02. März 2021 / 18:15 Uhr

Trotz Corona-Mutation bei Jahn Regensburg: DFL will vorerst an Hygiene-Konzept festhalten

Trotz Corona-Mutation bei Jahn Regensburg: DFL will vorerst an Hygiene-Konzept festhalten

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Deutsche Fußball Liga hat auf die Entwicklungen bei Jahn Regensburg reagiert. 
Die Deutsche Fußball Liga hat auf die Entwicklungen bei Jahn Regensburg reagiert.  © IMAGO/Zink (Montage)
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Die acht Corona-Fälle bei Jahn Regensburg machen dem deutschen Profifußball Sorgen – in vier Fällen konnte beim Zweitligist nämlich die ansteckendere britische Virus-Mutation nachgewiesen werden. Nun hat die Deutsche Fußball Liga auf die Situation reagiert – und will weitere Entwicklungen beobachten. 

Bei den Verantwortlichen im deutschen Profi-Fußball dürfte diese Meldung für Beunruhigung gesorgt haben: Von den acht positiven Corona-Fällen bei Zweitligist Jahn Regensburg konnte in vier Fällen die ansteckendere britische Virus-Mutation nachgewiesen werden, wie das örtliche Gesundheitsamt der ARD-Sportschau mitteilte. Nun hat sich die Deutsche Fußball Liga zu den Entwicklungen geäußert - und kommt zum Schluss: Das aktuelle Konzept müsse vorerst nicht angepasst werden. "Das anerkannte medizinisch-hygienische Konzept, das bereits mehrfach weiterentwickelt wurde und zu dem es inzwischen verschiedene Ergänzungen gibt, ist auch weiterhin die Grundlage für den Spielbetrieb", wird der Leiter der zuständigen Task-Force, DFB-Arzt Dr. Tim Meyer, in einer offiziellen Liga-Mitteilung vom Dienstagnachmittag zitiert.

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Die Geschehnisse in Regensburg beobachte man beim Verband: "Innerhalb der 'Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb' verfolgen wir selbstverständlich dennoch aktuelle Entwicklungen permanent, beispielsweise in Bezug auf Mutationen. Dies dient auch dazu, gegebenenfalls zu reagieren – vor allem für den Fall von erkennbaren Trends", sagte Meyer mit Blick auf die Fälle beim Jahn. "Hier gilt es genau zu analysieren, da Einzelfälle häufig Besonderheiten aufweisen und nicht automatisch eine Anpassung erprobter Konzepte erfordern."

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Beim Zweitligisten wurde Ende der vergangenen Woche zunächst Trainer Mersad Selimbegovic positiv auf das Coronavirus getestet. Sieben weitere Fälle machten am Montag die Absage des für Dienstagabend angesetzten Pokal-Viertelfinals gegen Werder Bremen notwendig. Auch die kommenden Zweitliga-Spiele der Regensburger gegen Osnabrück am kommenden Sonntag und in Fürth am 13. März werden wohl nicht stattfinden, weil vom örtlichen Gesundheitsamt eine 14-tägige Quarantäne angeordnet wurde.

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Schwenken: "Entscheidungen der Behörden sind zu akzeptieren"

Mit Blick auf die Maßnahme betonte Ansgar Schwenken, Mitglied der DFL-Geschäftsführung, dass sich der Profi-Fußball kooperativ zeige: "Die Entscheidungen der örtlichen Behörden sind zu akzeptieren – das haben wir zu jeder Zeit betont." Allerdings hofft er, ähnliche Fälle künftig vermeiden zu können: "Wir sind überzeugt, dass bei konsequenter Umsetzung und entsprechender Darlegung aller Maßnahmen des Konzepts eine Verhängung von pauschalen Mannschaftsquarantänen in der Regel nicht erforderlich ist."