13. Oktober 2020 / 08:55 Uhr

Inter Türkspor Kiel II und ASV Dersau feiern ihre ersten Dreier

Inter Türkspor Kiel II und ASV Dersau feiern ihre ersten Dreier

Jan Claas Harder
Kieler Nachrichten
Türkspors Samet Aydemir zieht aus der Distanz ab, Saxonias Patrick Mester (li.) ist nicht nah genug dran, um einzugreifen.
Türkspors Samet Aydemir zieht aus der Distanz ab, Saxonias Patrick Mester (li.) ist nicht nah genug dran, um einzugreifen. © Uwe Paesler
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Nach dem 2:1-Heimerfolg gegen Schönkirchen thront die SSG Rot-Schwarz Kiel als einzige Mannschaft mit makelloser Weste an der Tabellenspitze der Fußball-Verbandsliga Ost. Hinter dem Spitzenreiter reihen sich nach dem vierten Spieltag Plön, Preetz und Aufsteiger Gremersdorf ein, allesamt noch ungeschlagen. Die ersten Dreier überhaupt fuhren Dersau und Türkspor II ein. Während Dersau mit 6:3 in Laboe triumphierte, zwang Inter die FSV Saxonia mit 4:0 in die Knie.

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Preetzer TSV – Probsteier SG 2012 2:1

Im Vergleich zur Vorwoche musste der PTSV die Startelf auf sieben Positionen verändern, das wirkte sich aber nicht nachteilig aus. Die Gastgeber waren tonangebend, Moritz Danberg und Maximilian Zimmermann scheiterten an PSG-Keeper Fabien Hoppe. Stattdessen traf Florian Stahl auf der Gegenseite, als er den Ball aus 20 Metern satt in den Winkel „nagelte“. Am Drücker blieb der PTSV, der nach einer Ecke durch Leon Lembke ausgleichen konnte. In Halbzeit zwei war die Probsteier SG das aktivere Team. Die beste Chance bot sich Azem Mehanovic, der nur die Latte traf. Jubeln durften letztlich die Preetzer, weil Jonas Mau drei Minuten vor dem Abpfiff goldrichtig stand. „Meine Mannschaft hatte ein Durchschnittsalter von 20,9 Jahren. Das dürfte die jüngste Startelf gewesen sein, mit der wir jemals in ein Punktspiel gegangen sind“, erklärte PTSV-Coach Andreas Möller nicht ohne Stolz.

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SSG Rot-Schwarz Kiel – Concordia Schönkirchen 2:1

Finn Logemann hätte in der Partie frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen können, doch bei seinem ersten zwei Abschlüssen schoss er über und dann neben das Tor. Erst im dritten Anlauf sorgte er für das 1:0. Nach 39 Minuten musste Logemann verletzungsbedingt raus, für ihn kam Julius Todt ins Spiel. Doch Todt verletzte sich nach wenigen Minuten am Arm und musste den Weg ins Krankenhaus antreten. Schönkirchen glich noch vor der Pause durch Moshood Olamide Adesanya aus. Todt wurde in der Halbzeit durch Kristof Koop ersetzt, der seinerseits sechs Minuten vor dem Ende vom Elfmeterpunkt aus den 2:1-Siegtreffer erzielte. „Wir mussten am Ende noch Joshua Will verletzungsbedingt auswechseln. Nun brechen uns drei wichtige Spieler weg. Dieser Sieg ist teuer erkauft“, bedauerte RS-Trainer Benjamin Szodruch.

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Inter Türkspor Kiel II – FSG Saxonia 4:0

Mit fünf Akteuren aus der spielfreien Oberliga-Mannschaft liefen die Gastgeber auf. Die Veränderungen taten Türkspors Spiel ausgesprochen gut. Beim Führungstreffer setzte sich Mahsun Dogan durch, legte ab auf Samed Erol, der sich gegen drei Gegenspieler behauptete und zum 1:0 traf. Verletzungsbedingt musste Samet Aydemir vom Feld, doch mit Einwechselspieler Rockefeller Konneh-Tandoh betrat der Akteur den Rasen, der dem Spiel fortan seinen Stempel aufdrücken sollte. Noch vor der Halbzeit traf er zunächst vom Elfmeterpunkt und in Hälfte zwei bereitete er zunächst das 3:0 von Dogan vor, ehe er selbst den 4:0-Endstand besorgte. „Rocky hat das Spiel seines Lebens gemacht. Darüber hinaus standen wir in der Abwehr sicher und haben zudem eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt“, lobte Türkspor-Trainer Murat Özdemir.

