10. August 2020 / 22:10 Uhr

"ESPN": Trotz BVB-Machtwort – Manchester United arbeitet weiter auf Sancho-Transfer hin

"ESPN": Trotz BVB-Machtwort – Manchester United arbeitet weiter auf Sancho-Transfer hin

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jadon Sancho könnte in diesem Sommer zu Manchester United wechseln.
Jadon Sancho könnte in diesem Sommer zu Manchester United wechseln. © imago images/Kirchner-Media
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Die Absage von BVB-Sportdirektor Michael Zorc war eigentlich deutlich: einem möglichen Transfer von Jadon Sancho zu Manchester United wurde zum Start des Dortmunder Trainingslager eine deutliche Absage geteilt. Laut "ESPN" will der Premier-League-Klub den 20-Jährigen dennoch verpflichten.

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Bleibt Jadon Sancho bei Borussia Dortmund? Oder wechselt er nach drei Jahren beim BVB zurück in die englische Premier League? Auf diese Frage hatte Sportdirektor Michael Zorc am Montag eine klare Antwort gefunden. "Er wird nächste Saison beim BVB spielen. Diese Entscheidung ist definitiv", sagte der 57-Jährige am ersten Tag des Trainingslagers im schweizerischen Bad Ragaz. Einem Transfer zu Manchester United, der sich zuletzt angebahnt hatte, wurde vom BVB eine klare Absage erteilt.

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Die Engländer hatten seit Wochen ihr Interesse an einem Wechsel bekundet und sollen sich mit dem 20-jährigen Rechtsaußen hinsichtlich eines Vertrages sogar weitgehend einig sein. Doch zwischen beiden Vereinen konnte keine Einigung erzielt werden. Während der BVB eine Ablösesumme in Höhe von 120 Millionen Euro forderte und eine möglichst hohe Erst-Zahlung, war United nicht bereit, diese Forderungen zu erfüllen. Nun die klare Ansage aus Dortmund. Das Ende vom Lied? Offenbar nicht, wie das gut vernetzte Portal US-Portal ESPN berichtet.

Demnach bleibt United trotz der klaren Aussagen von Zorc bei dem Plan, noch in diesem Sommer einen Transfer des englischen Offensivspielers voranzutreiben. Klub-Chef Ed Woodward und Chef-Unterhändler Matt Judge sollen laut ESPN allerdings zunehmend verärgert über das Vorgehen des Bundesliga-Vizemeisters sein. Vor allem die langsame Verhandlungsführung des BVB sowie der Umstand, dass Dortmund die Verhandlungen über Dritte führen lässt (namentlich wird Berater Marco Lichtsteiner genannt) stoße bei United auf Unverständnis.

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Auch die Forderungen des BVB von 120 Millionen Euro seien United zu hoch - vor allem in Zeiten des Coronavirus gebe diese Summe nicht die Realitäten auf dem Transfermarkt wieder. In England hatte es immer wieder Berichte gegeben, wonach die Borussia einen Abgang Sanchos selbst aktiv vorantreiben würde. Dem scheint nicht so zu sein, wenn man den Aussagen Zorcs Glauben schenkt.

Bedenken, dass der Bundesliga-Topscorer der vergangenen Saison mit dem Verbleib in Dortmund hadern könnte und dem Beispiel ehemaliger BVB-Profis wie Ousmane Dembélé und Pierre-Emerick Aubameyang folgen und sich wegstreiken könnte, hegt Zorc nicht: "Diese Entscheidung wird vom Spieler und natürlich auch von seiner Agentur respektiert."