10. August 2020 / 22:54 Uhr

Inter Mailand ist zu stark: Bayer Leverkusen scheitert im Viertelfinale – Havertz-Tor zum Abschied?

Inter Mailand ist zu stark: Bayer Leverkusen scheitert im Viertelfinale – Havertz-Tor zum Abschied?

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Inter Mailand hat sich im Viertelfinale der Europa League gegen Bayer Leverkusen durchgesetzt.
Inter Mailand hat sich im Viertelfinale der Europa League gegen Bayer Leverkusen durchgesetzt. © Getty/imago images
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Als letzter deutscher Klub ist Bayer Leverkusen aus der Europa League ausgeschieden. Ein Tor von Kai Havertz, der die Werkself wohl noch in diesem Sommer verlassen wird, reichte der Mannschaft von Peter Bosz gegen ein starkes Inter Mailand nicht zum Weiterkommen.

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Das Finalturnier der Europa League findet zwar auf deutschem Boden, fortan aber ohne deutsche Beteiligung statt: Der letzte Bundesliga-Vertreter Bayer 04 Leverkusen ist im Viertelfinale mit 1:2 (1:2) am italienischen Vizemeister Inter Mailand gescheitert. Die Mannschaft von Trainer Peter Bosz hatte vor allem im ersten Durchgang der intensiv geführten Partie, die in Düsseldorf ohne Zuschauer stattfand, große Probleme mit der namhaft besetzten Inter-Offensive. Nicolo Barella (15.) erzielte nach einem geblockten Schuss von Romelu Lukaku das frühe 1:0, der Belgier selbst legte auch das 2:0 (21.) nach. Dem umworbenen Nationalspieler Kai Havertz (24.) gelang in seinem wohl letzten Spiel für die Werkself zwar der Anschluss, Leverkusen konnte den Rückstand aber nicht mehr drehen.

"Leverkusen ist ein richtig gutes Team, ich habe viele Spiele in der Bundesliga gesehen. Sie haben es uns sehr schwer gemacht", sagte Matchwinner Lukaku nach dem Spiel bei RTL. "Jetzt ist es wichtig, dass wir uns physisch und mental auf das nächste Spiel vorbereiten." Die Mailänder, denen im Spielverlauf zwei Elfmeter durch den Videoschiedsrichter wieder aberkannt wurden, trifft nun am kommenden Montag im Halbfinale auf den Sieger der Partie zwischen Schachtjor Donezk und dem FC Basel am Dienstagabend (21 Uhr).

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Bosz hatte kurz vor dem Anpfiff des K.o.-Spiels (beim Finalturnier in NRW gibt es die Entscheidungen ohne Hin- und Rückspiele in nur 90 Minuten) auf seinen Abwehrchef Sven Bender verzichten müssen. Der 31-Jährige musste das Aufwärmprogramm abbrechen und wurde durch Jonathan Tah ersetzt. Der Coach nahm zudem zwei weitere Änderungen im Vergleich zum 1:0 im Achtelfinal-Rückspiel gegen die Glasgow Rangers vor. Im defensiven Mittelfeld ersetzte Julian Baumgartlinger den gelbgesperrten Charles Aránguiz, in der Offensive kam Kerem Demirbay anstelle von Florian Wirtz von Beginn an zum Einsatz.

Die Leverkusener begannen zwar mit viel Ballbesitz, Inter zeigte jedoch früh seine Klasse: Das 1:0 fiel nach einer starken Aktion von Lukaku, der den Ball erst überragend abschirmte, dessen Abschluss aber in den Lauf von Barella geblockt wurde. Der Italiener probierte sich mit einem sehenswerten Außenrist-Schuss, der an zahlreichen Abwehr-Beinen und Bayer-Keeper Lukas Hradecky vorbei den Weg zum 1:0 ins linke Toreck fand. Es war die erste Chance der Partie.

Kurz, nachdem der Torschütze völlig frei das mögliche 2:0 (20.) verpasste, machte es Lukaku besser. Der überragende Ex-ManUnited-Stürmer verdoppelte die Führung der Nerazzurri von Star-Trainer Antonio Conte in der 21. Minute - im Fallen. Eine verdiente Führung gegen defensiv indisponierte Leverkusener. Die konnten wenig später aber immerhin verkürzen, als Havertz nach Zuspiel von Volland aus halbrechter Position (24.) mit einem satten Schuss zum 1:2 traf. Zuvor hatte Hradecky auf der Gegenseite überragend gegen Lukaku pariert und das mögliche 0:3 verhindert.

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Nach einem weiteren Bayer-Schock (nach einem vermeintlichen Sinkgraven-Handspiel bewahrte der Video-Schiedsrichter Bayer vor einem Inter-Strafstoß) und der Halbzeitpause mühten sich Leverkusen nach Wiederanpfiff redlich, den Ausgleich zu erzielen.

Doch die Mailänder blieben extrem gefährlich: Die eingewechselten Alexis Sanchez (66.) und Victor Moses (76.) scheiterten an Hradecky, Tapsoba (84.) klärte in höchster Not stark gegen den einschussbereiten Lukaku. Von Leverkusen kam unterm Strich zu wenig. Demirbay zwang Samir Handanovic (61.) zu einer Klasse-Parade, viel mehr Gefahr konnte Bayer auch in der Schlussphase trotz zunehmend verzweifelter Angriffe nicht mehr entfalten.