TSV Flintbek – TSV Gremersdorf 2:2

Eigentlich fand Flintbek gut ins Spiel, doch der Ball wollte nicht den Weg ins Tor finden. Burak Özcan scheiterte aus der Nahdistanz an Gemersdorfs Keeper Fabian Mandt (6.). Fynn-Niklas Nordheim scheiterte per Kopf (20.). Den ersten Nackenschlag setzte es, als Gremersdorfs Kapitän Andre Brandt einen Flugkopfball in die Maschen drückte (34.). Den zweiten verpassten die biederen Gäste Flintbek, als Artem Winter aus 25 Metern traf (62.). Flintbek blieb das bessere Team, verkürzte durch Florian Wischnewski auf 1:2. Nach einem Handspiel von Malte Hülsen (86.) hätte es Strafstoß für Flintbek geben müssen, doch der Pfiff blieb aus. Däfür zeigte der Schiedsrichter in der Nachspielzeit auf den Punkt. Moritz Hübner verlud Mandt. „Im Nachhinein freue ich mich über das Remis, doch eigentlich waren drei Punkte unser Ziel“, gestand Flintbeks Coach Wolfgang Szellas.

VfR Laboe – ASV Dersau 3:6

Der VfR Laboe musste sich zur Halbzeit mit einem 1:3-Rückstand abfinden, der in gravierenden individuellen Fehlern seine Ursache hatte. Doch nach dem Seitenwechsel drehte der VfR deutlich auf und kam innerhalb weniger Minuten durch Marcel Schwantes und Janek Geisbauer verdientermaßen zum Ausgleich. „Dersau konnte sich innerhalb dieses Zeitraums nicht ansatzweise befreien. Wir waren drauf und dran das vierte Tor zu machen und haben in dieser Phase auch einen qualitativ richtig guten Fußball gezeigt“, konstatierte Laboes Co-Trainer Dominic Kahl. Doch der Sturmlauf der Gastgeber wurde ausgebremst, als ein weiterer eklatanter Schnitzer in der VfR-Defensive dafür sorgte, dass Dersau wieder jubeln durfte. Ein VfR-Akteur stolperte in der Rückwärtsbewegung, so dass die Gäste frei Bahn hatten. Am Ende war es Darko Veselinovic, der angeschossen wurde und das Spielgerät in die eigenen Maschen beförderte. Laboe versuchte sich noch einmal gegen die Niederlage zu stemmen – ohne Erfolg. Dersau nahm die sich bietenden Räume an und legte noch zwei Kontertreffer nach. Sieben Minuten vor dem Ende traf Faustino Blanco Fernandez zum dritten Mal, in der Schlussminute sorgte Thilo Schmidt für den Endstand. „Dersau hat ganz cool die Tore gemacht, obwohl wir fußballerisch mehr zu bieten hatten. Geschadet hat uns auch die verletzungsbedingte Auswechslung von Rene Puls, da uns dadurch ein wenig der Spielfluss abhanden gekommen ist“, so Kahl.

Der nächste Spieltag, Sonnabend, 14 Uhr: TSG Concordia Schönkirchen – Preetzer TSV – 15 Uhr: ASV Dersau – Inter Türkspor Kiel II, Probsteier SG 2012 – TSV Plön – 16.15 Uhr: TSV Gremersdorf – FSG Saxonia – Sonntag, 15 Uhr: SG Dobersdorf/Probsteierhagen – VfR Laboe, TSV Flintbek – SSG Rot-Schwarz Kiel.