29. Juli 2020 / 16:40 Uhr

Jahn meldet neue Mannschaften und ist noch auf der Suche

Jahn meldet neue Mannschaften und ist noch auf der Suche

Jürgen Hansen
Peiner Allgemeine Zeitung
Der MTV Peine (schwarz) meldet wieder eine Männer-Mannschaft. Sie soll in der Regionsklasse West starten, aber derKader ist derzeit noch zu klein.
Der MTV Peine (schwarz) meldet wieder eine Männer-Mannschaft. Sie soll in der Regionsklasse West starten, aber derKader ist derzeit noch zu klein. © Isabell Massel
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Die Handball-Abteilung von Vater Jahn Peine startet durch. Denn sie hat für die kommende Saison im Erwachsenen-Bereich zwei neue Mannschaften gemeldet. So soll zum Punktspielbeginn im Oktober ein drittes Damen- sowie ein eigenständiges Herrenteam in der Regionsklasse mitmischen. Ob das tatsächlich gelingt, ist allerdings noch nicht hundertprozentig sicher.

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Vater Jahns Damen-und Jugendwartin Annika Bergmann betont, dass man sich beim MTV noch nie so richtig damit abfinden konnte, ohne eine erste Herren dazustehen. „Deshalb haben wir die Spielgemeinschaft mit Ilsede beendet und eine eigene erste Herren gemeldet.“ Hintergrund für die Neugründung der dritten Damen sei, dass Jahns Oberliga-Handballerinnen keinen angemessenen Unterbau haben. „Der Leistungsunterschied zur jetzigen zweiten Damenmannschaft ist zu groß. Wir brauchen wir eine Reserve-Mannschaft, die über kurz oder lang höher als Regionsklasse spielt und mit der Ersten zusammenarbeitet.“

Zweimal Training pro Woche

Trainer des neuen Damenteams ist Carsten Bührig, der bis Sommer 2018 bei Jahns-Oberliga-Handballerinnen das Sagen hatte. „Ich persönlich habe festgestellt, das mir in meiner Freizeitgestaltung etwas fehlt. Und es reizt mich, eine Mannschaft ein, zwei Klassen nach oben zu bringen“, erläutert er die Beweggründe seiner „Mission“. Derzeit zähle das Aufgebot, das sich aus auswärtigen und ehemaligen Jahn-Spielerinnen sowie Spielerinnen der aktuellen ersten und zweiten Damen zusammensetzt, elf Köpfe. „Und ein paar Mal trainiert haben wir auch schon, es läuft gut. Vorgesehen ist, dass zukünftig regelmäßig zwei Einheiten pro Woche durchgezogen werden.“

Ob die dritte Damen im Oktober den Spielbetrieb in der Regionsklasse West tatsächlich aufnimmt, sei allerdings noch offen. „Denn uns fehlt eine Torfrau. Sie wird dringend gesucht. Sollten wir keine finden, steht für mich klipp und klar fest, dass das Ding scheitert. Dann werde ich nicht antreten.“

Kader ist noch zu klein

Auch bei der ersten Herren ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. „Unser Kader ist derzeit noch zu klein. Mindestens drei, vier Leute müssen wir noch finden, sonst wird die Sache nichts“, erläutert Marco Wittneben, der nun bei Vater Jahn neben den Oberliga-Handballerinnen auch die Männer trainiert. Den erhöhten persönlichen Aufwand hält er für überschaubar. „Trainingstermin für beide Mannschaften ist dienstags und donnerstags. Die Herren sind direkt nach den Damen an der Reihe. Und bei den Punktspielen am Wochenende hat die Oberliga Vorrang. Ich denke, die Herren-Spieler sind in der Lage, sich bei einem Spiel auch einmal selbst zu verarzten.“

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Ein lockeres „Geplänkel“ soll es in der Regionsklasse West nicht geben. „Nur rumzueiern – dafür ist mir die Zeit zu schade. Wenn ich eine Sache mache, dann richtig. Es gibt ein vernünftiges Training“, betont Wittneben, der in seinen Reihen neben den Peiner Akteuren der aufgelösten MSG mit Ilsede auch Rückkehrer wie Patrick Knittel oder Florian Ziball verzeichnen kann. Mit welchen Ambitionen er die neugebildete Mannschaften in die Saison gehen lassen will, sei noch ungewiss. „Mal gucken, wie der Kader in ein paar Wochen aussieht. Dann kann man mehr zu unseren Zielen sagen.“

Von Jürgen Hansen