02. Oktober 2020 / 10:31 Uhr

Insolvenzverfahren des Chemnitzer FC soll Anfang 2021 beendet werden

Insolvenzverfahren des Chemnitzer FC soll Anfang 2021 beendet werden

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das «Stadion an der Gellertstraße», Heimspielstätte des Chemnitzer FC (CfC). Der Spielbetrieb ist aufgrund der Corona-Pandemie in der 3. Liga bis Ende April ausgesetzt.
Der Chemnitzer FC stimmt im November bei einer Mitgliederversammlung über die Fortführung des Vereins nach der Insolvenz ab. © dpa-Zentralbild
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Der Chemnitzer FC wartet nur noch auf die Steuerbescheide des Finanzamtes, um dann den vollständig aufgestellten Insolvenzplan bei Gericht einzureichen. Die ersten Ausschüttungen könnten, vorausgesetzt es läuft alles nach Zeitplan, schon im Dezember erfolgen. Bereits im November soll bei einer Mitgliederversammlung abgestimmt werden, wie der Verein nach der Insolvenz weitergeführt werden soll.

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Chemnitz. Das Insolvenzverfahren gegen Fußball-Regionalligist Chemnitzer FC könnte im ersten Quartal 2021 beendet werden. Wie der Club am Freitag mitteilte, wurde der dafür notwendige Insolvenzplan inzwischen aufgestellt. „Wir sind stolz darauf, sagen zu können, dass unser Insolvenzplan im Schriftteil steht. Derzeit tragen wir die letzten Zahlen zusammen“, sagte die Vorstandsvorsitzende Romy Polster. Aktuell stehen die Steuerbescheide des Finanzamtes noch aus. „Wir rechnen damit, dass wir bis Ende Oktober den dann endgültigen Insolvenzplan bei Gericht einreichen können“, erklärte Polster.

Rettungsaktion: 540.000 Euro auf Treuhandkonto eingegangen

Nach der Prüfung durch das Amtsgericht auf Plausibilität haben alle Gläubiger die Möglichkeit, den Insolvenzplan einzusehen. Parallel dazu soll auf einer Mitgliederversammlung im November über die Fortführung des Vereins nach der Insolvenz abgestimmt werden. Der Beschluss muss dem Gericht noch vor dem Erörterungs- und Abstimmungstermin über den Insolvenzplan vorliegen. Danach muss die Gläubigerversammlung dem Plan zustimmen. „Wenn alles nach dem Zeitplan läuft, könnten noch im Dezember die ersten Ausschüttungen vorgenommen werden“, sagte Polster.

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Bei einer Rettungsaktion zur Beendigung des Insolvenzverfahrens waren mehr als 540.000 Euro auf einem Treuhandkonto eingegangen. „Nach aktuellem Stand werden wir mit dem vorhandenen Geld auskommen. Ich möchte an dieser Stelle jedem erneut versichern: Das Geld ist sicher“, äußerte die CFC-Chefin. Wie Polster weiter erklärte, erfolge die Ausschüttung nur in der Größenordnung, wie es das Gericht festsetzt.

Sebastian Wutzler