23. März 2020 / 18:55 Uhr

IOC-Mitglied Pound gibt bekannt: Olympia 2020 wird verschoben - ins Jahr 2021?

IOC-Mitglied Pound gibt bekannt: Olympia 2020 wird verschoben - ins Jahr 2021?

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Olympischen Spiele 2020 in Tokio wurden abgesagt - und verlegt.
Die Olympischen Spiele 2020 in Tokio wurden abgesagt - und verlegt. © Clive Rose/Getty Images
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Die Olympischen Spiele werden verschoben. Das sagt zumindest ein langjähriges Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees am Montag. Demnach sollen die Spiele in Tokio nicht am 24. Juli eröffnet werden.

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Die Olympischen Spiele 2020 in Tokio werden abgesagt - und verschoben. Das sagte das IOC-Mitglied Dick Pound USA Today in einem Interview. "Auf Basis der Informationen, die dem IOC vorliegen, ist eine Verschiebung entschieden", sagte Pound demnach. "Wie das aussehen wird, ist noch nicht beschlossen. Aber die Spiele werden soweit ich weiß, nicht am 24. Juli eröffnet." Statt im Sommer 2020 sollen das wichtigste Sportereignis nun im Jahr 2021 stattfinden.

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Der Kanadier Pound gilt als eines der einflussreichsten Mitglieder des IOC. Wie er USA Today sagte, will das IOC nun behutsam auf mögliche Szenarien reagieren. "Wir werden die Spiele verschieben und müssen mit den heftigen Begleiterscheinungen klarkommen", sagte er demnach. Die Details sollen in den nächsten vier Wochen besprochen werden. Der IOC-Sprecher Mark Adams wollte die Ausführungen Pounds am Montag dem US-Magazin nicht bestätigen. "Wie wir bereits am Sonntag bekanntgegeben haben, besprechen wir verschiedene Szenarien", teilte er mit.

Bach wollte an Olympia-Austragung festhalten

In einer persönlichen E-Mail an die Athleten warb IOC-Präsident Thomas Bach noch am Wochenende erneut um Verständnis dafür, dass eine endgültige Entscheidung über einen Termin für die Tokio-Spiele - eine Verschiebung in den Herbst, ins nächste Jahr oder bis 2021 - noch verfrüht wäre. „Ich weiß, dass diese beispiellose Situation viele Ihrer Fragen offenlässt“, schrieb der 66-jährige Deutsche. „Ich weiß auch, dass dieser rationale Ansatz möglicherweise nicht mit den Emotionen übereinstimmt, die viele von Ihnen durchleben müssen.“

Das IOC hatte sich darin eine Vier-Wochen-Frist bis zu einer endgültigen Entscheidung über die Sommerspiele in Tokio gesetzt. In dieser Zeit sollen auch Szenarien über eine mögliche Verschiebung überlegt werden. Ein Festhalten am geplanten Zeitpunkt wurde nicht ausdrücklich ausgeschlossen; eine Komplett-Absage kommt laut IOC nicht in Frage.