachs Thomas Stock nach einem Konter nur den Pfosten.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber mit mächtig Schwung aus der Kabine, Hiemann konnte sich jetzt gleich mehrfach auszeichnen. Beim 4:0 nach 55 Minuten nutzten die Hausherren aber wieder einen Rathenower Aussetzer. Nach eigenem Freistoß wurde Optik ausgekontert und Amer Kadric schoss überlegt ein. „Wir haben da ganz klare Absprachen, aber die Absicherung war nicht vorhanden“, ärgert sich Ingo Kahlisch, dessen Team danach trotzdem eine große Moral zeigte.

Langner und Aydogdu bringen Rathenow zurück ins Spiel

Marc Langner traf nur fünf Minuten nach dem 0:4 aus der Drehung zum 1:4 und als Yavuz Aydogdu per Kopf auf 2:4 verkürzte (83.), war die Hoffnung auf zumindest einen Punkt bei den Rathenowern wieder da. „Wir haben danach auch die riesige Chance zum 3:4. Da klärt Auerbach auf der Linie“, so Ingo Kahlisch, der mit seinem Team aber wenig später den endgültigen Genickbruch hinnehmen musste. Nach einem Freistoß stieg Marc-Philipp Zimmermann am höchsten und köpfte mit seinem vierten Treffer an diesem Tag zum 5:2-Endstand ein.

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„So blöd sich das jetzt anhört, aber wir hätten ja durchaus was mitnehmen können. Die Mannschaft hat eine tolle Einstellung an den Tag gelegt, ist gerannt und hat Moral gezeigt. Spielerisch sah das nicht schlecht aus. Aber wir haben den Gegner mehrfach eingeladen. Das war absolut unnötig und es sind verschenkte Punkte. Wir müssen unsere Abwehrschwäche in den Griff bekommen und endlich wieder einfachen Fußball spielen. Dieses Halbseidene, das geht so einfach nicht. Wir haben uns selbst bestraft“, schätzte ein enttäuschter Ingo Kahlisch ein.

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