18. September 2020 / 19:08 Uhr

Isenbüttel-Coach Lütke vor Doppel-Derby mit Calberlah: "Wenn ich coache, verlieren wir"

Isenbüttel-Coach Lütke vor Doppel-Derby mit Calberlah: "Wenn ich coache, verlieren wir"

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Doppel-Derby: Am Sonntag empfängt der SV Calberlah (grüne Trikots) den MTV Isenbüttel im Bezirkspokal. Vier Tage später steigt das Derby erneut.
Doppel-Derby: Am Sonntag empfängt der SV Calberlah (grüne Trikots) den MTV Isenbüttel im Bezirkspokal. Vier Tage später steigt das Derby erneut. © Michael Franke
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Am Sonntag empfängt der SV Calberlah um 15 Uhr den Lokalrivalen MTV Isenbüttel im Bezirkspokal. Donnerstag (19 Uhr) gibt es die Partie erneut. Trotz der Vorbereitung auf die im Oktober startende Landesliga-Saison ist Brisanz in den beiden Duellen vorhanden.

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In der vergangenen Woche fieberten die Zuschauer dem Derby zwischen dem MTV Isenbüttel und SV Calberlah vergeblich entgegen, dafür gibt’s das Nachbarschafts-Duell im Bezirkspokal nun gleich zweimal in Folge. Am Sonntag steigt die Partie in Calberlah (15 Uhr), SVC-Coach Stefan Timpe versucht, vorab gar nicht zu verhehlen, dass es kein normales Duell wird: „Es sind Derbys, mit dem dazugehörigen Charakter - außerhalb des Platzes und auch darauf wird einiges an Emotionen vorhanden sein. Es wird für uns auch eine Standortbestimmung, inwieweit wir Landesliga-Niveau haben.“ Isenbüttel-Coach Rouven Lütke spielt die Brisanz des Lokalderbys zunächst herunter: „Eigentlich ist es ja nur ein Fußballspiel, mehr nicht.“ Doch auch er gesteht ein: „Ein Sieg könnte etwas wertvoller sein, als wenn man gegen ein anderes Team gewinnt.“

Keine taktischen Experimente in Calberlah

Dass eines der beiden Teams im Bezirkspokal weit kommen wird, davon geht Isenbüttels Trainer nicht aus, deshalb sieht er die Begegnungen gegen Calberlah als gute Saisonvorbereitung: „Es ist eine ambitionierte Mannschaft, die uns vielleicht vor Probleme stellen wird, die wir bis zum Saisonstart noch abstellen müssen.“ Vielleicht wird der MTV in den beiden Partien „ein paar Sachen ausprobieren“, die im Liga-Alltag so nicht vorstellbar wären. „Ich weiß nicht, ob wir da schon alle Karten auf den Tisch legen oder uns noch etwas zurückhalten“, sagt Lütke. Aber: „Eines darf man nicht vergessen: Man will sich eine breite Brust anspielen und da will man kein Spiel abschenken. Ich möchte das auf jeden Fall nicht.“

Von taktischen Experimenten hält Stefan Timpe nichts, „dafür kennen sich beide Mannschaften auch einfach zu gut.“ Dass sein Team in beiden Partien den Platz mit der identischen Aufstellung betritt, davon geht aber auch er nicht aus. Denn: „Wir müssen sehen, dass wir ohne große Verletzungen durch den Wettbewerb kommen.“

Aufgrund von Erkältungs-Symptomen bei einigen Calberlah-Spielern wurde die ursprünglich für den 9. September angesetzte Partie vorsichtshalber auf kommenden Donnerstag verschoben. Lütke hätte die Partie gern schon hinter sich gehabt. „Wir müssen an dem Sonntag darauf nach Adenbüttel, die hatten dann eine Woche Pause.“ Aber der MTV-Coach ist dennoch „froh, dass wir das Spiel überhaupt machen können. Es wäre schade gewesen, wenn das nicht geklappt hätte.“ Auch Timpe sieht die Ansetzung problematisch, „aber der Terminkalender gibt leider nichts anderes mehr her“.

Lütke nimmt Bilanz mit Humor

In der vergangenen Pokal-Saison kegelte Isenbüttel den Nachbarn aus Calberlah mit 3:2 aus dem Wettbewerb. Dass der MTV am Sonntag gewinnt, dürfte sich allerdings nicht wiederholen - denn Lütke wird an der Seitenlinie stehen. „Meistens ist es so, wenn ich die Mannschaft coache, dann verlieren wir gegen Calberlah. Bei Siegen war eigentlich immer Markus Metz da. Eigentlich müsste ich Sonntag und Donnerstag zu Hause bleiben, aber da habe ich auch keine Lust drauf.“

Ob Sieg, Unentschieden oder Niederlage im Pokal, das ist Timpe nicht egal, aber er blickt schon weiter voraus. Am letzten Spieltag der Landesliga (16. Mai) tritt Calberlah noch einmal in Isenbüttel an, dieses Duell könnte von der Brisanz her eine ganz andere Hausnummer werden. „Wenn es da für beide Mannschaften noch um etwas geht, dann kann man die beiden Pokalspiele nicht einmal im Ansatz damit vergleichen.“