13. Januar 2020 / 18:35 Uhr

Jan Pursche pariert die SG Zweidorf/Bortfeld zum Sieg

Jan Pursche pariert die SG Zweidorf/Bortfeld zum Sieg

Hartmut Butt und Jürgen Hansen
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Überragend bei der SG Zweidorf/Bortfeld: Tobias Brümmer (rotes Trikot, hier gegen die HSG Nord) steuerte gleich zehn Treffer zum 35:32-Auswärtssieg beim MTV Braunschweig III bei.
Überragend bei der SG Zweidorf/Bortfeld: Tobias Brümmer (rotes Trikot, hier gegen die HSG Nord) steuerte gleich zehn Treffer zum 35:32-Auswärtssieg beim MTV Braunschweig III bei. © Foto: Hartmut butt
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Gut gestartet ins Jahr 2020 sind die Landesliga-Handballer aus Zweidorf/Bortfeld und Edemissen: Während sich die SG beim heimstarken MTV Braunschweig III mit 35:32 durchsetzte und damit ihre Titelambitionen untermauerte, gewann die HSG Nord beim VfL Lehre und baute damit die Distanz nach unten weiter aus.

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Gut gestartet ins neue Jahr sind die Landesliga-Handballer aus Zweidorf/Bortfeld und Edemissen: Während sich die SG beim heimstarken MTV Braunschweig III mit 35:32 durchsetzte und damit ihre Titelambitionen untermauerte, gewann die HSG Nord beim VfL Lehre mit 31:26 und baute damit die Distanz nach unten aus.

MTV Braunschweig III – SG Zweidorf/Bortfeld 32:35 (18:19). Für den SG-Leiter war Torhüter Jan Pursche der Mann des Tages. „Er hat uns mit seinen Paraden den Sieg gesichert“, erklärte Sigurt Grobe. Er war erleichtert, „dass Pursche an seine guten Leistungen aus dem Vorjahr nahtlos angeknüpft hat“. Schließlich lag viel Verantwortung auf den Schultern von Pursche, denn sein Stellvertreter Joshua Kramme zog sich beim Abschluss-Training einen Kreuzbandriss zu.

Als zweiten Torhüter nahm die SG-Jugendspieler Leon Naujoks mit nach Braunschweig. „Wir arbeiten aber intensiv an einer Lösung, um den Ausfall von Joshua kompensieren zu können“, sagte Grobe. Eine Option ist Marco Lehne, der sich eigentlich vom Handball-Sport zurückgezogen hat und nur noch Fußball spielen möchte.

In Braunschweig jedoch hatte die SG keine Schwierigkeiten auf der Torhüter-Position, da Pursche sich in Top-Form präsentierte. Die Feldspieler hingegen erreichten nicht von Anfang an solch ein Top-Niveau wie ihr Schlussmann. „Die Wettkampfpause war den Jungs anzumerken, denn es fehlte noch der Rhythmus“, berichtete Grobe. Aber trotz der 32 Gegentore bescheinigte er seiner Abwehr eine starke Leistung. „Wenn wir Braunschweig in den gebundenen Angriff zwingen konnten, stand unsere Abwehr sehr kompakt.“

Problem seien die schnellen Gegenangriffe gewesen, von denen die SG zu viele zuließ. „Das hat uns das Leben schwer gemacht – Braunschweig war ein starker Gegner“, bilanzierte Grobe, dessen Team nach der 4:2-Führung mit 6:8 in Rückstand geriet. „In dieser Phase haben wir uns zu viele Ballverluste erlaubt“, monierte er.

Im weiteren Verlauf jedoch legten die Gäste zu, drehten die Partie – und als der überragende Tobias Brümmer Mitte der zweiten Halbzeit die erste Drei-Tore-Führung zum 26:23 erzielte, „war die Entscheidung gefallen“, erklärte Grobe. Diesen Vorsprung gab die SG nicht mehr ab und behauptete damit Rang zwei.

SG Zweidorf/Bortfeld: Pursche, Naujoks – Brümmer (10), Reckewell (9/2), Büus (5), Gerstung (4), Schulze (3), Pfaff (2), M. Frühauf (1/1), Duschek (1), Walter, Schröder, J. Frühauf, Waltermann.

Mehr regionaler Handball

VfL Lehre – HSG Nord Edemissen 26:31 (11:15). „Unser Sieg ist völlig verdient, wir waren besser als der Gegner“, freute sich HSG-Trainer Martin Staats, der allerdings monierte, dass die Partie alles andere als ein Leckerbissen gewesen sei. „Es gab viel Kampf, Lehre legte große Härte an den Tag. Aber meine Spieler ließen sich davon nicht beeindrucken, sie hielten dagegen.“

Während der ersten Hälfte blieb es lange ausgeglichen, ehe sich die Gäste nach dem 8:8 (17.) auf 12:8 (21.) absetzten und den Vorsprung bis zur Pause beibehielten. Maßgeblich daran beteiligt war Torwart Roland Bufe, der nach 13 Minuten zwischen die Pfosten rückte. „Roland hielt grandios, er holte mehrere freie Würfe weg. Zum Teil schwebte er bei seinen Paraden elfengleich in der Luft“, lobte Staats den 52-jährigen Routinier.

Edemissens gesamte Mannschaft legte zu Beginn des zweiten Durchgangs einen Zwischenspurt hin und erhöhte auf 20:13 (36.). Doch es wurde noch einmal eng, Lehre kam auf 19:21 (41.) beziehungsweise 23:24 (50.) heran. „Weil wir vorne überhastet abschlossen. Dadurch hat meine Mannschaft den Gegner selbstverschuldet ins Spiel kommen lassen. Doch sie schaffte es, in der Schlussphase, den Schalter wieder umzulegen“, berichtete Staats. Zweiter Garant des Erfolges neben Bufe war für ihn Kreisläufer Ayke Donker, der acht Tore warf. „Ayke fing vorne alle Bälle und setzte sich energisch durch. Und er war in der Abwehr der Stabilisator.“

HSG Nord: Grotefend, Bufe (beide Tor) – M. Streit (1), Görl (3), J. Streit (4), Winkler, Zerter, L. Rauls (2), N. Rauls, Donker (8), Langeheine (6), Funk (1), Hoffmann (6/5).