28. Mai 2020 / 12:39 Uhr

Inter Türkspor Kiel: Jörg Ahrens fordert Demut und Leidenschaft

Inter Türkspor Kiel: Jörg Ahrens fordert Demut und Leidenschaft

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jörg Ahrens trainiert in Zukunft den Oberligisten Inter Türkspor Kiel.
Jörg Ahrens trainiert in Zukunft den Oberligisten Inter Türkspor Kiel. © Reinhard Gusner
Anzeige

Mit einer unerwarteten Presseerklärung sorgte Inter Türkspor Kiel für Aufsehen. Der Oberligist präsentierte am Dienstag Jörg Ahrens als neuen Cheftrainer. Timo Bruns, der noch vor zehn Tagen am Kader für die neue Saison bastelte, hatte seinen Trainerposten aus persönlichen Gründen zur Verfügung gestellt. Ahrens, der in der zurück liegenden Serie den Landesligisten SpVg Eidertal/Molfsee trainiert hatte, wechselt mit seinem Co-Trainer Kai Tönnies an das Ostufer. Der KN Sportbuzzer hakte nach wie es zu diesem Wechsel kam und welche Ziele der 56-jährige Trainer mit Inter Türkspor Kiel verfolgt.

Anzeige
Anzeige

KN Sportbuzzer: Hallo, Jörg. Für viele ein überraschender Vereinswechsel. Wie kam er zustande?

Ahrens: Auch für mich kam das überraschend. Mittwoch letzter Woche wurde ich von Inters Abteilungsleiter Güngör Gözekci angerufen und gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, die Oberligamannschaft zu trainieren. Und welcher Trainer hört sich ein Angebot eines Oberligavereins nicht an? Während unseres ersten Gespräches mit den Offiziellen wenige Tage später, haben beide Seiten schnell gemerkt, dass wir eine super Basis haben und dass die Zusammenarbeit funktionieren sollte. Ich bin seit 1994 Trainer und habe noch nie eine Oberligamannschaft trainiert. Diese Chance will ich wahrnehmen. Für mich ist das eine tolle Herausforderung.

Mehr Fußball aus der Region

KN Sportbuzzer: Inter stand auf einem Abstiegsplatz und hat am grünen Tisch den Klassenerhalt zugesprochen bekommen. Was muss besser werden, um in der nächsten Serie sportlich mithalten zu können?

Ahrens: Wir wissen, dass wir noch am Kader arbeiten müssen, um konkurrenzfähig zu sein. Wir müssen uns punktuell noch verstärken. Es laufen Gespräche mit ambitionierten Spielern, die Oberliga-Erfahrung haben. Außerdem sprechen wir verstärkt U19-Spieler ab Oberliga aufwärts an.

KN Sportbuzzer: Inter hat in 20 Spielen 54 Gegentore kassiert. Die Abwehr ist offenbar die Achillesferse. Nun haben mit Innenverteidiger Kevin Wendt und dem kampfstarken Tino Kern noch zwei Defensivspieler den Verein verlassen. Wie wird die Abwehr sattelfester gemacht?

Ahrens: Kevin Wendt geht beruflich nach Hamburg. Mit Tino Kern und dem Verein werde ich noch einmal sprechen, um mich über die Vorgänge ins Bild zu setzen. Tino hat Gesprächsbereitschaft signalisiert. Die Tür ist von meiner Seite nicht zu. Das Defensivverhalten ist eine Sache der ganzen Mannschaft. Da muss bei Ballverlust im Block und in Ketten verteidigt werden. Außerdem muss der Spielaufbau über die Innenverteidigung und das Verhalten bei Standardsituationen besser werden. Fehler der anderen muss das Team ausbügeln und als Einheit agieren. Es wird eine anspruchsvolle Aufgabe, der wir alle mit Demut und Leidenschaft begegnen müssen.