02. Oktober 2022 / 16:07 Uhr

Jakarta-Trainer Thomas Doll von Stadion-Katastrophe in Indonesien bestürzt: "Macht sehr nachdenklich"

Jakarta-Trainer Thomas Doll von Stadion-Katastrophe in Indonesien bestürzt: "Macht sehr nachdenklich"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Thomas Doll zeigt sich von der Stadion-Katastrophe in Indonesien erschüttert.
Thomas Doll zeigt sich von der Stadion-Katastrophe in Indonesien erschüttert. © IMAGO/eu-images
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Der in Indonesien als Trainer arbeitende Thomas Doll zeigt sich von der Stadion-Katastrophe in seiner Wahl-Heimat bestürzt. "Die Verarbeitung wird sicherlich lange dauern", sagt der Ex-Bundesliga-Coach der "Bild" und schildert die Folgen für sich und sein Team.

Der in Indonesien beschäftigte Trainer Thomas Doll hat die katastrophale Massenpanik bei einem Fußballspiel in seiner Wahlheimat mit Bestürzung aufgenommen. "Ich bin unsagbar traurig über die Vorfälle. Die Verarbeitung wird sicherlich lange brauchen", sagte der frühere Bundesligacoach, der seit April beim indonesischem Erstligisten Persija Jakarta angestellt ist, der Bild. "Ich habe schon die ersten Gespräche mit meinen Spielern dahingehend geführt. Sie alle sind verständlicherweise sehr betroffen. Das hat nichts mehr mit Fußball zu tun. Das alles macht schon sehr, sehr nachdenklich."

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Bei den Ausschreitungen und der anschließenden Massenpanik beim Erstliga-Spiel in der indonesischen Provinz Ost-Java zwischen Arema FC und Persebaya FC war die Zahl der Toten nach Angaben von Emir Dardak, Vizegouverneur der Region, zwischenzeitlich auf 174 gestiegen. Später korrigierte die Polizei diese Angaben und sprach von 125 Toten. Einige Leichen waren offenbar doppelt gezählt worden. Von der Nachricht erfuhr Doll im Mannschaftshotel, in dem er und sein Team sich auf das Spiel bei Persib Bandung vorbereiteten.

"Sofort wurden wir aus Sicherheitsgründen in gepanzerten Polizeiwagen zu unserem in 40 Kilometer abgestellten Team-Bus gefahren und sind unter Polizeischutz nach Jakarta zurückgekehrt", berichtete der frühere Nationalspieler: "Wir sind alle froh, dass wir nun zu Hause sind." Doll erinnerte sich an ein Spiel in Arema, "da war alles sehr friedlich". Er habe eine "tolle Atmosphäre" gespürt, "die Fan-Gruppen sind miteinander befreundet".

Der frühere Offensivstar des Hamburger SV sagte, dass die Saison "verständlicherweise für unbestimmte Zeit unterbrochen" worden sei. "Wir wissen alle nicht, wie es mit dem Liga-Betrieb weitergeht", sagte Doll.

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