15. Juni 2021 / 11:06 Uhr

Inter-Kapitän Dongmin Kim wechselt zum FC Eilenburg: "Ich werde alles geben"

Inter-Kapitän Dongmin Kim wechselt zum FC Eilenburg: "Ich werde alles geben"

Susan Stephan
Leipziger Volkszeitung
Kim
Viele Vereine waren an Kim interessiert, der FC Eilenburg hat ihn bekommen. © Susan Stephan
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Der FC Eilenburg hat mit Dongmin Kim einen echten Allrounder verpflichtet. Der 28-Jährige Südkoreaner kommt von Inter Leipzig und erhält einen Einjahresvertrag.

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Eilenburg. Nächster Neuzugang beim FC Eilenburg: Nach Christoph Jackisch und Christopher Schulz wechselt Dongmin Kim vom Oberligisten FC Inter Leipzig zum Regionalliga-Aufsteiger. Der 28-jährige Südkoreaner spielte seit 2014 bei dem erst 2013 gegründeten Verein und erzielte in 159 Pflichtspielen 18 Tore.

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Eilenburgs Teamchef Stephan Hofmann nennt Kim „einen absoluten Wunschspieler“. „Viele Vereine waren an Kim interessiert. Wir waren aber zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Es hat alles gepasst“, so Hofmann. Dongmin sei ein Führungsspieler und flexibel einsetzbar. Er könne in der Innenverteidigung spielen, aber auch als Sechser oder Achter. „Mit seiner Zweikampfstärke und Spielübersicht wird er uns weiterhelfen“, ist Hofmann überzeugt.

Seit acht Jahren ist Kim in Deutschland. Nach einem Jahr beim SV Babelsberg wechselte er zu Inter und war dort in den letzten fünf Jahren der Kapitän. Wahrscheinlich wäre er das auch geblieben, wenn nicht ein Trainerschein „dazwischen“ gekommen wäre. Einer von Kims Ausbildern auf dem Weg zur B-Lizenz ist Eilenburgs Cheftrainer Nico Knaubel. Der Kontakt war geknüpft und Kim bei seinem ersten Besuch im Eilenburger Sparkassen Nachwuchszentrum begeistert. „Ich dachte: Wow! Solche Bedingungen habe ich bei einem Oberliga-Verein noch nie gesehen.“

Darf erst Ende Juni mitmischen

Beeindruckt war der Südkoreaner, der als 19-Jähriger allein nach Deutschland kam und perfekt Deutsch spricht, auch vom gesamten Team. „Wie sich der Verein, vor allem Stephan Hofmann, um mich bemüht hat, hat mein Herz sehr berührt.“ Mit 28 den Verein zu wechseln, sei schon ein Abenteuer, sagt er, aber sein inneres Gefühl meinte, „dass ich etwas Neues brauche. Ich werde alles geben“, versicherte Kim, der auch abseits des Rasens gerade ordentlich zu tun hat.

Während der Corona-Pandemie hat er ein Fernstudium begonnen. Eigentlich wollte er in Leipzig Sportmanagement studieren, doch weil sein koreanisches Abitur in Deutschland nicht anerkannt wurde, wich er auf das Studium in seiner Heimat aus – alles online natürlich.

Bis zum ersten Training mit seinem neuen Team muss sich Kim noch etwas gedulden. Weil Inter Kim keine Gastspiel- und Gasttrainingsgenehmigung erteilte, darf der Neuzugang erst nach dem 30. Juni mitmischen. Viel Zeit fürs „Feintunning“ bleibt dann nicht.