13. Februar 2020 / 19:43 Uhr

Italien will Regeländerung beim Videobeweis: Anfrage an FIFA für "Trainer-Challenges"

Italien will Regeländerung beim Videobeweis: Anfrage an FIFA für "Trainer-Challenges"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Beim Videobeweis könnte es in Italien zu einer Reform kommen.
Beim Videobeweis könnte es in Italien zu einer Reform kommen. © imago images / eu-images (Symbolfoto)
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Die italienische Profi-Liga Serie A könnte Vorreiter einer neuen Evolutionsstufe des Videobeweises werden. In einem offenen Brief hat italienische Verband FIGC die FIFA informiert, an einem Experiment interessiert zu sein. So plädiert der Verband dafür, "Trainer-Challenges" einzuführen.

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Der Videobeweis sorgt im internationalen Fußball nahezu wöchentlich für Wirbel. Die Unparteiischen in den großen Ligen arbeiten mit Unterstützung des Videoassistenten (VAR). Die Italiener scheinen mit der Umsetzung des Videobeweises allerdings nicht zufrieden zu sein. In einem offenen Brief hat Italiens Fußball-Verband FIGC dem Weltverband FIFA nun Interesse signalisiert, an einem Modell-Versuch für eine Regeländerung teilnehmen zu wollen. So schlagen die Italiener vor, dass zukünftig die Trainer ein Veto-Recht erhalten sollen, wann sich der Videoschiedsrichter eine strittige Situation noch einmal anschauen soll. Zuerst berichtete die italienische Nachrichtenagentur INSA über den Inhalt des Briefs.

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Die Idee dieser sogenannten "Trainer-Challenges" ist nicht neu. Erst kürzlich sprach mit Manuel Gräfe ein renommierter Bundesliga-Schiedsrichter im Interview mit dem Kicker für diese Regeländerung aus. "Zwei Challenges pro Trainer pro Spiel würden ausreichen. Dieses System hat sich in der NFL bewährt und ist dort hoch akzeptiert. Damit holst du die Trainer und ihre Fußballkompetenz mit ins Boot", sagte der Unparteiische, der damit darauf hofft, "die Verantwortung wieder mehr beim Schiedsrichter auf dem Feld zu belassen".

Videobeweis-Reform: Serie-A-Teams setzen Verband wohl unter Druck

Wie INSA mit Berufung auf nicht näher genannte Quellen berichtet, soll sich der italienische Verband auf Druck mehrerer Serie-A-Klubs an die FIFA mit dem Regeländerungs-Vorschlag gewandt haben. So habe es viele Teams in der Vergangenheit gestört, dass der Haupt-Schiedsrichter auf dem Platz einige strittige Situationen nicht durch den VAR habe prüfen lassen. Der Verband selbst schreibt von einem "Wunsch mehrerer Vereine". Über die Anzahl der gewünschten Trainer-Challenges pro Spiel wurden keine Angaben gemacht.

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