11. Juni 2021 / 18:41 Uhr

Havelses Kapitän Fölster: DFB-Pokal? Aufstieg "ist noch mal etwas ganz anderes"

Havelses Kapitän Fölster: DFB-Pokal? Aufstieg "ist noch mal etwas ganz anderes"

Christian Purbs
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Will sich mit seinen Mitspielern die Saison versüßen: Havelses Kapitän Tobias Fölster.
Will sich mit seinen Mitspielern die Saison "versüßen": Havelses Kapitän Tobias Fölster. © Christian Hanke
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Im Hinspiel der Relegation um den Aufstieg in die 3. Liga will sich der TSV Havelse am Samstag (13 Uhr) in Schweinfurt eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche erspielen. Im Interview mit dem SPORTBUZZER spricht Kapitän Tobias Fölster über Stärken, Chancen und den Gegner.

Einige ganz besondere Spiele hat der TSV Havelse in dieser Saison ja schon hinter sich: den Triumph im NFV-Pokal, dann die Partie gegen den Bundesligisten Mainz 05 in der ersten Runde des DFB-Pokals. Und jetzt geht es gegen Schweinfurt um den Aufstieg in die 3. Liga. Welches Spiel hat für Sie den höchsten Stellenwert?

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Dass wir den NFV-Pokal gewonnen haben, war ein absoluter Höhepunkt, das Spiel in Mainz das i-Tüpfelchen. Doch dass wir jetzt aufgrund unserer starken Leistung in der abgebrochenen Saison die Relegation spielen und in die 3. Liga aufsteigen können, ist noch mal etwas ganz anderes. Das sind zwei Spiele, die uns die Saison versüßen können.

Mehr über die Aufstiegsspiele

Das letzte Saisonspiel in der Regionalliga hat die Mannschaft Ende Oktober gegen den HSC gemacht, danach konnte nur noch trainiert werden, seit Beginn des Jahres gab es einige Testspiele. Wie gut ist das TSV-Team in Form?

Bis auf das erste Testspiel beim Chemnitzer FC, das leider mit 1:3 verloren ging, haben wir gezeigt, dass wir gut in Form sind. Wir kennen unsere Abläufe und haben weiter an den Dingen gearbeitet, die in den Testspielen nicht so gut liefen. Wir sind gut vorbereitet, die Spiele gegen Schweinfurt können kommen.

Beim 0:0 im letzten Testspiel gegen Hildesheim hat es in der Offensive geholpert. Woran lag’s?

Chancen hatten wir auch in diesem Spiel reichlich, uns haben nur die Tore gefehlt. Ansonsten war es ein gutes Spiel von uns, in dem wir es in der zweiten Halbzeit besser gemacht haben als vor der Pause. Und mit Yannik Jaeschke und Leon Damer, die beide nicht spielen konnten, haben wir in der Offensive noch mehr Durchschlagskraft.


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Wir stark schätzen Sie Ihren Gegner Schweinfurt ein?

Unser Trainerteam hat uns in den vergangenen Tagen mit Videoanalysen sehr gut vorbereitet. Zudem konnten wir uns ja die Play-off-Spiele anschauen und wissen, wo sie ihre Stärken ha­ben. Das ist eine robuste Mannschaft, es werden auf jeden Fall zwei hart umkämpfte Spiele. In der vergangenen Saison hat Schweinfurt den Aufstieg nur knapp verpasst, jetzt kriegen sie noch eine Chance. Ich denke, die haben definitiv auch Bock auf die 3. Liga.

Wie groß ist der Vorteil der Schweinfurter, dass sie sich in den vergangenen Wochen in den Play-off-Spielen gegen Aschaffenburg und Bayreuth schon Spielpraxis holen konnten?

Sie hatten vier Spiele, in denen es um etwas ging. Im Wettkampfmodus zu spielen, ist etwas anderes, als wenn man Testspiele macht. Wir müssen halt das, was wir in den Testspielen gezeigt haben, dann auch in den Relegationsspielen auf den Platz bringen.

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Und wer ist der Favorit?

Die Chancen stehen meiner Meinung nach 50:50. Unsere Stärke ist unsere Kompaktheit, die uns in der vergangenen Saison etwas gefehlt hat – und dass wir als Team agieren. Wir haben uns, auch durch ein sehr gutes Um­schalt­spiel, in den Punkt- und zuletzt auch in den Testspielen immer wieder viele Chancen herausgespielt. Wir sind in der Offensive stark und stehen in der Defensive sehr stabil.

In Schweinfurt und eine Woche später beim Rückspiel in Havelse werden auch wieder Fans im Stadion sein.

Da freue ich mich sehr drauf. Das ist dann wieder eine besondere Atmosphäre im Stadion, die ich sehr vermisst habe. Für uns als Spieler und für die Fans ist das wunderbar.