25. März 2020 / 16:55 Uhr

Interview: Torben Sieg von der SG Rodenberg ist Schaumburgs letzter Torschütze vor der Corona-Pause

Interview: Torben Sieg von der SG Rodenberg ist Schaumburgs letzter Torschütze vor der Corona-Pause

Daniel Kultau
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
Schaumburgs letzter Torschütze
Torben Sieg ist der letzte Schaumburger Torschütze, vor der Corona-Pause. © pr.
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Als Torben Sieg von der SG Rodenberg am 8. März in der 88. Minute das 5:2 gegen die SpVg Hüpede-Oerie erzielt, ahnt noch niemand, dass es ein ganz besonderer Treffer ist.

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Es war laut unserer Informationen das letzte Spiel, an dem ein Team aus Schaumburg teilgenommen hat und somit auch das letzte Tor eines Schaumburgers, bevor der Niedersächsische Fußballverband den Spielbetrieb einstellte. Die Entscheidung für Sieg war jedoch hauchdünn. Eine Minute früher traf Bjarne Müller vom SC Rinteln im Testspiel gegen den SV Victoria Lauenau. Der 27-jährige Rodenberger studiert und arbeitet bei Siemens. Wir unterhielten uns mit ihm über den letzten Treffer vor der torlosen Zeit, fragten, wie er sich derzeit fit hält und was er sich für den Rest der Spielzeit wünscht.

Herr Sieg, welche Erinnerungen haben Sie an das letzte Testspiel vor der Corona-Pause?

Recht wenige. Ich glaube der Gegner kam aus der Region Hannover. Wir waren an dem Tag aber nicht so gut drauf. Das Spiel hätte auch 8:8 ausgehen können. Ich habe ziemlich viele Chancen gebraucht, um das Tor zu erzielen.

Wie fiel Ihr Treffer zum 5:2 denn?

Es war eine scharfe Hereingabe von der linken Seite. Ich musste in der Mitte dann nur noch den Fuß hinhalten.

Hätten Sie damals gedacht, dass es das letzte Spiel für lange Zeit sein würde?

Nein, hätte ich nicht. Damals hätte ich an höchstens ein bis zwei Wochen Pause geglaubt.

Was meinen Sie denn, wie lange die Pause nun noch andauern wird?

Das kann ich nur schwer einschätzen, aber ich gehe mal davon aus, dass wir noch mindestens vier bis sechs Wochen pausieren müssen. Sie stehen mit der SG Rodenberg in der 2. Kreisklasse souverän auf dem ersten Platz. Mit bisher zehn Siegen und einem Unentschieden aus elf Spielen sind Sie der Aufstiegsfavorit.

Ich kann mir vorstellen, dass Sie im Falle eines Saisonabbruchs nicht unbedingt noch eine Saison in der 2. Kreisklasse spielen wollen?

Die ganze Mannschaft sieht das genauso. Wir fühlen uns bisher etwas unterfordert. Gegen die ersten vier der Tabelle zu spielen macht noch Spaß. In manchen Duellen gegen die Teams aus der unteren Tabellenhälfte sind wir froh, wenn wir gesund bleiben. Da gibt es teilweise schon einen großen Qualitätsunterschied.

Wie halten Sie sich momentan in der fußballfreien Zeit fit?

Ich gehe mit meiner Freundin laufen und absolviere ein Home-Workout. Leider habe ich nur eine Kurzhantel, was es ein bisschen schwierig macht. Ansonsten spiele ich noch viel PlayStation.

Was wünschen Sie sich für den Rest der Saison?

Es wäre schön, wenn wir die Saison doch noch zu Ende spielen und zum Schluss ein Happy End feiern könnten. Aber da gibt es natürlich Fristen. Möglicherweise müssen wir auch unsere Mannschaftsfahrt absagen. Wir wären am Pfingstwochenende Ende Mai mit den Herren- und Damenmannschaften an die Ostsee gefahren. Mal schauen, wie sich die Lage bis dahin in den nächsten Wochen entwickelt. Vielleicht ist ja beides noch möglich.

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