14. Mai 2020 / 11:31 Uhr

Nach Streit mit Investoren: Ingo Wellenreuther tritt als KSC-Präsident zurück

Nach Streit mit Investoren: Ingo Wellenreuther tritt als KSC-Präsident zurück

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ingo Wellenreuther tritt nach zehn Jahren als KSC-Präsident zurück.
Ingo Wellenreuther tritt nach zehn Jahren als KSC-Präsident zurück. © imago images/Sportfoto Rudel
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Der Karlsruher SC muss auf die Suche nach einem neuen Präsidenten gehen. Der bisherige Klub-Boss Ingo Wellenreuther verlässt den Zweitligisten mit sofortiger Wirkung. Das teilte der Klub am Donnerstag mit.

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In der Auseinandersetzung mit einer Investoren-Gruppe ist Ingo Wellenreuther von seinem Amt als Präsident des Karlsruher SC zurückgetreten. Das teilte der badische Zweitligist am Donnerstag mit. Zuvor hatte die Gruppierung "Bündnis KSC" das Angebot, Aktien im Wert von sechs Millionen Euro der ausgegliederten Fußball-Abteilung zu kaufen, an den Rücktritt von Wellenreuther noch vor der an diesem Freitag geplanten Mitgliederversammlung geknüpft.

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"Nachdem es trotz des durch die Corona-Krise unterbrochenen Aktienverkaufs nunmehr gelungen ist, die Insolvenz unseres Vereins zu verhindern, habe ich mich nach reiflicher Überlegung und auch mit Rücksicht auf meine Familie aber dazu entschlossen, mein Amt niederzulegen", sagte Wellenreuther laut der Mitteilung.

Wellenreuther-Rücktritt beim KSC keine Überraschung

Über einen Rücktritt von Wellenreuther beim KSC wurde bereits seit einigen Tagen spekuliert. Der Vater des ehemaligen Bundesliga-Torhüters Timon Wellenreuther (aktuell bei Willem II in Holland aktiv) stand seit September 2010 an der Spitze des Klubs. "Insgesamt waren es zehn bewegende Jahre, in denen ich sicherlich auch einige falsche Entscheidungen getroffen habe. Zusammen mit den Kollegen im Präsidium und in den anderen Vereinsgremien habe ich aber immer nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt", erklärte der CDU-Bundestagsabgeordnete.

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In den vergangenen Tagen hatte der Jurist erklärt, zwar grundsätzlich bereit zu sein, sein Amt als Vereinsboss niederzulegen. Dennoch war er auf die Bedingung der Investoren-Gruppe zunächst nicht eingegangen. "Es entspricht nicht meinem Amtsverständnis, einer mit kürzester Fristsetzung durch einen anonymen Personenkreis erhobenen Forderung nachzukommen", hatte Wellenreuther betont.