12. Juni 2020 / 14:28 Uhr

Optik Rathenow: Ingo Kahlisch gönnt sich ein Schnäpschen auf den Klassenerhalt

Optik Rathenow: Ingo Kahlisch gönnt sich ein Schnäpschen auf den Klassenerhalt

Detlev Nießer und Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
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Caner Özcin war mit acht Treffern der beste Torschütze des FSV Optik Rathenow in der abgelaufenen Spielzeit. © Christoph Laak
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Regionalliga Nordost: Beim FSV Optik Rathenow laufen die Planungen für die kommende Spielzeit schon auf Hochtouren.

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Vor gut einer Woche wurde die Saison in der Fußball-Regionalliga Nordost endgültig abgebrochen. Damit stand auch endgültig fest, dass der FSV Optik Rathenow weiterhin in der vierthöchsten Spielklasse dabei sein wird. „Als ich die Meldung des Verbandes bekommen habe, habe ich mich riesig gefreut und mir auch ein Schnäpschen gegönnt. Wir sind sportlich absolut berechtigt drin geblieben. Ich bin stolz auf meine Truppe“, erklärt Optik-Trainer Ingo Kahlisch, der insgesamt auf eine sehr ordentliche Saison seiner Mannschaft zurückblicken kann.

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„Wir wollen mindestens vier Mannschaften hinter uns lassen.“ So hatte sich Kapitän Jerome Leroy im Sommer des vergangenen Jahres geäußert. Ob das gelungen ist, dürfte nur unter eingefleischten Statistikern zu Streit führen. Laut NOFV wurde die Tabelle mit Stand Mitte März eingefroren und lediglich für die Ermittlung des Staffelsiegers die Quotientenregelung angewandt. Damit wäre Optik 13. und das Ziel erfüllt.

17 Spieler haben für die neue Saison bereits zugesagt

Teilt man Punkte durch Spiele bis ganz nach unten, rutscht der FSV einen Rang tiefer, hätte bei einem Blick durch die Vereinsbrille aber durch Erfurts Rückzug immer noch vier Teams hinter sich. Ausbaufähig ist der Zuschauerzuspruch am Vogelgesang. 445 Fans waren im Schnitt dabei. Und als einziges Team der Liga blieb Optik ohne Rote Karte, musste lediglich Kapitän Jerome Leroy gegen Bischofswerda mit Gelb-Rot einmal vorzeitig unter die Dusche.

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Doch mittlerweile wird bei den Rathenowern die neue Saison vorbereitet. Nicht mehr mit dabei sind dann Ilja Sevcuks, Seongkye Kim, Semih Kayan und Darius Amados. Sie haben den Verein verlassen. Dennoch: Bange werden muss einem um den FSV Optik nicht, haben bereits 17 Spieler für die kommende Spielzeit zugesagt. „Ab Montag werden dann einige Spieler zu Gesprächen kommen, wir haben etliche Bewerbungen vorzuliegen“, verrät Ingo Kahlisch.

Geplant wird mit 18 Feldspielern und zwei Torhütern

Vor allem auf der Außenbahn, in der Innenverteidigung und in der Sturmspitze schaut sich der Rathenower Trainer nach Verstärkungen um. Eigentlich wird mit 18 Feldspielern und zwei Torhütern geplant. „Es könnte aber eine Saison mit über 40 Spielen auf uns warten. Da würde das richtig eng werden“, weiß Ingo Kahlisch und muss schauen, was finanziell machbar ist. Der FSV Optik steht also wieder vor einer richtig großen Herausforderung, möchte dafür weitere Sponsoren und auch den Landkreis Havelland mit ins Boot holen.

„Wir dürfen nicht zulassen, dass die Regionalliga Alltag wird. Es ist immer etwas Besonderes, dort dabei zu sein. Und Spiele gegen alte Traditionsvereine wie Energie Cottbus, Chemie Leipzig oder den BFC Dynamo sind absolute Highlights für unseren Verein“, erklärt Ingo Kahlisch, der sich bereits auf die kommenden Aufgaben freut.