02. März 2020 / 13:35 Uhr

Inter Türkspor Kiel kann sich beim 2:3 gegen Flensburg nicht für gute Leistung belohnen

Inter Türkspor Kiel kann sich beim 2:3 gegen Flensburg nicht für gute Leistung belohnen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Bordesholmer Eugen Halili zieht vor dem Oldenburger Jendrik Müller (li.) ab, verfehlt allerdings das Tor.
Der Bordesholmer Eugen Halili zieht vor dem Oldenburger Jendrik Müller (li.) ab, verfehlt allerdings das Tor. © Reinhard Gusner
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Auch im neuen Jahr bleibt alles beim Alten: Der Eckernförder SV kann in der Fußball-Oberliga nicht gewinnen. Beim ambitionierten 1. FC Phönix Lübeck setzte es eine 1:6-Klatsche. Derweil konnte Inter Türkspor Kiel auch mit neuem Coach nicht den erhofften Befreiungsschlag landen und unterlag dem TSB Flensburg mit 2:3. Der TSV Bordesholm verlor zudem auf Kunstrasen gegen den Oldenburger SV mit 1:2. Eutin 08 und der PSV Neumünster blieben witterungsbedingt spielfrei.

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Inter Türkspor Kiel – TSB Flensburg 2:3

Inter hatte sich mit Neu-Trainer Timo Bruns viel vorgenommen und versuchte mit einer defensiven, auf schnelle Konter ausgelegten Taktik zum Erfolg zu kommen. Doch bereits nach 34 Minuten lagen die Kieler gegen den Tabellendritten mit 0:2 zurück. Erst gab es nach einem „harmlosen Trikotzupfer“ von Linus Schewior einen Strafstoß, den Arne Ingwersen zum 1:0 für die Gäste nutzte (26.). Dann zeigte sich Inter bei einem langen Einwurf zu sorglos, so dass Sönke Meyer ungehindert einköpfen konnte (34.). „Wir wollten gerade bei Standards aufmerksam sein. Das ärgert mich. Aber wir haben eine tolle Reaktion gezeigt“, erklärte Bruns, dessen Team binnen vier Minuten und noch vor der Pause egalisierte. Erdogan Cumur (40.) traf zunächst mit sattem 14-Meter-Schuss, ehe Alban Jasari (44.) nach einem beherzten Solo von der Mittellinie zum 2:2 einschob. Selbst der erneute Rückstand, abermals nach langem Einwurf von Meyer (47.) erzielt, schockte Türkspor nicht.

Bruns: „Das Ergebnis ist enttäuschend. Es überwiegt aber die Freude über die Teamleistung."

„Wir haben danach mächtig Druck gemacht. Flensburg kam kaum noch aus der eigenen Hälfte. Es fehlte aber der letzte Pass“, trauerte Bruns guten Gelegenheiten von Cumur (69.) und Enis Gashi (77.) hinterher. Der Ausgleich wollte trotz großer Überlegenheit nicht mehr gelingen. „Wir haben eine super Partie gezeigt. Der Zusammenhalt und die Moral der Mannschaft haben gestimmt. Es war viel mehr drin. Deshalb ist das Ergebnis enttäuschend. Es überwiegt aber die Freude über die Teamleistung“, sagte Timo Bruns nach seinem ersten Spiel als Inter-Trainer.

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TSV Bordesholm – Oldenburger SV 1:2

Schon nach zwei Minuten hätten die Gastgeber in Führung gehen können, doch Malte Lucht brachte den Ball nach einem dicken Patzer von OSV-Keeper Felix Prokoph nicht im leeren Tor unter. Die Bordesholmer wählten weiterhin den Vorwärtsgang, taten sich aber schwer gegen massiv in der Defensive stehende Gäste, die auch in der Offensive zu gefallen wussten. „Drei Oldenburger Aktionen mit zwei Gegentoren“, bilanzierte TSVB-Coach Björn Sörensen, nachdem seine Abwehr sich durch OSV-Torjäger Daniel Junge (27.) und Mats Klüver (42.) den 0:2-Pausenrückstand eingefangen hatte. Dem rannte sein Team in Halbzeit zwei mit immer größeren Offensivbemühungen hinterher, scheiterte aber wiederholt an Prokoph, der sich nur noch von Lucht (90./FE) bezwingen ließ. Als „brutal effektiv vor dem Tor“, charakterisierte OSV-Trainer Florian Albrecht seine Mannschaft, während Sörensen „mit dem Ergebnis unzufrieden“ war.

Diese Spieler haben Holstein Kiel in der Vergangenheit geprägt:

Kingsley Schindler kam im Juli 2016 von der Reserve der TSG Hoffenheim ins Nest der Störche. Als Rechtsverteidiger geholt, wurde er dank seiner Schnelligkeit schnell zum Rechtsaußen umgeschult. In 101 Spielen für die KSV Holstein gelangen dem Flügelflitzer 34 Tore und 22 Assists. Zudem entwickelte sich der Deutsch-Ghanaer zum sicheren Elfmeterschützen. Somit spielte sich Schindler schnell in die Herzen der Holstein-Fans. Im Sommer 2019 wechselte der King zum Bundesligisten 1. FC Köln. Zur Galerie
Kingsley Schindler kam im Juli 2016 von der Reserve der TSG Hoffenheim ins Nest der Störche. Als Rechtsverteidiger geholt, wurde er dank seiner Schnelligkeit schnell zum Rechtsaußen umgeschult. In 101 Spielen für die KSV Holstein gelangen dem "Flügelflitzer" 34 Tore und 22 Assists. Zudem entwickelte sich der Deutsch-Ghanaer zum sicheren Elfmeterschützen. Somit spielte sich Schindler schnell in die Herzen der Holstein-Fans. Im Sommer 2019 wechselte "der King" zum Bundesligisten 1. FC Köln. ©
TORbuzzer Folge 24 - enthalten sind die Tore der Partien VfL Wolfsburg II gegen VfB Lübeck sowie Weiche Flensburg gegen SV Werder Bremen II

FC Phönix Lübeck – Eckernförder SV 6:1

Gerade einmal zwölf Minuten waren absolviert, da führte Phönix durch Treffer des marokkanischen Junioren-Nationalspielers Karim Loukili und Goalgetter Marco Pajonk bereits mit 2:0. Doch Schlusslicht ESV ließ sich vorerst nicht entmutigen und wurde dafür belohnt. Eine Flanke von Thilo Lorenz aus dem Halbfeld fand Jan-Ole Jürgensen (27.), der den Ball am Elfmeterpunkt annahm und in der linken Ecke versenkte. Die ausgeprägte Qualität auf Seiten der Gastgeber brachte den ESV dann jedoch auf die Verliererstraße. Pajonk sorgte unmittelbar vor und direkt nach der Pause für die vorentscheidende 4:1-Führung, die Loukili (62.) und erneut Pajonk (77.) noch ausbauten. „Wir hatten durchaus gute Phasen, doch wir müssen weiter an unserer Cleverness arbeiten und beispielweise das dritte und vierte Gegentor vermeiden“, meinte ESV-Coach Maik Haberlag.