30. Mai 2021 / 15:23 Uhr

Trotz Osnabrück-Sieg im Relegations-Rückspiel: Ingolstadt macht Aufstieg in die 2. Liga perfekt

Trotz Osnabrück-Sieg im Relegations-Rückspiel: Ingolstadt macht Aufstieg in die 2. Liga perfekt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nachdem Osnabrück zunächst gut ins Spiel gekommen war, nahm ein Ingolstädter Auswärtstor dem VfL den Wind aus den Segeln.
Nachdem Osnabrück zunächst gut ins Spiel gekommen war, nahm ein Ingolstädter Auswärtstor dem VfL den Wind aus den Segeln. © IMAGO/Stefan Bösl/Nordphoto
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Nach dem knappen Scheitern im vergangenen Jahr hat es diesmal geklappt: Ex-Bundesligist FC Ingolstadt 04 hat die Rückkehr in die 2. Bundesliga geschafft. Eine Niederlage beim VfL Osnabrück reichte den Schanzern am Ende zum Aufstieg, nachdem der FCI das Hinspiel dominiert hatte.

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Der FC Ingolstadt 04 kehrt nach zwei Jahren in die 2. Bundesliga zurück. Die Süddeutschen verloren zwar das Relegations-Rückspiel beim VfL Osnabrück mit 1:3 (1:2), konnten das komfortable Polster aus dem Hinspiel aber trotz einer nervösen Anfangsphase über die Zeit retten. Während Osnabrück nach zwei Zweitliga-Jahren den Gang in die Drittklassigkeit antreten muss, profitierte Ingolstadt neben dem starken 3:0-Sieg im ersten Spiel im heimischen Audi-Sportpark auch von einem wichtigen Auswärtstreffer im zweiten Aufeinandertreffen vor 2000 Fans an der Bremer Brücke. Der VfL war nach einem frühen Doppelpack von Marc Heider (6./20.) drauf und dran, den FCI vor ernsthafte Probleme zu stellen, Filip Bilbija (31.) stellte die Niedersachsen mit seinem Anschlusstor aber vor eine letztlich unlösbare Aufgabe - auch wenn Etienne Amenyido (81.) mit seinem 3:1 nochmal "verkürzen" konnte.

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Schon in der sechsten Minute hatte Heider die lautstarken Fans im Osnabrücker Stadion zum ersten Mal zum Jubeln gebracht. Der Ex-Kieler überwand Ingolstadts Keeper Fabijan Buntic mit einem Rechtsschuss zum 1:0 - das war zwar noch zu wenig, um den FCI nach dem 3:0 aus dem Hinspiel nervös zu machen, verschaffte den Osnabrückern aber Rückenwind. Heider war es auch, der mit seinem zweiten Treffer die Hoffnung größer werden ließ - diesmal war es ein Linksschuss, der in der 20. Minute den Rückstand auf einen Treffer verkürzte (20.). Ingolstadt gelang aber ein wichtiges Auswärtstor zum 1:2 durch Bilbija (31.), nun brauchte der VfL wieder weitere drei Tore.

Osnabrück tut sich nach der Pause schwer

Nach Wiederanpfiff kämpfte Osnabrück, das Defizit wieder zu reduzieren - tat sich gegen defensiv wieder stabilere Gäste aber vor allem im letzten Drittel schwer. Heider hatte per Kopfball die Großchance, die Relegation mit seinem 3:1 nochmals spannend zu machen, nach Hereingabe von Kevin Wolze scheiterte der Ex-Kieler aber am stark reagierenden Buntic (48.). Auch Ingolstadt hatte Chancen, Stefan Kutschke fand seinerseits in VfL-Keeper Philipp Kühn seinen Meister (68.). Mit zunehmender Spieldauer schwanden bei beiden Mannschaften nach einem intensiven Saisonendspurt die Kräfte - was Ingolstadt aufgrund der besseren Ausgangslage eher in die Karten spielte. Amenyido (81.) stellte mit einem platzierten Rechtsschuss noch auf 3:1. Den Schlusspunkt setzte Ingolstadts Merlin Röhl: Der 18-Jährige setzte einen Konter wuchtig an die Querlatte (90.+2).



Der FCI, der erst 2004 aus einer Fusion zweier Klubs aus dem Stadtgebiet entstanden war, spielte von 2015 bis 2017 unter dem heutigen Southampton-Trainer Ralph Hasenhüttl bereits in der Bundesliga. Die Bayern hatten im vergangenen Jahr die Rückkehr in die 2. Liga in der Relegation um Haaresbreite verpasst, damals setzte sich der 1. FC Nürnberg erst in einer dramatischen Schlussphase durch.