22. Juli 2021 / 12:47 Uhr

Inter Leipzig kräftig beim Sichten: Trainer Hänsel wünscht sich 23-Mann-Kader

Inter Leipzig kräftig beim Sichten: Trainer Hänsel wünscht sich 23-Mann-Kader

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
Hänsel
Trainer Carsten Hänsel will den Kader noch etwas vergrößern. © Picture Point
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Bevor für Inter Leipzig die neue Spielzeit anbricht, möchte der Verein den Kader noch etwas aufstocken. Aktuell stehen nur knapp 15 Spieler unter Vertrag. Wenn es nach Trainer Hänsel ginge, wäre die optimale Team-Größe 20 Feldspieler plus drei Torhüter.

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Leipzig. Noch bis zum 7. August hat der FC Inter Leipzig Zeit, um eine konkurrenzfähige Mannschaft zu schmieden. Dann beginnt in der Fußball-Oberliga die neue Saison, speziell für Inter mit einem Heimspiel im Torgauer Hafenstadion gegen Einheit Rudolstadt.

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Bei dem kosmopolitischen Verein, für den stets Spieler aus rund zehn oder mehr Nationen kicken, vollzieht sich das Kommen und Gehen zwischen den Spieljahren traditionell noch intensiver als bei anderen. „Diesmal ist die Zahl der Spieler, die uns von Beratern und auch außerhalb deren Netzwerke angeboten werden, sogar noch größer als sonst“, erklärt Trainer Carsten Hänsel, der seit kurzem federführend gemeinsam mit dem bisherigen Chefcoach Zoran Levnaic ein Trainerduo bildet. Momentan hat Inter knapp 15 Spieler unter Vertrag. „Wenn es geht, wollen wir 20 plus drei Torleute haben“, spricht Hänsel im Beisein von Holger Herzberg aus, und der Geschäftsführer lächelt diplomatisch dazu.

Ein Problem sei, dass eventuell nicht alle bis zum Saisonauftakt ein Visum für Deutschland erhalten, um auch spielen zu dürfen. Die mitunter offenbar überschätzten finanziellen Möglichkeiten des FCI setzen den Wünschen des Trainers wie auch andernorts zudem offenbar Grenzen, wie man auch an dem noch immer nicht fertiggestellten Kunstrasenplatz im Mariannenpark ablesen kann. Dabei brauchte der mangels eigener Spielstätte permanent umherziehende Inter-Trupp dringend eine Bleibe - oder wenigstens eine eigene Trainingsstätte. So aber haben sich die „Orangen“ auch für die neue Saison im Macherner Tresenwald-Sportpark zum Üben und in Torgau zum Spielen einmieten müssen.

Kader-Karussell sorgt für Missverständnisse

Wenngleich der FCI von einer Stammformation gut zwei Wochen vor Saisonbeginn noch ein Stück entfernt ist und am Mittwoch im Testspiel bei Sachsenligist SSV Markranstädt nur ein 0:0 herauskam, sind Hänsel und Levnaic doch relativ zuversichtlich. „Im Mai war ich noch pessimistischer“, bekennt Hänsel. Immerhin besaß Inter beim SSV die erwarteten Feld- und Chancenvorteile, wirkte spritziger und auch technisch durchaus stark. Aber die Gastgeber wehrten sich taktisch geschickt. Und die beiden letzten Großchancen der Partie verbuchten sogar sie.

Bei Inter führten Marek Langr und Niklas Hadaschik im Mittelfeld ganz gut Regie, auch einige Probespieler deuteten ihr Potenzial an. So wie beispielsweise in der Abwehr Obinna Johnson Iloka, der allerdings auch einige Leichtsinn und Ungenauigkeiten zeigte. Auch der weit kleinere Florian Schilling konnte in der Abwehr überzeugen, wenngleich ihm ebenfalls ein paar Ausrutscher unterliefen. Dass im Inter-Getriebe zudem etliche Missverständnisse auftraten, kann angesichts des Kader-Karussells nicht überraschen. Es sind noch rund zwei Wochen für Hänsel und Levnaic, um am FC Inter, Ausgabe 2021/22, zu basteln.