16. Juni 2021 / 22:51 Uhr

Italien bucht als erstes Team das EM-Achtelfinale - Klarer Sieg gegen die Schweiz dank Locatelli und Immobile

Italien bucht als erstes Team das EM-Achtelfinale - Klarer Sieg gegen die Schweiz dank Locatelli und Immobile

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Manuel Locatelli erzielte gegen die Schweiz einen Doppelpack.
Manuel Locatelli erzielte gegen die Schweiz einen Doppelpack. © Getty Images
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Die Squadra Azzurra hat als erste Nation den Einzug in die K.o.-Phase der Europameisterschaft geschafft. Das Team von Roberto Mancini besiegte am Mittwochabend die Schweiz souverän mit 3:0 - dank eines Doppelpacks von Sassuolo-Profi Manuel Locatelli und einem weiteren Treffer von Ex-BVB-Stürmer Ciro Immobile.

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Die italienische Nationalmannschaft hat als erste EM-Nation den Sprung ins Achtelfinale geschafft. Am Mittwochabend gewann die Squadra Azzurra in der Gruppe A mit 3:0 (1:0) gegen die Schweiz - dank eines Doppelpacks von Manuel Locatelli von Sassuolo Calcio (26. und 52. Minute) und eines Treffers von Ciro Immobile (89.). Für Trainer Roberto Mancini war der Erfolg über das Nachbarland gleichbedeutend mit seinem 29. Spiel ohne Niederlage in Folge. Nun fehlt dem 56-Jährigen nur noch ein weiterer Dreier, um den 30-Siege-Rekord von Vittorio Pozzo (aufgestellt zwischen 1935 bis 1939) zu egalisieren.

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Mancini hatte seine Startelf aus dem Eröffnungsspiel gegen die Türkei (3:0) im zweiten Spiel nur auf einer Position verändert. Anstelle des angeschlagenen Alessandro Florenzi rückte Rechtsverteidiger Giovanni di Lorenzo ins Aufgebot. Die großen Geschichten sollten an diesem Abend in Rom allerdings andere Spieler schreiben. Zwar konnte die "Nati" zu Beginn ordentlich mithalten, doch schnell wurde deutlich, dass sich die Hausherren den vorzeitigen Einzug in die K.o.-Phase nicht nehmen lassen wollten. Bereits nach knapp 20 Minuten durften die Tifosi im Stadio Olimpico erstmals jubeln - allerdings nur kurz. Der Führungstreffer von Juve-Routinier Giorgio Chiellini (19.) nach einem scharfen Eckball von Lorenzo Insigne wurde aufgrund eines Handspiels nach Videobeweis annulliert.

Bitter für den vermeintlichen Torschützen: Nur fünf Minuten später musste der 36-Jährige verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Für ihn kam der nicht minder erfahrene Lazio-Abwehrspieler Francesco Acerbi aufs Feld. Die Italiener ließen sich von den beiden Rückschlägen allerdings nicht von ihrem Weg abbringen. Im Gegenteil: Nur kurz nach dem Spielerwechsel erzielte Locatelli (26.) das erste reguläre Tor für den Europameister von 1968. Der Sassuolo-Profi hatte den Angriff sehenswert selbst eingeleitet und profitierte bei seinem Abschluss von einem feinen Pass seines Vereinskollegen Domenico Berardi. Mit dieser hochverdienten 1:0-Führung ging es auch in die Pause.

Ähnlich wie bereits im Auftaktspiel gegen die Türkei gaben sich die Italiener mit dem knappen Vorsprung nicht zufrieden. Dass die Zeiten des Catenaccio - zumindest auf die Squadra Azzurra bezogen - vorbei sind, bewies die Mancini-Elf zu Beginn der zweiten Halbzeit. Erneut war es Locatelli (52.), der von Inter-Mann Nicolò Barella bedient wurde und nicht lange fackelte. Aus knapp 20 Metern verwandelte der Offensivspieler unhaltbar für Schweiz-Torwart Yann Sommer zum 2:0. Mit diesem Treffer ging Locatelli als erst dritter EM-Doppelpacker Italiens nach Mario Balotelli 2012 gegen Deutschland und Andrea Casiraghi 1996 gegen Russland in die Geschichte ein. Für den Schlusspunkt zum 3:0 sorgte Ex-BVB-Stürmer Ciro Immobile (89.), der bereits im Eröffnungsspiel einmal eingenetzt hatte.

Der Schweizer steckten in der Folge zwar nicht auf, konnten den gegnerischen Keeper Gianluigi Donnarumma jedoch nur selten ernsthaft auf die Probe stellen. Eine Ausnahme von der Regel war eine Szene in der 64. Minute, als der Frankfurter Steven Zuber an einer starken Fußparade des Schlussmannes scheiterte. Während die Italiener mit sechs Punkten und 6:0 Toren also sicher für das Achtelfinale qualifiziert sind, brauchen die Eidgenossen im letzten Gruppenspiel gegen die punktlosen Türken - unterlagen Mittwoch Wales (vier Punkte) mit 0:2 - am Sonntag (18 Uhr) dringend einen Sieg.