03. November 2019 / 10:00 Uhr

NOK-Chef von Israel: Olympia 2036 in Berlin wäre "starke Botschaft an die Welt"

NOK-Chef von Israel: Olympia 2036 in Berlin wäre "starke Botschaft an die Welt"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Finden die Olympischen Spiele 2036 in Berlin statt? 1936 missbrauchten die Nazis in der deutschen Hauptstadt den olympischen Glanz für ihre Propaganda-Zwecke.
Finden die Olympischen Spiele 2036 in Berlin statt? 1936 missbrauchten die Nazis in der deutschen Hauptstadt den olympischen Glanz für ihre Propaganda-Zwecke. © imago images/Dirk Sattler/United Archives International
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100 Jahre nach den von den Nazis zu Prograganda-Zwecken missbrauchten Olympischen Spielen von Berlin könnte sich die Hauptstadt erneut für die Austragung bewerben. Israels NOK-Chef Igal Carmi ist unbedingt dafür.

Der Chef des Israelischen Olympischen Komitees hat sich für die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2036 in Berlin ausgesprochen. „Mit den Olympischen Spielen 2036 in Berlin würde man eine sehr starke Botschaft an die Welt senden. Eine Botschaft von Werten, die bewahrt werden müssen“, sagte Igal Carmi der Bild am Sonntag.

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Die mögliche Olympia-Austragung 2036 in Berlin wird heftig und kontrovers diskutiert. Von einer Bewerbung der Hauptstadt als Gastgeber 100 Jahre nach den von den Nationalsozialisten zu Propagandazwecken missbrauchten Spielen hatte zuletzt Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) abgeraten.

Sport-Minister Seehofer warnt vor "unsäglicher internationaler Diskussion"

Der Minister warnte vor einer "unsäglichen internationalen Diskussion". Man würde mit einer Bewerbung auch die olympische Idee beschädigen. Nach dem Scheitern der Hamburger Bewerbung um die Sommerspiele 2024 steht eine neuerliche Kandidatur nun wieder auf der Agenda des Deutschen Olympischen Sportbunds. Der Berliner Innen- und Sportsenator Andreas Geisel (SPD) hatte sich für eine neuerliche Bewerbung der Hauptstadt eingesetzt und dabei das Jahr 2036 ins Gespräch gebracht.


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An Rhein und Ruhr bereitet eine Privatinitiative um Michael Mronz eine Bewerbung vor. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) stellte das Konzept kürzlich in Berlin vor.  Als ein „Signal gegen Rassismus und Antisemitismus und gegen das, was jetzt wieder hochkommt“, will der Regierungschef die Spiele verstanden wissen.

Von Deutschland in die Welt: Sportler als Botschafter

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Laschet bezeichnete München 1972 mit seinem Verkehrskonzept, Barcelona 1992 mit der verbesserten Lebensqualität und London 2012 mit der Stadterneuerung als Vorbilder für Olympische und Paralympische Spiele in NRW. „Wir haben Großes vor in Nordrhein-Westfalen“, sagte der Politiker.