27. November 2022 / 06:38 Uhr

Iran-Trainer und Verband fordern Rücktritt von Jürgen Klinsmann aus FIFA-Gruppe: "Schande für den Fußball"

Iran-Trainer und Verband fordern Rücktritt von Jürgen Klinsmann aus FIFA-Gruppe: "Schande für den Fußball"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Iran-Coach Carlos Queiroz (rechts) kritisiert Jürgen Klinsmann.
Iran-Coach Carlos Queiroz (rechts) kritisiert Jürgen Klinsmann. © IMAGO/Laci Perenyi/Getty (Montage)
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Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann muss nach seinen negativen Äußerungen über den Iran heftige Kritik einstecken. Trainer Carlos Queiroz schießt gegen den ehemaligen Bundestrainer und fordert dessen Rücktritt aus der Technischen Studiengruppe der FIFA.

Nach seiner Kritik an der iranischen Spielweise ist Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann von Irans Trainer Carlos Queiroz heftig kritisiert und zum Rücktritt aus der Technischen Studiengruppe des Weltverbandes FIFA aufgefordert worden. Klinsmann hatte dem Iran nach dem 2:0 gegen Wales am Freitag als Experte im britischen TV-Sender BBC eine unsaubere Spielweise vorgeworfen und gesagt, dies "sei Teil ihrer Kultur". Dafür war Klinsmann in den sozialen Medien stark kritisiert worden.

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Am Samstag meldete sich auch Queiroz via Instagram zu Wort und kritisierte Klinsmanns Wortwahl. "Ganz egal, wie sehr ich respektieren kann, was du auf dem Feld getan hast, diese Äußerungen über die iranische Kultur, das iranische Nationalteam und meine Spieler sind eine Schande für den Fußball", schrieb der portugiesische Coach. Er verfolge gespannt, welche Folgen das für Klinsmanns Arbeit für die FIFA habe, denn er erwarte Klinsmanns Rücktritt.

Der iranische Verband schloss sich am Sonntag dieser Forderung an. Er verlangte von Klinsmann eine Entschuldigung und bat die FIFA um eine Klärung. Das iranische Team lade ihn zu einem Vortrag "über die tausendjährige persische Kultur und die Werte von Fußball und Sport" in ihr Trainingslager ein, erklärte der Verband weiter. Als früherer Fußballer werde Klinsmann auch nicht nach seinen "berühmten dramatischen Diver" beurteilt.

Der Iran hatte sein Auftaktspiel gegen England mit 2:6 verloren. Das Team braucht nach dem 2:0-Sieg gegen Wales im nächsten Spiel am Dienstag nur ein Remis gegen die USA für das Weiterkommen. Aber das Spiel gegen den politischen Rivalen – laut islamischer Politführung im Iran der "große Satan" - ist kein normales Spiel und wird wieder zu einem Politikum.

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