08. Januar 2022 / 20:28 Uhr

Irre BVB-Schlussphase gegen Eintracht Frankfurt: Bellingham und Dahoud drehen Zwei-Tore-Rückstand

Irre BVB-Schlussphase gegen Eintracht Frankfurt: Bellingham und Dahoud drehen Zwei-Tore-Rückstand

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Emotionaler Jubel der Dortmunder nach dem späten Siegtreffer von Dahoud.
Emotionaler Jubel der Dortmunder nach dem späten Siegtreffer von Dahoud. © 2022 Getty Images
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Lange sah es nach einem Fehlstart von Borussia Dortmund in die Rückrunde der Bundesliga aus. Zur Halbzeit lag der BVB gegen Eintracht Frankfurt bereits 2:0 hinten. Dann drehten Jude Bellingham und Mo Dahoud in den Schlussminuten die Partie.

Aus 0:2 mach 3:2: Dank eines irren Schlussspurts hat Borussia Dortmund den Rückrundenauftakt bei Eintracht Frankfurt gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Marco Rose siegte dank Treffern von Thorgan Hazard (71.), Jude Bellingham (86.) und Mahmoud Dahoud (89.) nach klarem 0:2-Pausenrückstand noch mit 3:2. Zwei Treffer von Rafael Borré (15., 24.) genügten Frankfurt nicht, um den Deutsche-Bank-Park als Sieger zu verlassen. Der BVB zeigte vor allem zum Spielende hin eine Top-Leistung und legte die richtige Mentalität an den Tag.

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Die Dortmunder hatten sich vor der Partie viel vorgenommen. Lizenzspieler-Chef Sebastian Kehl sprach am Sky-Mikro von Wiedergutmachung für den miesen Dezember (vier Ligaspiele, ein Sieg). Die Niederlage des FC Bayern am Freitag (1:2 gegen Borussia Mönchengladbach) hatte für zusätzliche Motivation gesorgt. Und die Mannschaft konnte sie umsetzen. Durch den Last-Minute-Sieg liegt der BVB in der Tabelle nur noch sechs Punkte hinter dem Herbstmeister. Frankfurt verpasste durch die Pleite dagegen den Sprung auf einen Europa-League-Platz.

Der BVB, der unter anderem wieder auf die zuletzt ausgefallenen Stars Mats Hummels, Gregor Kobel und Raphaël Guerreiro setzte, bestimmte gegen Frankfurt die ersten zehn Minuten nach Belieben und hatte durch Thomas Meunier (2.) auch die Riesen-Chance auf den frühen Führungstreffer. Den Flachschuss aus spitzem Winkel parierte Frankfurt-Keeper Kevin Trapp jedoch stark. Danach kam es plötzlich zum Bruch im Dortmunder Spiel. Der BVB wirkte verunsichert und geradezu ängstlich. Der erste Gegentreffer nach Direktabnahme durch Borré (15.) war die Folge.


Zu allem Überfluss patzte vor dem Treffer zum 0:2 auch noch der absolute BVB-Leistungsträger der letzten Monate: Nach einem Pass-Versuch von Daichi Kamada im Strafraum vertändelte Marco Reus den Ball knapp vor dem eigenen Fünfmeterraum – und der lauernde Borré (24.) schob eiskalt ein. Danach hätte es noch schlimmer für den BVB kommen können, als erst Evan N’Dicka den Ball an den Pfosten setzte (29.) und Jesper Lindström nach einem Solo nur das Außennetz traf (34.). Der Däne stand unerwartet in der Startelf, nachdem er am Donnerstag positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Ein erneuter Test kehrte das Ergebnis um. Rückkehrer Hummels per Kopf und Donyell Malen per Schuss an den Pfosten hatten allerdings kurz vor der Pause noch Chancen auf den Anschlusstreffer (45.+2).

Dieser sollte jedoch erst in der 71. Minute durch den eingewechselten Hazard fallen. Der sonst eher unauffällige Stürmer-Star Erling Haaland hatte mit feinem Direktpass großen Anteil am Treffer. Die Dortmunder belohnten sich für eine starke Drangphase mit einigen Chancen, doch dem BVB fehlte die letzte Konsequenz. Das blieb auch bis kurz vor dem Schlusspfiff so. Dann folgten drei Top-Minuten der Rose-Elf, die das Spiel komplett auf den Kopf stellten, erst nickte Bellingham nach Meunier-Flanke zum 2:2 ein, dann schlenzte Dahoud (89.) den Ball vom Strafraumrand aus zum Sieg ins Tor. Ein unglaubliches Finish.