03. September 2019 / 10:52 Uhr

39. internationaler Steinhuder-Meer-Lauf: 444 Starter - "damit sind wir sehr zufrieden"

39. internationaler Steinhuder-Meer-Lauf: 444 Starter - "damit sind wir sehr zufrieden"

Norbert Fettback
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Noch herrscht Ruhe: Auf der Sportanlage des TSV Poggenhagen versammeln sich die Läufer zum gemeinsamen Start über fünf und zehn Kilometer sowie zum Halbmarathon.
Noch herrscht Ruhe: Auf der Sportanlage des TSV Poggenhagen versammeln sich die Läufer zum gemeinsamen Start über fünf und zehn Kilometer sowie zum Halbmarathon. © Carsten Schmidt
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Im nächsten Jahr feiert der Steinhuder-Meer-Lauf runden Geburtstag. Deswegen alles eine Nummer größer aufzuziehen, ist nicht der Plan der Veranstalter vom TSV Poggenhagen. Sie sind zufrieden, wie es bei der 39. Auflage gelaufen ist. Bisher stets mit dabei: der 83-jährige Hartmut Pelikan.

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Manchmal hilft eben der Zufall nach. Als beim 39. internationalen Steinhuder-Meer-Lauf der Sieger im Halbmarathon aufgerufen wurde, ging der Name des zu Ehrenden ein wenig schwer über die Lippen. Kein Meier, Müller oder Schulze: Oben auf dem Treppchen stand mit Sergei Mikhailenko ein Sportler aus Russland, der für die Vegan Runners Russia antritt.

Am Tag des Erfolges gemeldet

Das Rennen, das in Poggenhagen mit exakt 21,22 Kilometern ein wenig länger ist als anderswo, hatte der weit gereiste Gast in 1:18:58 Stunden gewonnen – und mit seinem Start für die internationale Note in Poggenhagen gesorgt. Und das mit Ausrufezeichen. „Er hat erst am Sonntag nachgemeldet“, berichtete Hartmut Strecker, der bei dieser traditionsreichen Veranstaltung der Laufpass-Serie als Organisationschef dafür sorgen muss, dass alles möglichst reibungslos klappt.

Und das war offenkundig der Fall. „Wir haben sehr viel Lob bekommen“, sagte Strecker, der seit zwei Jahren Vorsitzender des TSV Poggenhagen ist. Für ihn und seine rund 50 Helfer auf dem Sportplatz an der Ilschenheide 4 und an der Strecke ist das der schönste Lohn. Und das galt nicht nur für die Eltern jener 62 Kinder, denen der Verein nach Jahren erstmals wieder ein Angebot zum Laufen über 450 oder 850 Meter gemacht gemacht hatte.

Bilder vom 39. internationalen Steinhuder-Meer-Lauf

Und los: Das Rennen für die Jüngsten ist gestartet. Zur Galerie
Und los: Das Rennen für die Jüngsten ist gestartet. ©
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Mit 25 Startern bei diesem Revival wäre er schon sehr zufrieden gewesen, meint Strecker – nun waren es bei den Jüngsten mehr als doppelt so viele. Auch den Erwachsenen gefiel es. „Der Wettkampf war mal wieder super organisiert und hat mega Spaß gemacht“, sagte Mike Asche aus Hannover, der sich unter die 143 Halbmarathonis gemischt hatte. Er kommt immer wieder gerne nach Poggenhagen.

Applaus für Andreas Solter

Anerkennung gab es auch von Andreas Solter, dem Führenden im SPORTBUZZER-Ranking, der den Zehn-Kilometer-Wettbewerb, der in Poggenhagen 10,2 Kilometer misst, in 34:49 Minuten für sich entschied. „Auf dem letzten Abschnitt gab es von den Läuferinnen und Läufern, die mir entgegenkamen, sogar Beifall für mich“, berichtete er.

Bei einem Volkslauf ist das eher ungewöhnlich, und so etwas beflügelt zusätzlich. Solter, der für Hannover Athletics startet, war weit über eine Minute schneller als Tobias Krug (36:03) und Guido Vollkommer (beide Hannover 96, 36:32) auf den nächsten Plätzen.

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Bei den Frauen ist Anne Schloßer bestens aus der Sommerpause gekommen. In Poggenhagen landete die Polizistin, die in Seelze zu Hause ist und keinem Verein angehört, den nächsten Erfolg über zehn Kilometer. Ihr Sieg in 44:44 Minuten war ungefährdet, denn Anette Marienberg (48:47) und Sina Wand (49:06) folgten mit gehörigem Abstand.

Schloßer startet die Aufholjagd

So kommt Schloßer, die im Juni bei den Volksläufen der Laufpass-Serie aus beruflichen und privaten Gründen nicht in Erscheinung trat, im SPORTBUZZER-Ranking wieder weiter nach vorn. In Poggenhagen holte sie sich die nächsten 25 Punkte. „Die Aufholjagd ist gestartet“, meinte sie. Und wenn ihr Dienstplan es hergibt, dann steht den Konkurrentinnen beim Kampf um die Spitzenposition wohl ein heißer Laufherbst bevor.

Wichtige Zähler für das SPORTBUZZER-Ranking sicherte sich auch Tanja Schoenbeck (Hannover Athletics), die im Halbmarathon in 1:37:52 Stunden Platz drei belegte. Die vor ihr platzierte Maren Senft (1:37:13) hatte sie auf dem Weg bis zur Badeinsel im Steinhuder Meer und zurück dabei meistens im Blick. Nicht aber Miriam Paurat (MTV Jahn Schladen), die in 1:28:25 unangefochten siegte. Nur vier Männer waren schneller, darunter Philipp Heide (SV Aegir Hannover, 1:19:09) und Sasha Sokolowski (TSV Bokeloh, 1:21:51) als Dritter.

Download SPORTBUZZER-Ranking: 22. Einzelwertung
Download SPORTBUZZER-Ranking: 22. Einzelwertung (Sonderpunkte)

Dem Fünf-Kilometer-Rennen drückten Nadine Lofski (TuS Wunstorf, 20:10 Minuten) und Ole Küster (Lehrter SV, 17:54) ihren Stempel auf. Zu den 132 Startern dieses Rennens gehörte auch Hartmut Pelikan. Der 83-Jährige vom Mühlenberger SV war nach eigenen Angaben damit bei allen 39 Läufen in Poggenhagen dabei – und hat sich schon für den 6. September 2020 angemeldet, wie Cheforganisator Strecker sagt.

Mehr Parkplätze, mehr Kuchen

Dann gibt es die 40. Auflage des Steinhuder-Meer-Laufs. Aber nicht den Anspruch, aus diesem Grund alles eine Nummer größer zu machen. „Wir hatten jetzt insgesamt 444 Starter“, sagte Strecker. „Damit sind wir sehr zufrieden.“ Ein paar mehr dürften es natürlich schon noch werden, nicht zuletzt in den Kinderwettbewerben. Und was wollen die Leute vom TSV verbessern? „Wir hatten dieses Jahr die Parkplatzsituation unterschätzt“, sagte der 61-Jährige.

Und dass der Kuchen auf dem Sportplatz am frühen Nachmittag nicht mehr für alle reichte, das dürfe auch nicht wieder passieren. Gerade der 40. Lauf in Poggenhagen soll ja eine runde Sache werden.

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