06. Mai 2020 / 08:17 Uhr

"Gefühl hatte ich sehr vermisst": Philipp Ochs über Starts bei Hannover 96

"Gefühl hatte ich sehr vermisst": Philipp Ochs über Starts bei Hannover 96

Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Philipp Ochs hatte viel Freude an seinem ersten Treffer für Hannover 96.
Philipp Ochs hatte viel Freude an seinem ersten Treffer für Hannover 96. © imago images/foto2press
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Philipp Ochs hat sich schnell eingelebt bei Hannover 96, gegen Holsten Kiel gelang dem Winter-Neuzugang aus Hoffenheim das erste Tor. Im Interview mit dem SPORTBUZZER spricht der 23-Jährige über seine Anfangszeit an der Leine und blickt auf den möglichen Neustart mit 96 voraus.

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Für Philipp Ochs dürfte es extra-seltsam sein in der Zwangspause. Die offensive Allzweckwaffe kam ablösefrei aus Hoffenheim, als die Winterpause schon vorbei war. Anfang Februar stand der 23-Jährige für Hannover 96 das erste Mal auf dem Trainingsplatz, gut einen Mo­nat später wurde die Saison unterbrochen. Im Interview mit dem SPORTBUZZER spricht er über die schnelle Verbundenheit zu Hannover und Wünsche für die unterbrochene Saison.

Sie sind schnell angekommen in Hannover. Gegen Kiel gab es Ihr Tordebüt, jetzt in der Zwangspause haben Sie als einer von acht Profis für den e.V. gespendet. Warum war das Einleben bei 96 einfach?

Ich bin tatsächlich noch nicht so lange hier, trotzdem fühle ich mich in Stadt und Verein schon fast wie zu Hause. Das hängt natürlich in erster Linie mit den Menschen hier zusammen. Ich wurde ungemein herzlich und offen empfangen. Das macht einem die Eingewöhnung leicht: auf und neben dem Platz.

Bilder vom Training von Hannover 96 (5. Mai)


Josip Elez sprintet über den Platz. Zur Galerie
Josip Elez sprintet über den Platz. ©

Das hat ziemlich gut funktioniert. Wie hat sich das erste 96-Tor angefühlt?

Das war ein unglaubliches Gefühl, das war wirklich emotional. Für mich war es einfach toll, dass ich meiner Mannschaft endlich wieder auf dem Platz helfen konnte. Das Gefühl hatte ich sehr vermisst. Dazu kam, dass es für uns ja kein unwichtiges Spiel war.

Das Tempo stimmte bei Ihnen und 96, doch dann wurde wegen Corona alles ausgebremst. Wie bitter ist der überraschende Stopp?

Das ist für die Mannschaft und auch für mich natürlich schade, weil wir ganz gut in Schwung waren. Aber das ist in diesen Zeiten Jammern auf hohem Niveau. Ich sehe in meinem persönlichen Um­feld Menschen, die es deutlich schwerer haben als wir. Natürlich ist Fußball meine Leidenschaft. Und natürlich vermisse ich das Spiel. Aber das Virus hat noch einmal sehr deutlich gezeigt, dass es wichtigere Dinge gibt.

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Wie verbringen Sie Freizeit in der noch neuen Stadt?

Ich war gerade dabei, die Stadt und die Umgebung besser kennenzulernen, als die Pandemie ausgebrochen ist. Ich hoffe, dass sich die Situation bald wieder so normalisiert, dass ich das fortführen kann. Generell bin ich aber eh kein Typ, der um die Häuser zieht. Am liebsten verbringe ich die Zeit mit meiner Freundin und unserem Hund.

Wie groß ist Ihre Vorfreude darauf, vielleicht bald wieder „normal“ Fußball spielen zu können – und wie gut hat es sich schon angefühlt, zumindest mit Abstand zu den Mitspielern wieder im Stadion trainieren zu dürfen?

Nach dem sportlichen Homeoffice war es natürlich schön, mal wieder auf dem Rasen gegen den Ball treten zu können und die Jungs wiederzusehen.

Klar würde ich mich auch freuen, bald wieder richtig Fußball spielen zu können. Aber ein wenig seltsam wird es zu Beginn schon sein. Fußball ist ein Spiel, das Freude machen soll. Nicht nur uns, sondern auch den Zuschauern. Ich hoffe, dass wir das in einigen Monaten wieder erleben dürfen. Denn das würde gleichzeitig auch bedeuten, dass wir das Virus in den Griff bekommen haben.