21. August 2020 / 22:54 Uhr

Inter-Pechvogel Romelu Lukaku macht den FC Sevilla zum Rekordsieger in der Europa League

Inter-Pechvogel Romelu Lukaku macht den FC Sevilla zum Rekordsieger in der Europa League

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Sevilla hat die Europa League gewonnen. Inter-Stürmer Romelu Lukaku erzielte den Siegtreffer - allerdings für den Gegner.
Der FC Sevilla hat die Europa League gewonnen. Inter-Stürmer Romelu Lukaku erzielte den Siegtreffer - allerdings für den Gegner. © Getty Images/Montage
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Mit einem Eigentor hat Romelu Lukaku das Europa-League-Endspiel zu Gunsten des FC Sevilla entschieden. Der Stürmer von Inter Mailand traf zunächst ins richtige, dann ins falsche Netz. Sevilla ist nun alleiniger Rekordsieger des Wettbewerbs.

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Pechvogel Romelu Lukaku hat den FC Sevilla unfreiwillig zum alleinigen Rekordsieger der Europa League gemacht. Der Stürmer von Inter Mailand entschied ein vor allem im ersten Durchgang spektakuläres Endspiel mit einem Eigentor in der 74. Minute zu Gunsten der Spanier, die am Ende mit 3:2 (2:2) triumphierten und den erst zur Saison 2009/2010 eingeführten Nachfolge-Wettbewerb des UEFA-Cups zum vierten Mal gewannen. "Ich kann es nicht in Worte fassen, wie stolz ich bin", sagte Kapitän Jesus Navas nach der Partie bei RTL.

Inter muss hingegen weiter auf den ersten nationalen oder internationalen Titel seit 2011 warten. Dabei hatte Lukaku zunächst ins richtige Tor getroffen (5., Foulelfmeter) und sein Team in Führung gebracht. Luuk de Jong drehte die Partie mit einem Doppelpack (12. und 33.) für Sevilla, bevor Diego Godin das 2:2 gelang (36.).

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Den besseren Start im Kölner Rheinenergiestadion erwischte Italiens Vizemeister. Lukaku nahm auf dem rechten Flügel an Geschwindigkeit auf und nutzte seine Tempovorteile gegenüber Sevillas Diego Carlos gnadenlos aus. Als der belgische Nationalspieler den Strafraum erreicht hatte, wurde er von seinem Gegenspieler dann auf eher ungeschickte Art und Weise zu Fall gebracht - Schiedsrichter Danny Makkelie aus den Niederlanden entschied auf Elfmeter und Lukaku beendete sein Werk höchstselbst. Der vor der Saison für 74 Millionen Euro von Manchester United verpflichtete Stürmer traf damit auch im elften Europa-League-Spiel nacheinander. Insgesamt war es sein 34. Pflichtspiel-Tor der Saison.

Ex-Gladbacher Luuk de Jong mit Doppelpack

Doch auch Sevilla, das mit einer Serie von 20 Spielen ohne Niederlage in die Begegnung gegangen war, verfügt über einen treffsicheren Mann im Sturmzentrum. De Jong, schon beim 2:1 im Halbfinale gegen ManUnited der Matchwinner, ließ sich auch im Endspiel nicht lumpen. Der Niederländer, der in seiner Zeit bei Borussia Mönchengladbach (2012 bis 2014) nie die hohen Erwartungen erfüllen konnte, glich zunächst per Flug-Kopfball aus, dann schädelte er den Ball gar zur Führung ins Netz.

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Zur Saison 2009/10 wurde der Europapokal reformiert und die Europa League ersetzten den UEFA Cup als "kleinen Europacup". Der SPORTBUZZER zeigt alle Sieger des Wettbewerbs.  ©

Mailand zeigte sich unbeeindruckt und schlug noch vor der Pause zurück - ebenfalls per Kopf. Routinier Diego Godin gelang nach einer Freistoß-Hereingabe von Marcelo Brozovic das 2:2. Rund zehn Minuten später ging es nach einem temporeichen, hitzigen und über weite Strecken sehr ansehnlichen ersten Durchgang in die Pause. Wer hoffte, dass sich das Spektakel nach dem Seitenwechsel ungebremst fortsetzen würde, wurde jedoch zunächst enttäuscht.

Lukaku lenkt Fallrückzieher ins eigene Tor

Beide Mannschaften schlossen nach Wiederbeginn das Visier und konzentrierten sich zunehmend auf die Taktik. Zwar sprangen auf beiden Seiten noch vereinzelte Chancen heraus, richtig zwingend wurde es aber nur selten - bis Lukaku zum Unglücksraben wurde. Der 27-Jährige lenkte einen Fallrückzieher von Diego Carlos, den er vor dem 1:0 noch düpiert hatte, ins eigene Tor. Inter versuchte danach zwar alles, um doch noch in die Verlängerung zu kommen, aber der Ball fand den Weg ins Netz nicht mehr.