14. November 2021 / 19:53 Uhr

Jahresabschluss mit Schönheitsfehler: DFB-Team gewinnt glanzlos in Armenien

Jahresabschluss mit Schönheitsfehler: DFB-Team gewinnt glanzlos in Armenien

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Deutschland gewinnt auch dank eines Treffers von Kai Havertz gegen Armenien.
Deutschland gewinnt auch dank eines Treffers von Kai Havertz gegen Armenien. © IMAGO/Schüler
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Die deutsche Nationalmannschaft gibt sich auch in Armenien trotz stark dezimierten Kaders keine Blöße und fährt einen Pflichtsieg ein. Mit kleineren Fehlern machte sich die DFB-Elf das Leben jedoch unnötig schwer.

Siebter Sieg im siebten Spiel: Mit einer aufgrund von vielen Ausfällen stark veränderten DFB-Elf hat Bundestrainer Hansi Flick seinen Start-Rekord ausgebaut. In Armenien setzte sich Deutschland zum Abschluss der WM-Qualifikation am Samstag glanzlos aber deutlich mit 4:1 (2:0) durch. Kai Havertz (15.), Ilkay Gündogan (45.+4/Foulelfmeter, 50.) und Jonas Hofmann trafen beim standesgemäßen Sieg in Eriwan. Allerdings blieb die Flick-Elf nicht fehlerfrei. Immer wieder gelang es den Gästen, mit Kontern Nadelstiche zu setzen. Armenien kam durch Henrikh Mkhitaryan (59., Foulelfmeter) zum Ehrentreffer. Deutschland schließt die WM-Quali mit neun Siegen und einer Niederlage damit als klarer Tabellenführer ab. Für die WM qualifizierte sich das DFB-Team schon vorzeitig im Oktober.

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Angesichts der vielen Ausfälle und geschonten Spieler wie Marco Reus oder Leon Goretzka wechselte Bundestrainer Hansi Flick sein Personal in allen Mannschaftsteilen - und insgesamt sechsmal im Vergleich zum 9:0 gegen Liechtenstein am Donnerstag. In Eriwan waren nur noch 16 Feldspieler sowie drei Torhüter verfügbar. Unter anderem rückten Keeper Marc-André ter Stegen und Chelsea-Star Kai Havertz (zuletzt Gelb-gesperrt) ins Team, Jonathan Tah absolvierte sein erstes Länderspiel seit dem 0:6-Debakel gegen Spanien vor fast genau einem Jahr.

Und Tah hatte mit seinen Abwehr-Kollegen Thilo Kehrer, Matthias Ginter und David Raum mehr zu tun als erwartet. Immer wieder ließ sich die DFB-Elf trotz totaler Dominanz auskontern. Eduard Spertsyan (27.) hatte in der ersten Halbzeit die beste Chance für die Gastgeber als er einen Schuss nur knapp über das deutsche Tor setzte. Zu diesem Zeitpunkt hatte Deutschland allerdings dank eines Havertz-Treffers schon geführt. Der Rückkehrer vollendete eine Flanke von Jonas Hofmann mit dem linken Außenrist (15.). Kurz vor der Pause traf Gündogan dann vom Punkt (45.+4). Den Foulelfmeter hatte der Gladbacher Florian Neuhaus herausgeholt.

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Es war durchaus zu erkennen, dass für beide Mannschaften nichts mehr auf dem Spiel stand. Die Spieler beider Teams waren eher darauf bedacht, keine Verletzungen zu riskieren. Armenien überließ der Flick-Elf auch in Halbzeit zwei den Ball und stellte sich tief in die eigene Hälfte. Nachdem Gündogan (50.), unterstützt von einem Fehler des Armenien-Keepers Stanislav Buchnev, den Abwehrriegel nochmal knacken konnte, mischten sich wieder Fehler ins DFB-Aufbauspiel ein - und diesmal auch im eigenen Strafraum. Neuhaus verursachte einen Elfmeter mit einem Tritt gegen David Terteryan. Ex-BVB-Star Mkhitaryan (59.) verwandelte den Strafstoß zum Ehrentreffer. Hofmann (64.) stellte mit einer schönen Einzelleistung den alten Abstand wieder her.

Das Programm Richtung Katar steht zumindest terminlich fest. Im März soll es zwei Testspiele gegen Hochkaräter geben. Benannt werden die Gegner erst nach der Auslosung der Nations League am 16. Dezember, um Dopplungen im Vorbereitungsprogramm zu vermeiden. Im Juni gibt es gleich vier Partien und im September noch weitere zwei in dem Europa-Wettbewerb. Deutschland ist in Lostopf zwei und bekommt auf jeden Fall einen starken Kontrahenten: Italien, Frankreich, Belgien, Spanien sind die Optionen aus dem besten Topf.