30. Mai 2019 / 00:22 Uhr

Internationale Pressestimmen zum Chelsea-Sieg in der Europa League: "UEFA vergaloppiert sich"

Internationale Pressestimmen zum Chelsea-Sieg in der Europa League: "UEFA vergaloppiert sich"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Chelsea hat das Finale der Europa League beherrscht und den FC Arsenal klar besiegt. In der internationalen Presse gibt es viel Lob, aber es wurden auch kritische Töne laut - wegen dem Final-Spielort in Baku.
Der FC Chelsea hat das Finale der Europa League beherrscht und den FC Arsenal klar besiegt. In der internationalen Presse gibt es viel Lob, aber es wurden auch kritische Töne laut - wegen dem Final-Spielort in Baku. © Getty
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Der FC Chelsea hat das Finale der Europa League in einem reinen Londoner Duell gegen den FC Arsenal für sich entschieden - dank überragender Leistungen von Eden Hazard und Olivier Giroud. Doch der Glanz des Titelgewinns wird von den Querelen um Endspielort Baku in Aserbaidschan überschattet. Die Pressestimmen.

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Mesut Özil hockte frustriert auf der Arsenal-Bank und verfolgte mit bitterer Miene die Feierlichkeiten des Stadtrivalen FC Chelsea nach dem Gewinn der Europa League. Nicht der Weltmeister von 2014, sondern sein Gegenüber Eden Hazard machte im ersten stadtinternen Aufeinandertreffen der Europa-League-Geschichte den Unterschied aus. Mit einer deutlichen 1:4 (0:0)-Niederlage verpasste der FC Arsenal den ersten Europacup-Sieg seit 25 Jahren und das versöhnliche Ende einer größtenteils verkorksten Saison. Ohne den aus politischen Gründen fehlenden Henrikh Mkhitaryan waren die Gunners gegen Chelsea am Mittwoch auf verlorenem Posten und versäumten somit auch die nachträgliche Qualifikation für die Champions League.

Die internationalen Medien feierten den würdigen Sieger FC Chelsea und dessen überragende Stars Eden Hazard und Olivier Giroud. Doch es wurden auch kritische Töne laut. Die Süddeutsche Zeitung etwa schrieb, die UEFA habe sich mit der Wahl des Finalspielorts in Aserbaidschan "vergaloppiert". Der SPORTBUZZER zeigt die Reaktionen der internationalen Medien aus England, Frankreich und Italien.

Internationale Pressestimmen: Chelsea "fulminant" im Finale der Europa League

Der FC Chelsea hat das Finale der Europa League beherrscht und den FC Arsenal klar besiegt. In der internationalen Presse gibt es viel Lob, aber es wurden auch kritische Töne laut - wegen dem Final-Spielort in Baku. Zur Galerie
Der FC Chelsea hat das Finale der Europa League beherrscht und den FC Arsenal klar besiegt. In der internationalen Presse gibt es viel Lob, aber es wurden auch kritische Töne laut - wegen dem Final-Spielort in Baku. ©
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Hazard kündigt Abschied zu Real Madrid an: "Zeit für eine neue Herausforderung"

Jubeln durfte dagegen der verletzte deutsche Nationalverteidiger Antonio Rüdiger, der auf Krücken zur Siegerehrung erschien und ganz nah dran war, als Hazard den Siegerpokal in den Nachthimmel von Baku stemmte. „Es ist ein super Gefühl, so ein Spiel zu gewinnen. Ich liebe Chelsea, der Klub ist Teil meiner Familie“, sagte Hazard und sagte mit Blick auf seinen wohl bevorstehenden Wechsel zu Real Madrid: „Ich habe meine Entscheidung getroffen. Jetzt warten wir darauf, was beide Klubs machen. Ich denke, es ist ein Goodbye. Mein Traum war es, in der Premier League zu spielen. Das habe ich für einen der größten Klubs gemacht. Nun ist es Zeit für eine neue Herausforderung.“

Alles zum Finale der Europa League

Den Weg zum Erfolg der Blues im Olympiastadion von Baku, in dem wie erwartet rund 10 000 Plätze leer blieben, ebnete Weltmeister Olivier Giroud mit dem Führungstreffer in der 49. Minute und einem herausgeholten Elfmeter. Ausgerechnet Giroud, der von 2012 bis 2018 für Arsenal auf Torejagd gegangen war und nun mit seinem elften Treffer im laufenden Wettbewerb auch Torschützenkönig wurde. Der Frankfurter Luka Jovic (10 Tore) folgt dahinter. „Diese zwei Klubs haben mein Leben verändert und mir die Chance gegeben, in der Premier League zu spielen. Ich will nicht gegen Arsenal jubeln, aber ich bin stolz, den Pokal gewonnen zu haben“, sagte Giroud.

Özil wartet weiter auf seinen ersten internationalen Vereinstitel

Nach den Toren des Spaniers Pedro (60.) und zweimal Hazard (65./Foulelfmeter, 71.) war der fünfte Europacup-Sieg insgesamt und der zweite in der Europa League nach 2013 für Chelsea perfekt. Daran änderte auch das Gegentor des eingewechselten Alex Iwobi nichts (69.). Die Qualifikation für die Königsklasse hatte die Mannschaft von Trainer Maurizio Sarri, der von Juventus Turin umworben wird, ohnehin schon sicher.

Der schwach spielende Ex-Nationalspieler Özil (30), der als einziger von vier Deutschen im Kader beider Klubs am Mittwoch zum Einsatz kam, wartet dagegen weiter auf den ersten internationalen Vereins-Titel. Der 2014er Mit-Weltmeister Shkodran Mustafi saß bei Arsenal ebenso auf der Bank wie Nationaltorhüter Bernd Leno. Denn Petr Cech (37) hatte in seinem letzten Spiel der Karriere den Vorzug erhalten.

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