22. November 2019 / 17:02 Uhr

"Jalapena des Jahres": So unterstützen die Fanklubs die VfL-Frauen

"Jalapena des Jahres": So unterstützen die Fanklubs die VfL-Frauen

Josefine Biallas
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wurde nach der vergangenen Saison zur Jalapena des Jahres gekürt: Ex-VfLerin Nilla Fischer (M.).
Wurde nach der vergangenen Saison zur "Jalapena des Jahres" gekürt: Ex-VfLerin Nilla Fischer (M.). © Privat
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Wenn die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg am Samstag zum „Classico“ des deutschen Frauenfußballs antreten, wird es nicht nur voll im AOK-Stadion, sondern auch laut. Rund 3000 Zuschauer werden zum Bundesliga-Spitzenspiel gegen den FC Bayern erwartet (13 Uhr, live im ARD-Digitalsender ONE) – darunter viele Mitglieder und Mitgliederinnen der Wolfsburger Frauenfußball-Fanklubs. Die „Hooliwölfe“, die „Jalapenas“ und die „Wölfinnen Family“ feuern ihre Spielerinnen in Grün-Weiß mit Leidenschaft an.

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Die Fanbeauftragte des VfL, Petra Biallowons, erzählt von einer „großen Fußballfamilie“, die sie so nur im Frauenfußball kennengelernt habe und schwärmt von „einer besonderen Atmosphäre und der Fan-Nähe der Mannschaft“. Ihr Ziel: „Leute für den Frauenfußball zu begeistern.“

Und das mit Erfolg: Der erst 2018 gegründete und mit 96 Fans mitgliederstärkste Fanklub „Wölfinnen Family“ hat in dieser Saison – mit Ausnahme des Champions-League-Spiels im Kosovo – zu jedem Auswärtsspiel eine Fan-Fahrt organisiert. Der Klub-Rekord mit drei vollen Reisebussen hat die Family gleich im ersten Jahr aufgestellt – beim Pokalfinale in Köln gegen Bayern. Außerdem veranstaltet der Klub in diesem Jahr eine Spenden-Aktion zu Weihnachten zugunsten der Krzysztof-Nowak-Stiftung.

Die Hooliwölfe, mit Mitgliedern von Karlsruhe bis Kiel, feuern den VfL unter dem Motto „One passion, different countries, one love“ (Eine Leidenschaft, verschiedene Länder, eine Liebe) an. Dieses Motto schmückt das Banner des Fanklubs, auf dem alle Flaggen der Heimatländer der VfL-Spielerinnen abgebildet sind.

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Jüngst hinzugefügt: die Flagge der Niederlande für Dominique Bloodworth, die mit ihrer Verpflichtung im Sommer den VfL um eine weitere Nation bereicherte. Die Idee zu diesem Banner entstand vor rund fünf Jahren, denn, so Hooliwölfe-Sprecherin Sabrina Berger, „jede Spielerin soll sich repräsentiert fühlen“.

Seit 2017 bringt der Fanklub sogar ein eigenes Fanzine namens „Passion“ heraus, das von einem dreiköpfigen Redaktionsteam dreimal im Jahr veröffentlicht wird. Jeder Frauenfußball-Fan habe dort die Möglichkeit, einen Artikel zu schreiben oder eine Idee beizusteuern. So sind bereits Artikel von Olympique-Lyon- und Frankfurt-Fans erschienen.

Ein weiterer Fanklub sind die Jalapenas. „Wir haben uns 2018 zusammengesetzt, haben ein bisschen rumgealbert und wollten einen Namen, der etwas mit der Farbe Grün zu tun hat“, erklärt Sprecherin Steffi Baier. An Spieltagen sorgen die grünen Schoten mit Sombreros und Bongos für Stimmung, um „einfach Spaß zu haben“. Besonders ist auch: Der Fanklub zeichnet jedes Jahr eine Spielerin mit einer Jalapeno-Pflanze als „Jalapena des Jahres“ aus. Almuth Schult gewann 2017/18, Verteidigerin Nilla Fischer in der Saison 2018/19. Für diese Saison, das verriet Baier schon einmal, „sind Alex Popp, Zsanett Jakabfi und Ewa Pajor in der engeren Auswahl“. Die Entscheidung wird am Ende der Saison bekanntgegeben.

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